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Alan Alda
Alphonso Joseph D'Abruzzo
Biographie
© 20th Century Fox Germany
| Geboren am | 28.1.1936 | in | New York, New York, USA | Autor | Kathrin Lang |
|---|
„Ich hab von Leuten gehört, die sechs bis sieben Folgen am Tag angeschaut haben. Das macht mir Angst.“ (Alan Alda über den enormen Erfolg der TV-Serie "M*A*S*H")
Alan Alda, ein alter Hase im Showgeschäft. Bekannt wurde der Amerikaner hauptsächlich durch die weltweit bekannten TV-Serie „M*A*S*H“, in der er von 1972 bis 1983 in insgesamt 235 Folgen als Arzt Benjamin Franklin „Hawkeye“ Pierce auf unseren Bildschirmen zu sehen war. Und obwohl die Serie mittlerweile schon sehr lange nicht mehr läuft, ist Alan Alda heute noch immer ein gerngesehenes Gesicht im Fernsehen und auf der Leinwand.
Geboren wurde Alan Alda 1936 in New York City. Seinen ersten Schicksalsschlag erlitt Alda bereits während seiner Kindheit. Im Alter von sieben Jahren erkrankte er an Kinderlähmung, die ihn in seiner Entwicklung stark einschränkte, seinen Charakter aber auch stärkte, wollte er den Kampf gegen die Krankheit doch unbedingt gewinnen. Glücklicherweise gelang ihm dies auch, so dass er mit neun Jahren schon wieder ein fast vollkommen normales Leben führen konnte.
Der Wunsch einmal Schauspieler zu werden, wurde in Alda schon während seiner Jugend wach. Als Sohn des bekannten Darstellers Robert Alda, konnte er sich der Unterstützung von zu Hause auch sicher sein und stand so im Alter von 16 Jahren bereits das erste Mal auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Schon bald wurde auch der Broadway auf den talentierten Nachwuchsschauspieler aufmerksam und man bot Alda etliche Rollen an, die er selbstverständlich auch dankend annahm. Neben seinen Theaterauftritten studierte er allerdings noch Englisch an der Fordham University in New York, weshalb es ihm nicht möglich war, der Schauspielerei seine volle Aufmerksamkeit zu widmen. Erst als er sein Studium erfolgreich abgeschlossen hatte, startete er mit seiner Karriere voll durch. Schon bald konnte er einige Fernsehauftritte ergattern und die erste Kinorolle lies ebenfalls nicht all zu lange auf sich warten. Der Durchbruch gelang Alan Alda allerdings erst 1968, als er in der Sport-Komödie „Paper Lion“ in der Hauptrolle zu sehen war und dafür auch prompt mit einer Nominierung für den Golden Globe als bester Newcomer des Jahres belohnt wurde. Danach war der Amerikaner regelmäßig in kleineren, wie auch in größeren Rollen auf unseren Bildschirmen und Leinwänden zu sehen. Das Rollenangebot schlechthin bekam Alan 1972, als ihm angeboten wurde eine tragende Rolle in der TV-Serie „M*A*S*H“ zu übernehmen. Alda war zunächst jedoch sehr skeptisch und hielt die Macher mit seiner Entscheidung lange hin. Letztendlich unterschrieb er den Vertrag erst sechs Stunden vor dem ersten Dreh. Heute weiß er, dass seine Entscheidung richtig war, wurde er mit Preisen für seine Darstellung in dieser Serie doch geradezu überschüttet. Ganze 27 Mal wurde er für den Emmy nominiert, sechs Mal durfte er ihn davon mit nach Hause nehmen. Bei den Golden Globes verliefen die Dinge für ihn fast gleichermaßen gut. Später betätigte sich Alda für die eine oder andere Folge sogar auch als Drehbuchautor und Regisseur. Während er in „M*A*S*H“ zu sehen war, übernahm der Mime aber auch regelmäßig andere Rollen mit denen er ebenfalls Erfolge verzeichnen konnte. Für seinen Part in der romantischen Komödie „Selbe Zeit, nächstes Jahr“, wurde er 1978 für den Golden Globe als bester Schauspieler nominiert. Die nächsten Golden Globe-Nominierungen folgten ein paar Jahre später, als Alda für den Streifen „Vier Jahreszeiten“ nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Regisseur und Drehbuchautor tätig war. 1981 erhielt er für diese Leistungen eine Nominierung als bester Schauspieler und zusätzlich eine Nominierung für das beste Drehbuch. Weniger erfolgreich verlief seine eigene TV-Serie „We´ll Get By“, in der er sein Familienleben aufarbeitete und die beim Fernsehpublikum nur wenig Zuspruch fand. Nachdem die letzte Staffel von „M*A*S*H“ abgedreht war, konnte sich Alan Alda über die kommenden Rollenangebote kaum beklagen. Allein die drei Woody Allen-Filme, in denen der Amerikaner mit von der Partie war, hinterlassen noch heute ein gutes Bild in seiner Filmographie. Für seine Rolle in „Verbrechen und andere Kleinigkeiten“ wurde er sogar mit dem New York Film Critics Award und dem D.W. Griffith Award ausgezeichnet, aber auch mit „Manhattan Murder Mystery“ und „Alle sagen: I love you“ feierte er Erfolge. Die OSCAR-Jury wurde 2004 zum ersten Mal auf Alan Alda aufmerksam, als er eine Nebenrolle in dem biographischen Drama „Aviator“ übernahm. Leider blieb es letztendlich „nur“ bei einer Nominierung und ein anderer nahm den OSCAR als bester Nebendarsteller mit nach Hause. Seitdem ist es wieder etwas ruhiger um den Mimen geworden. Nach einigen Rollenengagements in kleineren Filmen, sahen wir ihn erst wieder 2009 in "Flash of Genius" in einer Nebenrolle in unseren Kinos.
Alan Alda ist seit 1957 mit der begabten Musikerin Arlene Weiss verheiratet. Die beiden haben drei Töchter.
Filmographie Alan Alda
- 1955: Secret File, U.S.A. (TV-Serie)
- 1958: The Phil Silvers Show (TV-Serie)
- 1962: Gnadenlose Stadt (TV-Serie)
- 1963: East Side/West Side (TV-Serie)
- 1963: Gone Are the Days!
- 1963: Route 66 (TV-Serie)
- 1963: The Nurses (TV-Serie)
- 1965: The Trials of O'Brien (TV-Serie)
- 1966: Where's Everett (TV)
- 1967: Das Geheimnis der blauen Krone (TV-Serie)
- 1968: Papierlöwe
- 1968: Premiere (TV-Serie)
- 1969: The Extraordinary Seaman
- 1970: Jenny
- 1970: Whisky brutal
- 1971: Story Theatre (TV-Serie)
- 1971: Der Mephisto-Waltz
- 1972: M*A*S*H (TV-Serie) (auch Regie, Drehbuch)
- 1972: Playmates (TV)
- 1972: Das Glashaus (TV)
- 1972: Doberkiller
- 1973: Isn't It Shocking? (TV)
- 1974: 6 Rms Riv Vu (TV)
- 1974: Annie and the Hoods (TV)
- 1974: Free to Be... You & Me (TV) (nur Stimme)
- 1975: We´ll Get By (nur Drehbuch, Produzent)
- 1976: Hickey (TV) (nur Regie, Drehbuch)
- 1977: Der Mann in der Todeszelle (TV)
- 1978: Das verrückte California Hotel
- 1978: Selbe Zeit, nächstes Jahr
- 1979: Die Verführung des Joe Tynan (auch Drehbuch)
- 1981: Vier Jahreszeiten (auch Regie, Drehbuch)
- 1984: The Four Seasons (TV-Serie) (auch Drehbuch, Produzent)
- 1986: Sweet Liberty (auch Regie, Drehbuch)
- 1988: Liebe für Fortgeschrittene (auch Regie, Drehbuch)
- 1989: Verbrechen und andere Kleinigkeiten
- 1990: Familienehre (auch Regie, Drehbuch)
- 1992: Stimmen im Dunkel
- 1993: ...und das Leben geht weiter
- 1993: Manhattan Murder Mystery
- 1994: Reißende Strömung - Rafting-Trips ins Verderben (TV)
- 1995: Unsere feindlichen Nachbarn
- 1996: Alle sagen: I love you
- 1996: Flirting with Disaster
- 1996: Jakes Frauen (TV)
- 1997: Mad City
- 1997: Mord im Weißen Haus
- 1998: Liebe in jeder Beziehung
- 1999: Emergency Room (TV-Serie) - Staffel 6
- 2000: Was Frauen wollen
- 2001: Clubland - Stars and Secrets (TV)
- 2001: Killing Yard - Mörderischer Auftrag (TV)
- 2002: M*A*S*H: 30th Anniversary Reunion (TV) (nur Drehbuch)
- 2004: Aviator
- 2004: The West Wing (TV-Serie)
- 2008: Diminished Capacity
- 2008: 30 Rock (TV-Serie) - Staffel 3
- 2008: Nichts als die Wahrheit - Im Fadenkreuz der Staatsmacht
- 2009: Flash of Genius
- 2009: 30 Rock (TV-Serie)
- 2011: The Big C (TV-Serie)
- 2011: Aushilfsgangster
- 2012: Wanderlust - Der Trip ihres Lebens
Filmpreise
Golden Globe Nominierungen:
1968: Bester Newcomer: Papierlöwe
1978: Bester Schauspieler – Musical/Comedy: Selbe Zeit, nächstes Jahr
1981: Bester Schauspieler – Musical/Comedy: Vier Jahreszeiten
1981: Bestes Drehbuch: Vier Jahreszeiten
OSCAR Nominierungen:
2004: Bester Nebendarsteller: Aviator