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Isabelle Huppert
Isabelle Ann Huppert
Biographie
© Concorde Film
| Geboren am | 16.5.1955 | in | Paris, Frankreich | Autor | Melanie Frommholz |
|---|
Nicht mal 1,60 Meter „hoch“ und doch eine ganz Große der französischen Filmszene. Isabelle Ann Huppert ist ohne Übertreibung eines der Aushängeschilder des europäischen Kinos. Wandlungsfähigkeit und Ausdrucksstärke sind ihre Markenzeichen und sicherlich auch ein bisschen das Geheimnis ihrer konstanten Karriere. Ein Hauch von Unnahbarkeit eventuell das Geheimnis ihrer zuweilen mysteriösen Ausstrahlung.
Die Französin wurde 1955 (manche Quellen sprechen auch von 1953) im Paris als Tochter eines Ingenieurs und einer Englischlehrerin geboren. Sie war das Nesthäkchen und musste schon früh lernen sich gegen die drei großen Schwestern und den Bruder durchzusetzen. Mit 14 entdeckte sie die Leidenschaft für die Schauspielerei und begann professionellen Unterricht zu nehmen. Neben der Arbeit am Theater war Isabelle Huppert bereits früh im Fernsehen und im Kino zu sehen. Ihr erster Film „Faustine et le bel été“ kam 1972 auf die Leinwände. Zu ihren ersten Erfolgen gehörten Streifen wie „Die Ausgebufften“, „Der Richter und der Mörder“, „Unternehmen Rosebud“ oder „Die Spitzenklöpplerin“. Kontinuierlich machte sich die Schauspielerin einen Namen. Nicht nur bei den Kritikern, auch bei den namhaften Regisseuren, die sie immer öfter ganz oben auf ihrer Wunschbesetzungsliste hatten. Auch beim französischen Filmpreis César war und ist (!) Isabelle Huppert ein gern gesehener Gast. Bis 2006 war sie insgesamt 12 Mal nominiert und 1996 konnte sie die begehrte Auszeichnung für ihre Rolle in „Biester“ in Empfang nehmen. Zudem nennt Isabelle Huppert mittlerweile zwei goldenen Palmen des Filmfestivals in Cannes als Beste Schauspielerin und einen silbernen Bären ihr Eigen.
Den ungebrochenen Erfolg im Heimatland im Rücken, könnte man eigentlich annehmen, dass es die Französin irgendwann auch einmal in die amerikanische Filmmetropole Hollywood gezogen hat. Der Wunsch nach internatonalem, oder besser gesagt amerikanischen, Erfolg hat schon so manchen anderen über den großen Teich gelockt. Kollegen wie Gérard Depardieu oder Jean Reno haben es vorgemacht. Doch Isabelle Huppert zog es nie wirklich in die Traumfabrik. Bis jetzt sind mit „Heaven's Gate - Das Tor zum Himmel“ (1980), „Das Schlafzimmerfenster“ (1987) und „I Heart Huckabees“ (2004) lediglich drei Projekte in ihrer umfangreichen Filmographie zu finden, die unter amerikanischer Regie standen. Dabei ist die Schauspielerin gutem, aber eben auch kommerziellem Kino nicht abgeneigt. Der internationale Kassenschlager „8 Frauen“, der die großen weiblichen Stars des französischen Kinos vor der Kamera vereinte, war dafür ein gutes Beispiel. 2006 war Isabelle Huppert in dem Drama „Geheime Staatsaffären“ als ehrgeizige Untersuchungsrichterin auf unseren Leinwänden zu sehen. 2009 kam der skurrile Streifen „Home" in unsere Kinos. 2012 spielte sie in der Komödie „Mein liebster Alptraum" an der Seite von Benoît Poelvoorde.
Seit 1982 ist Isabelle Huppert glücklich mit Ronald Chammah verheiratet. Das Paar hat drei Kinder: Lolita (1983), Lorenzo (1986) und Angelo (1997).
Filmographie Isabelle Huppert
- 1971: Le Prussien (TV)
- 1972: Faustine et le bel été
- 1972: Figaro-ci, Figaro-là (TV)
- 1972: Ein charmanter Gauner
- 1972: Cesar und Rosalie
- 1973: Histoire vraie (TV)
- 1973: Le Maître de pension (TV)
- 1973: Le Drakkar (TV)
- 1973: Vogue la galère (TV)
- 1974: Glissements progressifs du plaisir
- 1974: Die Ausgebufften
- 1974: Madame Baptiste (TV)
- 1974: Plaies et bosses (TV)
- 1974: L’Ampélopède
- 1975: Die große Ekstase
- 1975: Sérieux comme le plaisir
- 1975: Mordgelüste
- 1975: Unternehmen Rosebud
- 1975: Aloïse
- 1976: Dr. med. Françoise Gailland
- 1976: Der Richter und der Mörder
- 1976: Le petit Marcel
- 1976: Je suis Pierre Rivière
- 1977: Die Spitzenklöpplerin
- 1977: Verwöhnte Kinder
- 1977: Die Indianer sind noch fern
- 1977: On ne badine pas avec l'amour (TV)
- 1978: Violette Nozière
- 1978: Il était un musicien (TV-Serie)
- 1979: Quelques remarques sur la réalisation et la production du film 'Sauve qui peut (la vie)'
- 1979: Rückkehr zur Geliebten
- 1979: Die Schwestern Bronte
- 1980: Örökség
- 1980: Der Loulou
- 1980: Rette sich, wer kann
- 1980: Heaven's Gate - Das Tor zum Himmel
- 1980: Die Kameliendame
- 1981: Die Flügel der Taube
- 1981: Der Saustall
- 1981: Stille Wasser
- 1982: Passion
- 1982: Eine Frau wie ein Fisch
- 1983: Entre nous - Träume von Zärtlichkeit
- 1983: Die Geschichte der Piera
- 1983: Die Frau meines Kumpels
- 1984: La Garce
- 1985: Signé Charlotte
- 1985: Sac de noeuds
- 1986: Kaktus
- 1987: Der schwarze Milan
- 1987: Das Schlafzimmerfenster
- 1988: Die Dämonen
- 1988: Eine Frauensache
- 1989: Seobe
- 1990: Die Rache einer Frau
- 1991: Malina
- 1991: Madame Bovary
- 1992: Nach der Liebe
- 1994: Amateur
- 1994: Navodneniye
- 1994: Tödliche Fluten - Rettet unsere Kinder
- 1994: Trennung
- 1995: Biester
- 1996: Gullivers Reisen (TV)(nur Stimme)
- 1996: Wahlverwandtschaften
- 1997: Marie Curie - Forscherin mit Leidenschaft
- 1997: Das Leben ist ein Spiel
- 1998: Schule des Begehrens
- 1999: Pas de scandale
- 2000: La Vie moderne
- 2000: La Fausse suivante
- 2000: Die Schule der verlorenen Mädchen
- 2000: Les Destinées sentimentales
- 2000: Süßes Gift
- 2000: Comédie de l'innocence
- 2001: Médée (TV)
- 2001: Die Klavierspielerin
- 2002: 8 Frauen
- 2002: Deux
- 2002: La Vie promise
- 2003: Wolfzeit
- 2004: Meine Mutter
- 2004: I Heart Huckabees
- 2004: Zwei ungleiche Schwestern (auch Sängerin)
- 2005: Gabrielle - Liebe meines Lebens
- 2006: Geheime Staatsaffären
- 2006: Privatbesitz
- 2007: L'Amour caché
- 2007: Médée miracle
- 2008: Un Barrage contre le Pacifique
- 2009: White Material
- 2009: Home
- 2009: Villa Amalia
- 2009: White Material
- 2010: Sans queue ni tête
- 2010: Copacabana
- 2010: Law & Order: Special Victims Unit (TV-Serie)
- 2011: I'm not a F**king Princess
- 2012: Mein liebster Alptraum
- 2012: Dubaï flamingos (nur Stimme)
- 2012: Captive
- 2012: Liebe
- 2012: As Linhas de Torres
- 2012: Da-reun na-ra-e-suh
- 2012: La bella addormentata
- 2012: La religieuse



