Maria Schrader

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Biographie

Maria Schrader © Constantin Film

Geboren am 27.9.1965 in Hannover, Niedersachsen, Deutschland Autor Melanie Frommholz

Gute Schauspieler „made in germany“: Maria Schrader gehört sicherlich dazu. Obwohl sie selten in den Besetzungslisten der großen deutschen Kinohits der letzten Jahre vertreten war, genießt sie Ansehen bei den Kritikern und ist beim Publikum beliebt. Gekünstelte, unechte Darstellungen: Fehlanzeige. Maria Schrader ist in ihren Rollen immer lebensnah, glaubhaft und emotional präsent. Konsequent lehnt sie Rollenangebote ab, die ihr nicht zusagen.

Wie viele ihrer Kollegen, hat auch die in Hannover geborene Schrader am Theater angefangen. Bereits mit 15 Jahren stand sie auf den Brettern, die die Welt bedeuten. 1983 begann sie dann eine professionelle Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Nach zwei Jahren brach sie diese jedoch ab und widmete sich der Weiterentwicklung auf den Gebieten Gesang, Tanz und Klavier. Nebenbei war Maria Schrader jedoch weiterhin auf der Bühne aktiv. Auch mit der Theatergruppe von Samy Molcho war sie unterwegs.

1988 wechselte die Schauspielerin vom Theater ins Fernsehen und auf die Kinoleinwand. Zusammen mit ihrem damaligen Lebensgefährten, dem Regisseur Dani Levy („Alles auf Zucker“), schrieb sie erstmals auch an einem Drehbuch mit. Der Kinofilm „RobbyKallePaul“ wurde ein erster Achtungserfolg. Weitere Projekte, auch für das Fernsehen, folgten. Nach „Burning Life“ sollte ihr dann mit dem Doris Dörrie-Film „Keiner liebt mich“ der endgültige Durchbruch auf der großen Leinwand gelingen. Für ihre Darstellung der Fanny Fink wurde Maria Schrader mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet.

Auch nach diesem Erfolg war die Schauspielerin weiterhin im TV und im Kino präsent. Nach zwei weiteren Filmen mit Dani Levy („Stille Nacht, 1995, und „Meschugge“ 1998) folgte 1998 für den Streifen „Bin ich schön?“ eine weitere Zusammenarbeit mit Doris Dörrie. Maria Schrader stand hier unter anderem mit Senta Berger und Uwe Ochsenknecht vor der Kamera. Bereits ein Jahr später, 1999, sollte ihr bislang größter Erfolg auf sie warten. „Aimée & Jaguar“, eine tragische Geschichte über die Liebe zweier Frauen während der Nazizeit, fand nicht nur großen Anklang beim Kinopublikum, sondern brachte der Schauspielerin einen weitern Bundesfilmpreis sowie den Silbernen Bären.

Auch im neuen Jahrtausend stand Maria Schrader wieder für Kinoproduktionen, wie zum Beispiel die Erich Kästner-Verfilmung „Emil und die Detektive“ vor der Kamera. 2002 wagte sich die Schauspielerin dann auch wieder auf die Bühne. Als Krimhild war sie in der Inszenierung „Die Nibelungen“ zu sehen. 2005 war sie mit dem Drama „Schneeland“ auch wieder in unseren Kinos vertreten. 2007 setzte Schrader ihre erste Regiearbeit um und brachte uns das bewegende Drama „Liebesleben" auf die Leinwände. Für diesen Film schrieb sie auch das Drehbuch. Im März 2009 gab es dann wieder Kino für die kleinen Filmfans. Diese konnten die Schauspielerin in „Vorstadtkrokodile" sehen. Auch in den Fortsetzungen „Vorstadtkrokodile 2" und „Vorstadtkrokodile 3" war Maria Schrader wierder als Kais Mutter dabei.2012 spielte die deutsche Mimin in „In Darkness", der für einen OSCAR in der Kategorie bester ausländischer Film nominiert wurde.

Maria Schrader lebt zusammen mit ihrer Tochter in Berlin.


Filmographie Maria Schrader

  • 1988: Goldjunge
  • 1988: RobbyKallePaul (auch Drehbuch)
  • 1990: Liebesgeschichten (TV-Serie)
  • 1992: I was on Mars (auch Drehbuch)
  • 1992: Halbe Welt
  • 1993: Neues Deutschland (TV)
  • 1993: Je m’appelle Victor
  • 1993: Magic Müller (TV)
  • 1993: Ohne mich
  • 1993: Einer meiner ältesten Freunde (TV)
  • 1994: Burning Life
  • 1994: Keiner liebt mich
  • 1995: Peter Strohm (TV-Serie)
  • 1995: Stille Nacht (auch Drehbuch)
  • 1995: Flirt
  • 1995: Risiko Null – Der Tod steht auf dem Speiseplan (TV)
  • 1996: Eine unmögliche Hochzeit (TV)
  • 1996: Der Kindermörder (TV)
  • 1997: Der Unfisch
  • 1998: Bin ich schön?
  • 1998: Meschugge (auch Drehbuch)
  • 1999: Aimée und Jaguar
  • 1999: Die Hochzeitskuh
  • 1999: Camino de Santiago (TV-Serie)
  • 2000: Josephine
  • 2001: Emil und die Detektive
  • 2001: Victor Vogel – Commercial man
  • 2001: Ausflug
  • 2002: Väter
  • 2002: Die Nibelungen (TV)
  • 2003: Operation Rubikon (TV)
  • 2003: Lotte Lenya (TV)
  • 2003: Rosenstraße
  • 2004: The Tulse Luper suitcase, Part 2: Voux to the sea
  • 2005: Schneeland
  • 2005: Acting
  • 2007: Auf dem Vulkan (TV)
  • 2007: Liebesleben
  • (nur Regie, Drehbuch)
  • 2008: Patchwork
  • 2008: Tatort - Borowski und das Mädchen im Moor (TV)
  • 2009: Vorstadtkrokodile
  • 2009: Die Seele eines Mörders(TV)
  • 2010: Vorstadtkrokodile 2
  • 2011: Vorstadtkrokodile 3
  • (ungenannt)
  • 2012: In Darkness
  • 2012: Alleingang (TV)