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Glenn Close
Biographie
© Sony Pictures
| Geboren am | 19.3.1947 | in | Greenwich, Connecticut, USA | Autor | Kathrin Lang |
|---|
„Männer haben immer nur zwei Dinge im Sinn. Geld ist das andere.“
Glenn Close studierte Schauspiel am College of William And Mary und fand darüber den Weg zum Broadway, wo sie längere Zeit in vielen verschiedenen Stücken zu sehen war. Ihr Debüt gab sie bereits im Jahr 1976. Vier Jahre und einige Auftritte später avancierte sie zu einem gefragten Broadwaystar, als sie für das Musical „Barnum“ mit einer Tony Nominierung belohnt. Zwei Jahre später gewann sie ihn schließlich für ihre Leistungen in dem gefeierten Stück „The Real Thing“.
„Ich werde häufig mit Meryl Streep verwechselt – nur leider nie in der OSCAR-Nacht.“
Erst nach ihrem großen Erfolg am Broadway, wurde langsam auch Hollywood auf den talentierten Nachwuchsstar aufmerksam. Das Filmdebüt von Glenn Close wurde 1982 dann auch prompt ein riesen Erfolg. Für ihre Nebenrolle in dem Streifen „Garp und wie er die Welt sah“, der nach der Romanvorlage von John Irving gedreht wurde, ehrte man ihr Können mit einer Nominierung für den begehrten OSCAR. Nachdem sie schließlich für ihre zweite Kinorolle „Der große Frust“ erneut eine OSCAR-Nominierung abräumte, war der große Durchbruch in Hollywood endgültig geschafft und Glenn Close eine gefeierte Schauspielerin. Die Erfolgssträhne der Amerikanerin riss auch in den kommenden Jahren nicht ab: Schon 1984 wurde sie für ihre Nebenrolle in „Der Unbeugsame“ abermals für einen OSCAR nominiert. Nur wenig später folgte eine erste Nominierung des OSCARs für die beste Hauptdarstellerin, die sie für ihre Rolle in "Eine verhängnisvolle Affäre" (1987) an der Seite von Michael Douglas erhielt. Ein wahrer Erfolgsmoment für die Schauspielerin, denn ursprünglich sollte sie die Rolle gar nicht erhalten, da viele der Meinung waren, dass sie nicht sexy genug dafür sei.
Nach einer kurzen Schwangerschaftspause begann sie bereits sieben Wochen nach der Geburt ihrer kleinen Tochter Annie schon mit den Dreharbeiten zu "Gefährliche Liebschaften“ (1988). Mittlerweile wunderte es kaum noch jemand, dass Glenn Close damit erneut große Erfolge feierte und für die Darstellung in der Tragik-Komödie ihre nunmehr schon fünfte Nominierung für den OSCAR erhielt. Diese Nominierung sollte jedoch bis heute ihre letzte sein. Obwohl Glenn Close in den folgenden Jahren regelmäßig in größeren und kleineren Kinoproduktionen mitwirkte, ist es ihr nicht mehr gelungen an die immensen Erfolge ihres Karriereanfangs anzuknüpfen. Dennoch war sie stets eine gern gesehene Schauspielerin, die ihr Können und ihre Wandlungsfähigkeit in den vergangenen Jahren in Filmen wie dem „101 Dalmatiner“, dem Actionkracher „Air Force One“ oder der Komödie „Eine Affäre in Paris“ unter Beweis stellte. Erst 2012 könnte Glenn Close wieder verstärkt auf sich aufmerksam machen: für ihre Rolle in dem Drama „Albert Nobbs“, für das sie sich auch als Drehbuchautorin und Produzentin betätigte, erhielt sie bereits eine Nominierung für den Golden Globe sowie für den OSCAR. Man darf gespannt sein!
Parallel zu ihrer Kinokarriere, avancierte Glenn Close in den vergangenen Jahren zudem zu einer gern gesehenen Fernsehschauspielerin. Immer wieder wurde sie für ihre Leistungen vor der Fernsehkamera auch mit Nominierungen für den Emmy Award belohnt. Zuletzt macht sie im großen Stil in der erfolgreichen Serie „Damages - Im Netz der Macht“ auf sich aufmerksam. Für ihre Rolle der Patty Hewes in allen bisher erschienen Staffeln wurde sie bereits zwei Mal mit dem Emmy Award ausgezeichnet.
Privat sah es für Glenn Close mit den Männern nicht immer gerade rosig aus. Nach zwei gescheiterten Ehen und ein paar Partnerschaften lebt sie nun heute glücklich mit dem acht Jahre jüngeren Steve Beers zusammen. Die erste Geige in ihrem Leben spielt jedoch noch vor der Karriere und den Männern ihre kleine Tochter. „Ich bin sehr froh, dass ich mein Kind so spät bekommen habe, denn so hatte ich meinen Karriere-Hunger Jahre hinter mir und kann sie richtig würdigen. Jetzt will ich mich in Form halten, um mit ihr mitzukommen“, so Glenn Close.
Filmographie Glenn Close
- 1975: Great Performance (TV-Serie)
- 1978: Der weite Weg zu zweit (TV)
- 1979: Orphan Train (TV)
- 1982: Garp und wie er die Welt sah
- 1982: The Elephant Man (TV)
- 1983: Der große Frust
- 1984: Der Unbeugsame
- 1984: The Stone Boy
- 1984: Something about Amelia (TV)
- 1984: Greystoke - Die Legende von Tarzan, Herr der Affen
- 1985: Maxie
- 1985: Das Messer
- 1987: Eine verhängnisvolle Affäre
- 1988: Gefährliche Liebschaften
- 1988: Second Hand Familie
- 1988: The American Experience (TV-Serie) (nur Ass. Produzentin)
- 1988: Gandahar (nur Stimme)
- 1988: Ein mexikanischer Traum (TV)
- 1990: Die Affäre der Sunny von B.
- 1990: Hamlet (1990)
- 1990: Romantik bevorzugt (TV)
- 1991: Ein Meer für Sarah (TV) (auch Produzentin)
- 1991: Hallmark Hall of Fame (TV-Serie) (nur Ex.Produzentin)
- 1991: Der Zauber der Venus
- 1991: Hook
- 1993: Das Geisterhaus
- 1993: Sarah zwischen Land und Meer (TV) (auch Produzentin)
- 1994: Schlagzeilen
- 1995: The Simpsons (TV-Serie) (nur Stimme)
- 1995: Mary Reilly
- 1995: Journey - Verlorene Erinnerungen (nur Produzentin)
- 1995: Serving in Silence: The Margarethe Cammermeyer Story (TV) (auch Ex.Produzentin)
- 1996: 101 Dalmatiner
- 1996: Mars Attacks!
- 1997: Air Force One
- 1997: Paradise Road
- 1997: In der Abenddämmerung (TV)
- 1999: Aufruhr in Holly Springs
- 1999: Tarzan
- (nur Stimme, Sängerin)
- 1999: Winter's End - Wiederkehr der Liebe (TV) (auch Produzentin)
- 2000: 102 Dalmatiner
- 2000: Gefühle, die man sieht
- 2000: Baby - Glück auf Zeit (TV) (nur Stimme) (auch Ex.Produzentin)
- 2001: The Ballad of Lucy Whipple (TV) (auch Ex.Produzentin)
- 2001: South Pacific (TV) (auch Ex.Produzentin)
- 2001: The Safety of Objects
- 2002: The Shield – Gesetz der Gewalt (TV-Serie)
- 2003: Brush with Fate (TV)
- 2003: Eine Affäre in Paris
- 2003: The Lion in Winter
- 2004: Die Frauen von Stepford
- 2004: Heights
- 2005: Nine Lives
- 2005: The Shield - Gesetz der Gewalt (TV-Serie) - Staffel 4
- 2005: Tarzan 2 (nur Stimme)
- 2006: The Chumscrubber - Glück in kleinen Dosen
- 2006: George and Martha Washington: A 40 Year Romance
- 2006: Die Rotkäppchen-Verschwörung
- (nur Stimme)
- 2007: Damages - Im Netz der Macht (TV-Serie) - Staffel 1
- 2007: Spuren meines Lebens
- 2008: Wieners (nur Musik)
- 2008: Damages - Im Netz der Macht (TV-Serie) - Staffel 2
- 2008: Spuren eines Lebens
- 2009: Damages - Im Netz der Macht (TV-Serie) - Staffel 3
- 2010: Pax (nur Regie, Ex.Produzentin)
- 2011: Das Rotkäppchen-Ultimatum
- (nur Stimme)
- 2011: Albert Nobbs
- (auch Drehbuch, Produzentin)
- 2013: Therese Raquin
Filmpreise
Golden Globe Nominierungen:
1985: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Maxie
1987: Beste Schauspielerin - Drama: Eine verhängnisvolle Affäre
1996: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: 101 Dalmatiner
2011: Beste Schauspielerin - Drama: Albert Nobbs
OSCAR Nominierungen:
1982: Beste Nebendarstellerin: Garp - und wie er die Welt sah
1983: Beste Nebendarstellerin: Der große Frust
1984: Beste Nebendarstellerin: Der Unbeugsame
1987: Beste Hauptdarstellerin: Eine verhängnisvolle Affäre
1988: Beste Hauptdarstellerin: Gefährliche Liebschaften
2011: Beste Hauptdarstellerin: Albert Nobbs



