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Al Pacino
Alfredo James Pacino
Biographie
© Warner Bros. Pictures
| Geboren am | 25.4.1940 | in | South Bronx, New York, USA | Autor | Thomas Ays |
|---|
„Ich hoffe, die Bezeichnung, die auf mich zutrifft ist ‚Schauspieler’, ich war nie daran interessiert, ein ‚Filmstar’ zu sein.“
Alfredo James Pacino wurde 1940 in der South Bronx in New York City als Sohn des Versicherungsvertreters Sal Pacino und dessen Frau Rose geboren. Er hat vier Schwestern: Josette, die Zwillinge Roberta und Paula und eine Stiefschwester, Desiree. Seine Großeltern stammen aus Corleone, Sizilien, was seinen italienischen Touch erklärt.
Mit 17 verließ der kleine Al die Schule, um Schauspieler zu werden und schlug sich mit Jobs, unter anderem in der Carnegie Hall als Platzanweiser, durch. An der High School of Performing Arts flog er raus, später studierte er am legendären Actor's Studio.
„Die Leute sagen immer, dass die 70er Jahre voll mit hübschen Jungs waren – bis ich kam!“
Sein Debüt als Schauspieler vor einer Kamera war die der TV-Serie „N.Y.P.D.“ – übrigens eine der wenigen Male, in denen Al Pacino Fernseharbeit annahm. Ein Jahr später, 1969, gab er mit „Ich, Natalie“ sein Kinodebüt. 1972 verdankte er dem Regisseur Francis Ford Coppola seine weitere Filmkarriere, schließlich besetzte er Pacino in seinem Mafia Epos „Der Pate“ als Kultfigur Don Michael Corleone. Seine Darstellung gilt nicht nur als eine der besten des amerikanischen Kinos, seine Leistungen brachten dem bis dato unbekannten Schauspieler auch seine erste Golden Globe Nominierung als bester Schauspieler in einem Drama, und eine OSCAR-Nominierung als bester Nebendarsteller ein. Der Durchbruch war geschafft und Pacino ein gefeierter Leinwandstar.
Ausruhen gehörte jedoch noch nie zu den Eigenschaften des ausdrucksstarken Al Pacino. Für „Serpico“ erhielt er seine erste OSCAR-Nominierung im Fach bester Hauptdarsteller. Und auch für „Der Pate 2“ erhielt er diese Ehrung – doch wieder ging der Goldjunge an ihm vorbei. Ein weiteres Jahr später wurde Pacino erneut als bester Hauptdarsteller für den OSCAR, für „Hundstage“, nominiert. Für „… und Gerechtigkeit für alle“ gab es Ende der 70er Jahre erneut eine OSCAR-Nominierung.
In den 80er Jahren schuf Al Pacino eine weitere Kino-Kultfigur. Als Tony Montana in dem beliebten Streifen „Scarface“ begeisterte er viele, viele Kinofans – eine Nominierung für den OSCAR gab es dieses Mal jedoch nicht. Überhaupt wurde Al Pacino in den 80er Jahren nicht einmal für den wichtigsten Filmpreis der Welt nominiert, was vielleicht auch an der nicht immer sehr glücklichen Filmauswahl und den wenigen Filmprojekten gelegen haben mag.
1990 kam er neben Warren Beatty in dessen „Dick Tracy“ in die Kinos und wurde mit seiner insgesamt 6. OSCAR-Nominierung belohnt – doch dieses Mal ging der Glatzkopf an Joe Pesci für „Goodfellas“. Nach dem dritten und letzten Teil der Mafia Saga „Der Pate“ und dem sehr emotionalen „Frankie & Johnny“, in dem Pacino nach „Scarface“ erneut neben Michelle Pfeiffer glänzte, war das Jahr 1993 wohl ein Glücksjahr für den ausdrucksstarken Mimen. Gleich zweimal wurde Pacino für den OSCAR nominiert. Zum einen für seine Nebenrolle in „Glengarry Glen Ross“, zum anderen für die Hauptrolle in dem bewegenden Film „Der Duft der Frauen“. Und tatsächlich, über 20 Jahre nach seiner ersten Nominierung durfte Al Pacino endlich den OSCAR für „Der Duft der Frauen“ mit nach Hause nehmen!
Neben Al Pacino gibt es einen weiteren verehrten, wie eindrucksvollen Schauspieler, der eine ähnliche Präsenz besitzt: Robert De Niro. Bereits 1974 spielten beide in „Der Pate 2“ zusammen und Fans wünschten sich nichts mehr, als diese beiden Charakterköpfe wieder gemeinsam auf der Leinwand sehen zu dürfen. 1995 wurde ihr Wunsch erfüllt. „De Niro vs. Pacino“ hieß der Werbeslogan für „Heat“. Fans wurden nicht enttäuscht und durften einen echten Action-Thriller erleben.
Nach „Donnie Brasco“ und „Im Auftrag des Teufels“, neben Keanu Reeves spielte Pacino auch in „Insider“ neben Russell Crowe die Hauptrolle. Im Jahr 2000, mit stolzen 60 Jahren, lieferte sich der OSCAR-Preisträger ein sehenswertes Leinwandduell mit Cameron Diaz in „An jedem verdammten Sonntag“, bevor er in „S1m0ne“, einem kleinen Geheimtipp, zu sehen war.
2002 trat er gegen Robin Williams in „Insomnia – Schlaflos“ an, bevor er neben Colin Farrell in „Der Einsatz“ zu sehen war. In den folgenden Jahren wurde es ruhiger um Al Pacino. Es wurden weder „Der Kaufmann von Venedig“, „Das schnelle Geld“ oder „88 Minutes“ zu Kassenhits. 2007 kam er neben George Clooney in „Ocean’s 13“ als Fiesling in die Kinos. Nach einem Pacino-freien 2008 kehrte er Anfang 2009 in „Kurzer Prozess - Righteous Kill“, erneut neben Robert De Niro auf unsere Leinwände zurück. Für seine Leistungen in dem TV-Film "You Don't Know Jack" erhielt Al Pacino Anfang 2011 den Golden Globe als bester Schauspieler in einem TV-Film.
Al Pacino ist einer der wenigen Hollywoodstars, die nie geheiratet haben. Mit der Schauspielerin Beverly D'Angelo bekam er 2001 die Zwillinge Anton und Olivia. Aus einer früheren Beziehung hat er eine Tochter, Julie Marie.
Al Pacinos Lieblingsschauspielerin ist im Übrigen Julie Christie, die er als „Die Poesie unter Schauspielerinnen!“ bezeichnete.
Filmographie Al Pacino
- 1968: N.Y.P.D. (TV-Serie)
- 1969: Ich, Natalie
- 1971: Panik im Needle Park
- 1972: Der Pate
- 1973: Asphaltblüten
- 1973: Serpico
- 1974: Der Pate 2
- 1975: Hundstage
- 1977: Bobby Deerfield
- 1977: Der Pate - Die Saga (TV-Serie)
- 1979: ... und Gerechtigkeit für alle
- 1980: Cruising
- 1982: Daddy! Daddy! - Fünf Nervensägen und ein Vater
- 1983: Scarface
- 1985: Revolution
- 1989: Sea Of Love - Melodie des Todes
- 1990: The Local Stigmatic (auch Produzent)
- 1990: Dick Tracy
- 1990: Der Pate 3
- 1991: Frankie & Johnny
- 1992: Glengarry Glen Ross
- 1992: Der Duft der Frauen
- 1993: Carlito's Weg
- 1995: Two Bits
- 1995: Heat
- 1995: City Hall
- 1996: Looking for Richard (nur Regie, Drehbuch, Produzent)
- 1997: Donnie Brasco
- 1997: Im Auftrag des Teufels
- 1999: Insider
- 2000: An jedem verdammten Sonntag
- 2000: Chinese Coffee (auch Regie)
- 2002: S1m0ne
- 2002: Insomnia - Schlaflos
- 2002: Im inneren Kreis
- 2003: Der Einsatz
- 2003: Liebe mit Risiko
- 2003: Angels in America (TV-Mini-Serie)
- 2005: Der Kaufmann von Venedig
- 2006: Das schnelle Geld
- 2007: 88 Minutes
- 2007: Ocean's 13
- 2009: Kurzer Prozess - Righteous Kill
- 2010: The Being Frank Show (TV-Serie)
- 2010: You Don't Know Jack (TV)
- 2011: Wilde Salome (nur Regie, Drehbuch)
- 2011: The Son of No One
- 2012: Jack und Jill
- 2012: King Lear
- 2012: Gotti: In the Shadow of My Father
- 2012: Hands of Stone
- 2013: Mary Mother of Christ
- 2014: The Humbling
Filmpreise
Golden Globe Nominierungen:
1972: Bester Schauspieler - Drama: Der Pate
1974: Bester Schauspieler - Drama: Der Pate 2
1975: Bester Schauspieler - Drama: Hundstage
1977: Bester Schauspieler - Drama: Bobby Deerfield
1979: Bester Schauspieler - Drama: ...und Gerechtigkeit für Alle
1982: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Daddy! Daddy! - Fünf Nervensägen und ein Vater
1984: Bester Schauspieler - Drama: Scarface
1989: Bester Schauspieler - Drama: Sea of Love - Melodie des Todes
1990: Bester Nebendarsteller: Dick Tracy
1990: Bester Schauspieler - Drama: Der Pate 3
1992: Bester Nebendarsteller: Glengary Glen Ross
Gewonnene Golden Globes:
1973: Bester Schauspieler - Drama: Serpico
1992: Bester Schauspieler - Drama: Der Duft der Frauen
OSCAR Nominierungen:
1972: Bester Nebendarsteller: Der Pate
1973: Bester Schauspieler: Serpico
1974: Bester Schauspieler: Der Pate 2
1975: Bester Schauspieler: Hundstage
1979: Bester Hauptdarsteller: .. und Gerechtigkeit für alle
1990: Bester Nebendarsteller: Dick Tracy
1992: Bester Nebendarsteller: Glengary Glen Ross
Gewonnene OSCARs
1992: Bester Hauptdarsteller: Der Duft der Frauen



