Hans Weingartner

Biographie

Hans Weingartner © Senator Film

Geboren am 2.11.1970 in Feldkirch, Voralberg, Österreich Autor Kathrin Lang

„Die ARD zahlt 180 Millionen Euro für die Bundesliga, davon könnte man mindestens 100 Filme wie ‚Die fetten Jahre sind vorbei’ drehen.“ (Hans Weingartner)
Hans Weingartner - ein Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Kameramann, der sich durch seine Filme, die stets brisante Themen behandeln, einen guten Namen in der deutschen Filmbranche gemacht hat. Einen seiner bisher größten Erfolge feierte Weingartner 2004, als er uns „Die fetten Jahre sind vorbei“, einen kapitalismuskritischen Film über rebellische Jugendliche, die gegen soziale Ungerechtigkeit ankämpfen, in unsere Kinos brachte und dafür mit etlichen Preisen ausgezeichnet wurde. Unter anderem gewann Weingartner den Deutschen Filmpreis in Silber und den Deutschen Filmkritikerpreis. Außerdem wurde er in Cannes für die Goldene Palme nominiert, was ein absolutes Highlight darstellte, war bis dato doch seit ganzen elf Jahren kein deutscher Film mehr bei den französischen Filmfestspielen zu sehen. Ebenfalls sehr erfolgreich war jedoch bereits sein Kinodebüt, das Weingartner 2001 mit „Das weiße Rauschen“ ablieferte und das ebenfalls einige Preise gewann. „Das weiße Rauschen“ mit Daniel Brühl war Weingartners Abschlussfilm und ebnete ihm sogleich den Weg zu einer Karriere beim deutschen Film. Nach „Die fetten Jahre sind vorbei“ bescherte uns der gebürtige Österreicher im Jahr 2007 die Komödie „Free Rainer – Dein Fernseher lügt“, die die guten und schlechten Seiten des Fernsehkonsums beleuchte und in der Moritz Bleibtreu an vorderster Schauspielfront agierte. Nachdem Weingartner 2009 einen Kurzfilm dem deutschen Filmprojekt „Deutschland 09 – 13 kurze Filme zur Lage der Nation“ beisteuerte, durften wir uns 2012 auf den nächsten Spielfilm des Erfolgsregisseurs freuen. In „Die Summe meiner einzelnen Teile“ war Julia Jentsch in der weiblichen Hauptrolle zu sehen. Weingartner und Jentsch arbeiteten bereits 2004 für „Die fetten Jahre sind vorbei“ zusammen.

Eigentliche studierte Hans Weingartner in Wien Physik und Neurowissenschaften. Später arbeitete er sogar in Berlin in der Neurochirurgie und absolvierte darin sein Diplom. Parallel zu der naturwissenschaftlichen Ausbildung, begeisterte sich Weingartner zunehmend mehr für die Filmkunst. Noch während er mit dem neurowissenschaftlichen Studium beschäftigt war, ließ er sich als Kameraassistent ausbilden. Später, von 1997 bis 2000, besuchte er schließlich die Kunsthochschule für Medien in Köln.


Filmographie Hans Weingartner