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"Emergency Room" - Eine Erfolgsgeschichte
15 Staffeln, 331 Episoden, 124 Mal für den Emmy nominiert, bisweilen
über 30 Millionen Zuschauer und drei Mal erfolgreichste Serie im Fernsehen
– Die Liste der Rekorde ist bei der Krankenhaus-Serie „Emergency
Room“ ohne Zweifel unglaublich lang.
Ab 1994 revolutionierte Michael Crichton, gemeinsam mit dem TV-Sender NBC die
Serienwelt und die Art, wie Fernsehen gemacht wird. Über Jahre hinweg fieberten
wöchentlich bis zu 35 Millionen US-Amerikaner mit den Charakteren mit,
die ihren oft sehr bewegenden Dienst in der Notaufnahme des „County General
Hospital“ in Chicago taten. Dabei stach das Format in erster Linie durch
seine bis dato neue Erzählweise, die allzu menschlich dargestellten Figuren,
die Filmtechnik und vor allem durch die medizinische Genauigkeit hervor. „Emergency
Room“ war keine Serie, in die der Zuschauer aus der Realität flüchten
konnte, die Realität wurde ihm wie ein Spiegel gnadenlos vorgehalten.
Es dauerte natürlich nicht lange, bis sich diese Erfolgsgeschichte von
den USA auf die ganze Welt ausdehnte. Bald wurden die Darsteller von einfachen
Fernsehrschauspielern zu weltweit bekannten Megastars und die Serie zu einer
festen Größe der Film- und Fernsehrgeschichte.
Entstehung der Notaufnahme – Aus der Wirklichkeit ins Fernsehen…
„ER“-Schöpfer Michael Crichton war bis 1969 Medizinstudent
am Massachusetts General Hospital in Boston. Schon dort lernte Crichton die
Arbeitsweisen, Techniken, Hintergründe und Problematiken einer Notaufnahme
und des Gesundheitssystems der USA insgesamt kennen. 1970 veröffentlichte
er seine Erfahrungen in der dokumentarischen Arbeit „Fünf Patienten“
(„Five Patients“). Daraufhin folgte schon 1974 das Drehbuch zu einem
Film, der in einer Unfallstation spielen sollte und viele Elemente behandelte,
die komplett innovativ waren. Jedoch fand er mit seinem Werk in den Folgejahren
weder Zustimmung bei Produktionsfirmen noch bei Fernsehrsendern.
Wie so oft in dieser Branche, war seine Arbeit ihrer Zeit zu weit voraus. Man
schätzte das Drehbuch zwar als recht interessant ein, weigerte sich jedoch,
eine Serie mit solch einer schnellen und komplizierten Erzählweise, medizinisch
realitätsnahen Terminologie und allgemein mit solch hohem Anspruch zu produzieren.
Auf von den Sendern vorgeschlagene Kompromisse ließ sich Crichton erst
gar nicht ein, da er sein Medizindrama für besonders hielt. Genau diese
selbstbewusste Sichtweise gab ihm fast 20 Jahre später Recht. 1989 begann
sich eine Hollywood Größe für Crichtons Vision zu begeistern:
Steven Spielberg kaufte sein Drehbuch in der Absicht, daraus einen Film zu entwickeln.
Da sich aber andere Projekte, wie „Jurassic Park“, zu dem Crichton
das Drehbuch lieferte, dazwischen schoben, geriet die Notaufnahme erneut ins
Hintertreffen. Erst 1993 kam man auf das Projekt zurück und entschied sich
gegen das Kino- und für das Serienformat. Allerdings pochte Michael Crichton
weiterhin darauf, dass die Eigenheiten des Drehbuchs erhalten blieben.
Mit vereinten Kräften gelang es Michael Crichton, John Wells (Ausführender
Produzent) und Steven Spielberg dann endlich, den großen Broadcaster NBC
von dem Konzept zu überzeugen, der einen zweistündigen Pilotfilm in
Auftrag gab.
Dieser schlug am 19. September 1994 beim Publikum ein, wie selten eine Dramaserie
zuvor.
„Emergency Room“, die erfolgreichste und langlebigste Dramaserie aller Zeiten war geboren. Wir blicken noch einmal auf 15 Jahre erfolgreiche Fernseharbeit zurück.
15 Jahre, 15 Staffeln - Die längste Drama-Serie nimmt ihren Lauf…
...zur Staffelkritik der 1. Staffel
"Emergency Room" - Staffel 1
Die Notaufnahme im Chicagoer Universitätskrankenhaus County General Hospital
steht, wie jede große Notaufnahme, ständig unter Storm. Hier arbeitet
unter anderem der junge Oberarzt Marc Greene, der nicht nur beruflich, sondern
auch privat einiges durchstehen muss.
Ebenfalls in der Notaufnahme tätig sind die junge Assistenzärzte Susan
Lewis, die sich den ständigen Sticheleien des Kardiologen Dr. Kayson hilflos
ausgeliefert fühlt, außerdem der Kinderarzt und Frauenliebling Doug
Ross und der angehende Chirurg Dr. Peter Benton, der gerade den jungen Medizinstudenten
John Carter unter seine Fittiche genommen hat.
Gemeinsam erleben die jungen Ärzte schwierige und ausweglose Situationen,
berufliche und private Niederschläge, aber auch medizinische und menschliche
Erfolge, die sie daran erinnert, warum sie in der Notaufnahme arbeiten...zur
Staffelkritik
Wissenswertes:
„Emergency Room“ wurde vom Start aus ein Megaerfolg in den Vereinigten
Staaten. Die ersten 25 Folgen wurden im Schnitt von 28,9 Millionen Amerikanern
wöchentlich gesehen, was schon im ersten Jahr Platz zwei unter den erfolgreichsten
Serien bedeutete. Auch in Deutschland fasste das dramatische und bewegende Format
gut Fuß und konnte den Fernsehrsender Pro7 mit einem Staffelschnitt von
2,49 Millionen Zuschauern glücklich machen.
Diesen Erfolg konnte vor allem der bis dahin mäßig erfolgreiche George
Clooney für sich nutzen, der mit seiner Rolle als Dr. Doug Ross seinen
Weg zum ganz großen Hollywood-Star ebnete. Seine Partnerin über fünf
Staffeln war dabei vor allem Julianna Margulies als Schwester Hathaway. Doch
auch die Beziehung zwischen Mark Greene (Anthony Edwards) und Susan Lewis (Sherry
Stringfield) gestaltete sich interessant, genau wie der Umgang mit Eric la Salles
Figur Dr. Peter Benton mit seinem Studenten Dr. John Carter, der für den
Schauspieler Noah Wyle noch viele Jahre der Gipfel seiner Karriere sein sollte.
Auch ein anderer Hollywood-Star mischte sich in dieser ersten Runde unter das
Cast: William H. Macy war in einer kleinen Nebenrolle als Leiter der Notaufnahme
zu sehen.
Ein weiterer Megaerfolg zeichnete sich bei den Emmy Awards ab, als praktisch das ganze Hauptcast und etliche Gastschauspieler für den wichtigsten Fernsehrpreis der Welt nominiert waren. Schließlich gewann die Serie acht der fünfzehn nominierten Kategorien, darunter Julianna Margulies als beste Nebendarstellerin, beste Regie und bestes Drehbuch.
Von nun an schien diese berühmteste Notaufnahme der Welt nicht mehr zu
stoppen zu sein. Die Fans waren begeistert und der Konkurrenz wurde das Fürchten
gelehrt. Michael Crichton hatte einen Jahrhunderthit gelandet.
...zur
Staffelkritik der 2. Staffel
"Emergency Room" - Staffel 2
In der Notaufnahme des County General Hospital kehrt, wie gewohnt, keine Ruhe
ein. Die neue Oberärztin, Dr. Kerry Weaver, rasselt ständig mit Susan
Lewis zusammen, die verzweifelt versucht ihr "Mutterglück" und
ihren Job unter einen Hut zu bringen.
Parallel wird Kinderarzt Doug Ross heftig wegen seiner Methoden kritisiert,
Kollege und Notaufnahmen-Oberarzt Marc Greene hat privat mit seiner baldigen
Ex-Frau zu kämpfen.
Neben all diesen Problemen kämpft Peter Benton mit seinem Gewissen und
Medizinstudent John Carter entwickelt sich mehr und mehr zum Ekelpaket......zur
Staffelkritik
Wissenswertes:
Aber „Emergency Room“ hatte nicht etwa sein ganzes Pulver schon
in der ersten Season verschossen. Ganz im Gegenteil, der Siegesfeldzug ging
unaufhaltsam weiter: Mit einem unglaublichen Staffelschnitt von 32,0 Millionen
Zuschauern meldete sich „ER“ 1995 zurück, was Rang eins in
den USA bedeutete. Bisweilen schalteten sogar über 35 Millionen Menschen
für einzelne Episoden ein, wenn Doug Ross mit seinem Vater aneinander geriet
oder Carol sich in einen Rettungssanitäter verliebte.
Nie wieder sollte das Medizin-Drama so erfolgreich sein, wie in diesem Jahr.
Aber auch in Deutschland fand man weiterhin Gefallen an dieser schonungslosen
US-Serie, was sich in den leicht gestiegenen Zuschauerzahlen von 2,52 Millionen
niederschlug.
Neu dabei war Gloria Reuben als Jeanie Boulet. In Gastrollen konnten außerdem Michael Beach, Ron Rifkin und James Farentino überzeugen.
Ähnlich erfolgreich ging es dann auch wieder bei den Emmy und Golden Globes zu, bei denen wieder vor allem die Schauspieler viele Nominierungen absahnten. Letztendlich konnte sich „ER“ nur über den Emmy-Gewinn für die beste Drama Serie freuen.
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Staffelkritik der 3. Staffel
"Emergency Room" - Staffel 3
Die Notaufnahme geht in ein neues Jahr.
Während alle Ärzte und Schwestern mit dem Leben ganz unterschiedlicher
Patienten kämpfen, wird es vor allem hinter den Kulissen ernst: Dr. Susan
Lewis stehen erhebliche private Veränderungen ins Haus mit denen vor allem
Dr. Marc Greene so seine Probleme haben wird.
Nebenbei macht Dr. Benton schwere Fehler im Umgang mit seinem AIPler Dr. Gent.
Und Carter? Der zweifelt mal wieder an seiner Entscheidung, Chirurg werden zu
wollen.
Fest steht: Auch in diesem Jahr wird es sicher niemandem langweilig werden...
...zur Staffelkritik
Wissenswertes:
Nicht weniger erfolgreich ging es 1996 mit 30,7 Millionen Zusehern und erneutem
Platz eins in der Branche weiter. Doch nicht nur das machte “ER“
rekordverdächtig. In den ersten vier Staffeln betrug der Preis für
eine Episode 1,5 bis 1,8 Millionen Dollar, was „Emergency Room“
zu einer der teuersten Serien der damaligen Zeit machte.
Auf Pro7 konnte sich das Format entgegen dem US Trend erneut leicht steigern
und erreichte einen Staffelschnitt von 2,64 Millionen.
Auch bei den Emmys waren Dr. Greene und seine Ärzte weiterhin das Maß aller Dinge: unglaubliche 18 Nominierungen bedeuteten am Ende drei Gewinne in Nebenkategorien. Schon hier zeichnete sich das Problem der Serie ab, zwar oft nominiert zu werden, aber kaum etwas zu gewinnen. Schlussendlich kamen in 15 Jahren auf 124 Nominierungen „nur“ 24 Prämierungen. Doch angesichts der Quoten, konnten sowohl Sender als auch Darsteller gut damit leben.
In der dritten Staffel mussten sich die Zuschauer dann in einer packenden wie romantisch tragischen Folge von Sherry Stringfield alias Dr. Susan Lewis verabschieden, die ihrer Schwester in den Süden der USA folgte und damit für lange Zeit aus der Notaufnahme in Chicago verschwand. Zurück blieb ein frustrierter Mark Greene, der im selben Jahr Kerry Weaver, gespielt von Laura Innes, als Chefärztin in das „County General Hospital“ holte. Sie sollte für viele Staffeln eine Art Hass-Figur, bisweilen aber auch unverstandene Persönlichkeit, darstellen.
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Staffelkritik der 4. Staffel
"Emergency Room" - Staffel 4
Der Notaufnahme des County General Hospital stehen schwierige Zeiten bevor.
Nicht nur Dr. Greene muss besonders harte Schläge einstecken, sondern auch
die Leitung der Station. Dr. Morgenstern fällt wegen eines Herzinfarktes
aus. Die neue Chefin heißt: Kerry Weaver. Prost, Mahlzeit. Die Schwestern
und Ärzte sind nicht einmal ansatzweise so froh über diese personelle
Veränderung, wie sich Carrie das wünschen würde.
Parallel stößt mit Dr. Corday eine britische Chirurgin zum Ärzteteam,
das im kommenden Jahr unter dem zynischen, wie schwierigen Dr. Romano arbeiten
soll. Ein Kraftakt, wie sich herausstellen wird. Nicht minder schwer wird es
für Jeanie. Der ambitionierten Arzthelferin steht eine emotional harte
Zeit bevor…...zur
Staffelkritik
Wissenswertes:
1997 ging es mit dem Krankenhaus-Drama weiter. 30,0 Millionen Zuschauer im Schnitt
bedeuteten Rang zwei und gute Werte für NBC. Auch in Deutschland durfte
man sich über stabile 2,42 Millionen auf dem 20:15 Uhr Sendeplatz am Mittwoch
freuen.
Doch langsam begannen auch die anderen Networks, CBS, ABC und FOX Interesse an dem Kassenschlager zu zeigen. So musste NBC mit Warner Bros. einen Dreijahresvertrag für die folgenden Staffeln 5, 6 und 7 abschließen, der einen Episodenpreis von bis zu 13 Millionen Dollar bedeutete. Von nun an war „Emergency Room“ die teuerste Fernsehrserie in der Geschichte.
Castveränderungen ergaben sich außerdem erneut durch Maria Bello,
die als Dr. Del Amico vor allem Carter den Kopf verdrehte. Aus dem Vereinigten
Königreich gesellte sich die neue Dr. Corday, gespielt von Alex Kingston,
in das Cast. Besonders schlecht war diese auf den ebenfalls neuen und absolut
fiesen Chirurgen Dr. Romano zu sprechen. Die Corday-Romano Wortgefechte blieben
einmalig in „ER“ und sorgten für Humor der ganz speziellen
Art.
In fantastischen Gastrollen waren Hollywood-Star Kirsten Dunst, Jorja Fox und
der spätere „Dr. House“-Star Omar Epps zu sehen.
Und wieder gab es bei den Golden Globes und Emmy Awards zahlreiche Nominierungen für „Emergency Room“. Wieder aber gingen lediglich zwei Emmys in Nebenkategorien an das Erfolgs-Drama. Freuen durfte man sich aber über den längst überfällig gewordenen Golden Globe für Hauptdarsteller und Publikumsliebling Anthony Edwards als Dr. Mark Greene.
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Staffelkritik der 5. Staffel
"Emergency Room" - Staffel 5
Es wird kein bisschen leise in der Notaufnahme des County General Hospital.
Und auch hinter den Kulissen ist immer etwas los: Carol und Doug beispielsweise
feilen gemeinsam an ihrer Zukunft, Carter hat mal wieder eine neue Freundin
und Elizabeth Corday und Peter Benton haben ebenfalls was miteinander.
Beruflich ist der Neuzugang Lucy Knight zu verzeichnen. Die Medizinstudentin
bekommt Carter zugeteilt – er soll sie unter seine Fittiche nehmen, was
mehr schlecht, als recht gelingt, denn Lucy ist kein einfacher Fall –
medizinisch zwar kompetent, menschlich jedoch etwas nervig.
Derweil hat auch Doug Ross als neuer Kinderoberarzt seinen Dienst angetreten.
Doch Ross wäre nicht Ross, würde er nicht schnellstens alles in seiner
Macht stehende tun, um seinen gerade erst hart umkämpften Posten schnellstmöglich
wieder zu verlieren…...zur
Staffelkritik
Wissenswertes:
Im fünften Jahr ging es mit der etwas unsicheren Medizinstudentin Lucy
Knight, verkörpert von Kellie Martin, weiter.
Die Quoten gingen für NBC zwar auf 25,4 Millionen Zuschauer zurück,
gleichermaßen reichte es jedoch noch einmal für Rang eins unter den
US-TV-Serien. Mit 2,17 Millionen Deutschen gab es aber auch auf Pro7 einen leichten
Abwärtstrend, der allerdings noch kein Grund zur Sorge war.
Der mittlerweile groß raus gekommene George Clooney beendete in diesem Jahr schließlich seine Arbeiten am Set von „ER“.
Genau so unglücklich lief es in diesem Jahr auch bei den Awards. Wenige Nominierungen und unwichtige Gewinne ließen das „ER“ Team etwas enttäuscht zurück.
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Staffelkritik der 6. Staffel
"Emergency Room" - Staffel 6
Es geht turbulent weiter: Lucy und Carter haben weiterhin zwischenmenschliche
Probleme, die vor allem Carter in den Griff bekommen muss. Ist er zu streng
mit seiner Studentin? Bevor er seine Fehler einsehen kann, kommt es zu einem
dramatischen und alles entscheidenden Überfall.
Parallel haben Dr. Corday und Marc Greene mit ihren Eltern zu tun. Weil Marcs
Mutter verstorben ist, holt Marc seinen Vater nach Chicago. Doch auch Mr. Greene
geht es nicht gut – er scheint Beschwerden in der Lunge zu haben. Gleichzeitig
ist auch Cordays Mutter in der Stadt – auch sie ist etwas anstrengend.
Dr. Romano, neuer Chefarzt der Notaufnahme beginnt langsam Freude an seiner
Arbeit zu finden und schikaniert die Station, wo er nur kann. Selbst Kerry Weaver
scheint vor ihm nicht sicher.
Und dann ist da noch die Sache mit dem Arzt mit Drogenproblemen… ...zur
Staffelkritik
Wissenswertes:
Mit 24,9 Millionen Zuschauern blieb „Emergency Room“ auch 1999 auf
Kurs, aber belegte zum ersten Mal keinen Treppchenplatz: Mit Rang 4 musste sich
Staffel sechs schlussendlich begnügen.
In Deutschland freute man sich aber weiterhin über einen Schnitt von 2,62
Millionen Zuschauern.
Doch vor allem das Castkarussell drehte sich in Staffel 6 unaufhaltsam:
Dr. Ross und Carol Hatayway fanden zusammen, sodass auch Julianna Margulies,
die im selben Jahr noch einen Golden Globe für ihre Leistungen erhielt,
mit einem für die Zuschauer erfreulichen Happy End ihren Hut nahm. Margulies
wurden für eine Vertragsverlängerung 27 Millionen Dollar angeboten,
was sie allerdings ablehnte, um sich neuen Projekten widmen zu können.
So verlor die Serie nach Clooney einen weiteren wichtigen Dreh- und Angelpunkt.
Ohne Happy End hingegen beendete Kellie Martin ihr Engagement mit „ER“
nach nur zwei Staffeln. In einer der wohl besten Episoden der Serie, „Die
Tat eines Wahnsinnigen“ (Emmy für den besten Schnitt), erlitt ihre
Figur, Lucy Knight, auf unglaublich tragische Art und Weise den Charaktertod.
Es wird vermutet, dass Martin die Arbeit an einem Krankenhaus Set zu sehr belastete,
da ihre Schwester 1998 an Lupos verstorben war. Offiziell wollte sich Martin
ihrem Studium in Yale widmen.
Aber nicht nur Abgänge gab es. Im gleichen Jahr begannen der Kroate Goran
Višnjic, Erik Palladino und Ming-Na ihren Dienst in der Notaufnahme. Außerdem
war Staffel sechs auch der Beginn von Abby Lockhart, gespielt von Maura Tierney,
die noch bis zum Ende der Serie im Cast bleiben und eine wichtige Rolle spielen
sollte.
In mehreren Episoden war ebenfalls auch noch der grandiose Alan Alda zu sehen,
für den es dafür eine Emmy-Nominierung gab.
Mit 13 gleichzeitig agierenden Hauptdarstellern nahmen die Episoden 125-127 die Spitzenposition in dieser Hinsicht ein.
Im gleichen Jahr kam der offizielle Ableger „Third Watch – Einsatz am Limit“ (1999-2005) heraus, der von den „ER“-Machern John Wells und Christopher Chulack produziert wurde.
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Staffelkritik der 7. Staffel
"Emergency Room" - Staffel 7
Im neuen Jahr in der altbekannten und beliebten Notaufnahme des County General
Hospital in Chicago ist alles beim chaotisch Alten: Nachdem Carter seine Therapie
erfolgreich abgeschlossen hat, bekommt er von Dr. Greene und Dr. Weaver harte
Auflagen und muss mit den schweren Einschränkungen erst einmal klarkommen.
Zeitgleich verliebt sich Weaver in eine Frau und kann die Tatsache, dass sie
sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlt, nur schwer akzeptieren.
Abby hat hingegen mir ihrer manisch-depressiven Mutter zu kämpfen und muss
schwierige Entscheidungen treffen.
Dr. Greene und Dr. Corday erwarten ihr Baby und müssen gemeinsam durch
harte Zeiten: Bei Greene ist ein offenbar inoperabler Hirntumor festgestellt
worden... ...zur
Staffelkritik
Wissenswertes:
Kein verflixtes siebtes Jahr erlitt „Emergency Room“ zur Jahrtausendwende.
Mit stabilen 22,4 Millionen meldete sich „ER“ mit Position zwei
wieder auf dem Treppchen der erfolgreichsten US-Serien des Jahres zurück.
Auch in Deutschland war das Interesse ungebrochen: 2,33 Millionen Bundesbürger
verfolgten die Charaktere auf ihrem Weg durch den stressigen und aufreibenden
Alltag der US-Notaufnahme.
Darstellertechnisch blieb es in Season sieben bei „ER“ alles beim
Alten. Sally Field wurde für ihre Gastauftritte als psychisch kranke Mutter
von Abby mit einem Emmy geehrt und auch James Cromwell, der einen todkranken
Bischof spielte, konnte eine Emmy-Nominierung ernten.
In wiederkehrenden Rollen waren außerdem noch Michael Gross und „Lost“-Star
Elizabeth Mitchell zu sehen.
...zur
Staffelkritik der 8. Staffel
"Emergency Room" - Staffel 8
Dramatisches ereignet sich in der Notaufnahme des County General Hospitals.
Dr. Greenes Tumor ist zurück. Und dieses Mal gibt es wenig Hoffnung auf
Genesung.
Parallel ereignen sich personell einige Veränderungen: Dr. Benton scheint
nach einem tragischen Unfall seinen Sohn zu verlieren, "Dr. Dave"
verscherzt es sich endgültig mit Dr. Weaver und Dr. Finch tritt einen neuen
Job außerhalb von Chicago an.
Neben all diesen Geschehnissen kommen sich Abby und Carter endlich näher...
...zur Staffelkritik
Wissenswertes:
Die achte und letzte Staffel für Anthony Edwards hatte es zweifellos in
sich. In Episode 178 „Der Strand“ erliegt Mark Greene schließlich
auf tragische Weise seiner Krebserkrankung, wovon der Zuschauer bereits in Episode
177 „Der Brief“ erfährt. Edwards bekam dabei Rekordgagen von
bis zu 397.000 US-Dollar pro Episode, was ihn zwischenzeitlich zum best bezahlten
Schauspieler in Hollywood machte.
Davor verließ auch das Pärchen Dr. Finch/ Dr. Benton die Notaufnahme,
womit mit Eric la Salle ebenfalls einer Schauspieler der Anfangsjahre ging.
Auch Erik Palladino verließ die Serie.
Schlussendlich klaffte eine riesige Lücke im Cast von „Emergency
Room“, die im Laufe der Staffel durch die zurückkehrende Sherry Stringfield
(Dr. Susan Lewis) und den Praktikanten Sharif Atkins (Dr. Michael Gellant) versucht
wurde zu füllen.
Für den späteren „Battlestar Galactica“-Star Mary McDonnels
und ihre Darstellung als John Carters Mutter gab es eine Emmy-Nominierung.
Diese Achterbahnfahrt der Gefühle in Staffel acht und den tragischen Tod von Mark Greene verfolgten im Schnitt 22,1 Millionen Amerikaner auf NBC (Platz drei unter den US-Serien) und 2,35 Deutsche auf Pro7.
...zur
Staffelkritik der 9. Staffel
"Emergency Room" - Staffel 9
Wir sind wieder in der Notaufnahme des County General Hospitals.
Noch immer steht das gesamte Krankenhaus unter Quarantäne, als Dr. Robert
Romano einen schweren Unfall hat und seinen Arm verliert - was ihn in den kommenden
Wochen und Monaten nur noch unausstehlicher machen wird...
Parallel wird es sowohl mit Dr. Chen und Dr. Pratt, als auch mit Carter und
Abby ernst. Dr. Weaver muss sich ernsthaft mit dem schmutzigen Geschäft
der Politik auseinandersetzen und Dr. Kovac macht schwere medizinische Fehler......zur
Staffelkritik
Wissenswertes:
Mit Anthony Edwards war ein tragender Aspekt der Serie gegangen und fehlte nun
erstmal in Cast von „ER“. Nun war es an Noah Wyle, den man seit
Beginn der Serie als Dr. John Carter verfolgte, die Oberarztstelle mit neuem
Leben zu füllen. Auch wenn sich Wyle, der in den Folgejahren bis zu 400.000
Dollar an einer Episode verdiente, dabei große Mühe gab, konnte der
sympathische John Carter niemals an den Vater der Notaufnahme Mark Greene heranreichen.
Hier wurde zwar ein Publikumsliebling durch einen anderen ersetzt, jedoch kannten
die Zuschauerquoten von nun an nur noch den Weg bergab.
Doch erstmal konnte man sich bei NBC noch stabil bei 20,0 Millionen Zusehern
halten. Auch in Deutschland fielen die Werte auf ein Rekordtief von nur 1,75
Millionen. Ebenfalls mit den Preisen ging es weiter zurück: 2002 gab es
nur drei Emmy-Nominierungen (u.a. für Sally Field als beste Gastdarstellerin)
und eine Prämierung, bei den Golden Globes ging „ER“ dieses
Mal ganz leer aus.
Die einstige Spitzenposition in der Serienbranche ging mit Staffel neun und
dem nur siebten Platz unter den erfolgreichsten Serien endgültig verloren
- Die Vormachtstellung von „Emergency Room“ war beendet.
Dies tat der immer noch sehr beliebten Serie, deren Episoden in den Staffeln
8, 9 und 10 jeweils zwischen acht und neun Millionen Dollar kosteten, jedoch
keinen Abbruch.
Neu hinzu kam Mekhi Phifer als Dr. Gregory Pratt, während sich das Cast ansonsten ausgeglichen hielt.
...zur
Staffelkritik der 10. Staffel
"Emergency Room" - Staffel 10
Es wird kein bisschen leise in der Notaufnahme. Dr. Carter findet in Afrika
seine Zukunft, während die Daheimgebliebenen kräftig schuften: Dr.
Weaver findet endlich ihr privates Glück, Dr. Romano hat einen schrecklichen
Unfall und Dr. Corday denkt, nach dem Tod ihres Mannes, endlich wieder an Verabredungen.
Auch Dr. Lewis hat es privat voll erwischt - sie hat sich in ihren Ex-Mann verliebt.
Parallel zu all diesen Ereignissen funkt es zwischen der neuen Schwester Sam
Taggart und Dr. Kovac......zur
Staffelkritik
Wissenswertes:
Gegenüber dem Vorjahr hielt sich „Emergency Room“ 2003 mit
19,5 Millionen Fans und Rang acht weiterhin konstant im Geschäft der Großen.
In Deutschland interessierten sich noch 2,30 Millionen Bundesbürger für
den Auftakt des letzten Drittels und den damit zusammenhängenden Castumschwung
hin zu einer jüngeren Ärztegeneration.
So kommen die junge Inderin Neela Rasgotra, gespielt von Parminder Nagra, und
die Krankenschwester Samantha Taggart, gespielt von Linda Cardellini, neu in
die Notaufnahme hinzu. Sharif Atkins darf nach nur zwei Staffeln gehen, und
der geniale Dr. Romano erleidet den Charaktertod, was folglich Paul McCrane
aus der Serie ausschließt.
Zum ersten Mal in der Geschichte gewann „ER“ keinen Emmy, sondern wurde lediglich für vier, darunter beste Regie und bester Gastschauspieler (Bob Newhart), nominiert. Außerdem in Gastrollen: Mary McCormack, „Lost“-Star Daniel Dae Kim und in wiederkehrender Funktion Thandie Newton.
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Staffelkritik der 11. Staffel
"Emergency Room" - Staffel 11
Viel Neues in der Notaufnahme: Dr. Kovac und Sam wollen zusammenziehen, was
schon bald erhebliche Probleme mit sich bringt, Neela traut sich plötzlich
den Arztjob nicht mehr zu und will, nachdem sie endlich das Examen mit Bravour
geschafft hat, ihre Laufbahn beenden. Susan Lewis wird die neue Chefärztin
der Notaufnahme und hat bald mit Verwaltungsaufgaben und Kerry Weaver zu kämpfen,
und Carter erholt sich nur langsam von seinem schweren Verlust…...zur
Staffelkritik
Wissenswertes:
Der große Quotenabsturz um gut vier Millionen folgte dann mit Staffel
11 und dem 16. Platz im Serienvergleich. Nur 15,4 Millionen Amerikaner verfolgten
die einst so erfolgreiche Serie noch. Auch Pro7 hatte mit Verlusten bei 1,81
Millionen Zuschauern zu kämpfen.
Angesichts der langen Laufzeit allerdings, die diese Serie nun schon hinter
sich hatte, waren die Quoten aber immer noch ziemlich beeindruckend und in der
Relation sogar sehr gut.
Die noch übrig gebliebenen Fans durften in Staffel 11 Shane West als Dr.
Ray Barnett in der Notaufnahme begrüßen, während Ming-Na und
Alex Kingston aus der Serie geschrieben wurden.
Auch Superstar Noah Wyle, der inzwischen einer der best bezahlten Schauspieler
in den USA war, verließ unter Trauer der vielen Fans die Serie, kehrte
jedoch noch bei mehreren Gelegenheiten zu den Wurzeln seiner Arztkarriere, dem
„County General Hospital“, zurück.
Als Gaststars waren unter anderem Sara Gilbert und Hollywood-Größe
Danny Glover zu sehen.
...zur
Staffelkritik der 12. Staffel
"Emergency Room" - Staffel 12
Es geht hoch her in der Notaufnahme: Während Neela privat ihr Glück
mit ihrem Michael gefunden zu haben scheint, ist auch Abby mit Luka endlich
zufrieden - die beiden bekommen sogar ein Baby.
Weil Susan Lewis die Notaufnahme verließ, stellt Personalchefin Kerry
Weaver den zwielichtigen und dubiosen Victor Clemente ein - ob das wohl gut
geht?
Und auch Dr. Pratt muss neue Erfahrungen sammeln, er wird von Dr. Kovac wegen
eines Vergehens kurzerhand nach Darfur zu Carter geschickt......zur
Staffelkritik
Wissenswertes:
Der zukünftige Oberarzt Dr. Archie Morris (Scott Grimes) macht den Generationenwechsel
in der berühmtesten Notaufnahme der Welt schließlich perfekt.
Ein Generationenwechsel bei den Zuschauern gelang „ER“ aber auch 2005 nicht. Mit Rang 30 und 12,2 Zuschauern musste sich die Medizin-Serie, die in dieser Zeit immer mehr zu einer Seifenoper verkam, gefallen lassen. In Deutschland waren es 1,65.
Die Folge war lediglich zwei Emmy-Nominierungen, davon eine für James
Woods in einer Gastrolle.
Auch Noah Wyle war noch einmal zu sehen, bevor er für die nächsten
zwei Staffeln aus der Serie verschwand.
...zur
Staffelkritik der 13. Staffel
"Emergency Room" - Staffel 13
Nach einem echten Gefühlschaos kommen Dr. Kovac und Abby sich endlich wieder
näher und erwarten sogar Nachwuchs. Gleichzeitig muss Dr. Pratt mit Homosexualität
in seinem Umfeld klarkommen, und Neela ist der Spielball zwischen Dr. Gates
und Dr. Barnett. Für wen wird sie sich entscheiden?
Nach vielen, vielen Jahren beschließt Kerry Weaver "ihre" Notaufnahme
zu verlassen und neue Wege zu gehen... ...zur
Staffelkritik
Wissenswertes:
Mit der Episode „Momentaufnahmen“ erreichte Emergency Room“
mit 9,7 Millionen Zuschauern einen neuen Negativrekord, der in der selbigen
und den darauf folgenden Staffeln weiter unterboten wurde.
11,5 Millionen und Rang 31 bedeutete jedoch einen relativ stabilen Wert gegenüber
dem Vorjahr. Auch in Deutschland hielt sich „ER“ in seinen letzten
Jahren wacker und gab mit einem Rating von 1,64 Millionen nur 100.000 Zuschauer
ab.
Mit Forest Whitaker, der eine Emmy-Nominerung bekam, Busy Philipps und Stanley Tucci gab es auch 2006 hochkarätige Gastauftritte.
Aus dem Hauptcast verabschiedete sich die langjährige Darstellerin Laura
Innes, sowie der erst vor zwei Staffeln hinzugekommen Shane West.
Er wurde durch John Stamos, der den Dr. Tony Gates spielte, ersetzt.
...zur
Staffelkritik der 14. Staffel
"Emergency Room" - Staffel 14
Personalprobleme sind nichts Neues in der Notaufnahme des County General Hospitals
in Chicago. Dr. Pratt will unbedingt neuer Chef der Notaufnahme werden und sägt
deshalb am Stuhl des „Neuen“, Dr. Moretti. Der hat unterdessen mit
seinem Team ganz schön zu kämpfen.
Weil Luca gerade in Kroatien ist, um seinem Vater zu helfen, schleppt sich Abby
durch ihr Leben. Mit dem gemeinsam Sohn Joe und dem Fulltimejob ist alles schwieriger
geworden. Da scheint ein Griff zur Flasche, um in altes Fahrwasser zu geraten,
geradezu spielend einfach.
Unterdessen schlägt sich Neela mit ihrem neuen Studenten herum und Morris
macht mehr als nur traumatische Erfahrungen während einer Geiselnahme…...zur
Staffelkritik
Wissenswertes:
Ursprünglich war Season 14 von NBC und den Produzenten der Serie als die
letzte der Serie geplant. Doch da es 2007/2008 zu Chaos auf Grund der Drehbuchautorenstreiks
kam und die Staffel nur 19 statt 22 Episoden beinhaltete, entschied man sich
im Hause NBC doch für eine Verlängerung um eine 15. Staffel, die dann
aber endgültig ein Serienfinale beinhalten sollte.
Derweil kam Staffel 14, in der jede Episode noch ungefähr fünf Millionen Dollar kostete, auf recht magere 9,4 Millionen Zuschauer und platzierte sich auf dem schlechten 54. Rang. Auch in Deutschland erreichte „Emergency Room“ Tiefstwerte. Nur noch 1,03 Millionen Bundesbürger konnten sich für Abby Lockhart und ihr Ärzteteam begeistern.
Castveränderungen sowie Preise ergaben sich im 14. Jahr nicht.
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Staffelkritik der 15. Staffel
"Emergency Room" - Staffel 15
Dem Chicagoer Universitätskrankenhaus County General Hospital stehen große,
personelle Veränderungen bevor. Nach zehn Jahren verlässt Dr. Abby
Lockhart ihre Station und zieht mit Luka und dem gemeinsamen Sohn in ein neues
Leben. Dr. Pratt stirbt nach einer Explosion in den Händen seiner Kollegen
und lässt eine fassungslose Notaufnahme zurück. Auch die Chirurgin
Dr. Neela Rasgotra, die ihren Kollegen Dr. Simon Brenner den Kopf verdreht hat,
denkt über einen Ortswechsel nach.
Unterdessen managet Dr. Archie Morris seine Notaufnahme nun gemeinsam mit der
neuen Chefin, der toughen und widerspenstigen Dr. Cate Banfield, die schwere,
persönliche Probleme zu bewältigen hat......zur
Staffelkritik
Wissenswertes:
„Emergency Room“ war eine der längsten und erfolgreichsten
Serien der Fernsehgeschichte. Nun galt es für die Produzenten und Drehbuchautoren
diese 15 Jahre gebührend zu würdigen – Und dies tat man auch
in einer Weise, wie es sie zuvor noch nie gab.
In Staffel 15 holte man noch mal das gesamte Cast in den verschiedensten Episoden zusammen. Egal ob Anthony Edwards, Paul McCraine, Sherry Stringfiled, Eric la Salle, Alex Kingston, Julianna Margulies oder Megastar George Clooney. “Emergency Room” rief zum großen Finale und sie alle kamen.
Zum Schluss hinzu kamen noch Angela Bassett, als neue Leiterin der Notaufnahme,
und Frauenschwarm David Lyons. Zuvor erlitt Mekhi Phifers Figur den Charaktertod
und Maura Tierney verließ mit Goran Višnjic ebenfalls das Set.
Für das letzte Drittel kam sogar noch einmal Noah Wyle zurück in die
Notaufnahme, wo er bis zum Ende hin noch Dienst tat. Außerdem war Hollywood-Legende
Susan Sarandon in einer Episode neben George Clooney und Julianna Margulies
in einer Gastrolle zu sehen.
Doch kurz nach Start der letzten Staffel verstarb die Person, die „ER“ erst möglich machte. Michael Crichton starb am 4. November 2008 im Alter von 66 Jahren an einem Krebsleiden.
Am 2. April 2009, nach einer beeindruckenden Staffel, war es dann schließlich so weit: Das zweistündige Serienfinale „And in the End…“, dem eine einstündige Dokumentation über die Serie voraus ging, wurde um 21 Uhr auf NBC ausgestrahlt und beendete damit mit 16 Millionen Zuschauern und einem Staffelschnitt von 9,1 Millionen eine 15 Jahre lange Ära, die mit einer unvergleichlichen Staffel zu Ende ging.
NBC dachte auf Grund der guten Quoten noch über eine 16. Staffel nach. Die Produzenten wollten die Serie jedoch beenden, solange sie noch akzeptable Quoten vorweisen konnte.
Hinter den Kulissen einer Notaufnahme
Medizin und Realität
„Emergency Room“ war immer für seinen medizinischen Realismus
bekannt. Viele medizinische Fälle beruhten auf tatsächlichen Ereignissen,
die dem Autorenteam rund um „Emergency Room“ aus allen Teilen des
Landes von Ärzten und Schwestern zugesendet wurden. Außerdem verfügten
viele der Drehbuchautoren selbst über medizinische Erfahrungen, Ausbildungen
oder sind selbst Ärzte.
Die Fälle wurden von Produktionsteams über einen Zeitraum von meist
mehreren Wochen erstellt und immer wieder kontrolliert, um die Korrektheit der
medizinischen Handlungen zu gewährleisten - worauf Michael Crichton immer
besonderen Wert legte.
Früh einigte man sich auch darauf, dem Zuschauer den Fachjargon nicht weiter
zu vermitteln, um dem Zuschauer zu generieren, sich in einem echten Krankenhaus
zu befinden. Oft auch wurden echte Krankenschwestern engagiert, um in den schnellen
Notfallszenen immer professionell und realitätsnah zu wirken.
Kamera und Kulissen
Das Set der Notaufnahme, das in Los Angeles steht, wurde wie in der Wirklichkeit
mit kahlen Wänden und Decken gebaut, um dem Zuschauer das Gefühl von
Enge und Bedrücktheit zu vermitteln und möglichst authentisch zu wirken.
Aufgrund der geringen Bewegungsfreiheit waren lange Kamerafahrten nur bedingt
möglich. Vor allem wurde mit Handkameras bzw. Schwebestativen gedreht.
Für die Kameraarbeit in „ER“ gab es deshalb mehrere Auszeichnungen.
Die Außenaufnahmen entstanden tatsächlich in Chicago. Drehorte waren
zum Beispiel Terrassen, Hochbahnen, Bahnhöfe, das Krankenhausdach oder
das Hilton Hotel.
Stab
Erfunden und erschaffen wurde „Emergency Room“ von Michael Crichton.
Von Steven Spielberg erhielt er dazu wichtige Unterstützung. Maßgeblich
am Entstehen von „ER“ war auch Produzent John Wells beteiligt.
Außerdem bedeutende Drehbuchautoren und Produzenten waren: Christopher
Chulack, Paul Manning, N Lydia Woodward, Joe Sachs,Carol Flint, Neal Baer, Jack
Orman, R. Scott Gemmill, Dee Johnson, David Zabel, Lisa Zwerling und Janine
Sherman.
Ebenfalls führten viele Hauptdarsteller der Serie im Laufe der Jahre Regie,
wie zum Beispiel: Laura Innes, Anthony Edwards, Paul McCrane und Eriq La Salle,
sowie Hollywood-Größe Quentin Tarantino.
DVD-Verfügbarkeit
Ab Februar 2004 wurden in mehrmonatigem Abstand von Warner Bros. die ersten
14 Staffeln in Deutsch auf DVD veröffentlicht. Die letzte 15. Staffel war
ab dem 12. Februar 2010 in Deutschland erhältlich.
Jedes Set ist eine „Slim-Edition“ und beinhaltet drei beidseitig
bespielte DVDs.
Die ersten drei der insgesamt sechs Staffeln des Ablegers „Third Watch“ sind im englischen Original auf DVD erhältlich. In Deutschland wurde bisher nur Staffel eins veröffentlicht.
Die Ära Emergency Room
„Emergency Room“: Eine Serie mit vielen Gesichtern. Dramatisch
konnte die Krankenhaus-Serie genau so gut, wie lustig, bizarr, charmant, actionreich
und gefühlvoll sein. Dabei lernten wir die Höhen und Abgründe
der Charaktere und des Menschen allgemein kennen und begleiteten die Figuren
auf ihrem schweren und nur allzu realistischen Weg durch das Leben.
Dabei äußerte „ER“ auch durchaus laut Kritik am US-Gesundheitssystem
und an den Zuständen, die in Krankenhäusern herrschen.
„ER“ ist ein TV-Juwel, vielleicht sogar DAS TV-Juwel. Nirgendwo
sonst hatte eine Serie wohl so viele Facetten, konnte den Zuschauer so in seinen
Bann ziehen und Menschen so menschlich machen. „Emergency Room“
war ohne Zweifel revolutionär: Die medizinische Genauigkeit, die komplexen
Handlungsstrukturen, die tiefgründigen Charaktere, die Schnelligkeit des
Erzählstils, die Kameraarbeit – all dies machte die Notaufnahme zu
recht zu einer der größten TV-Shows unserer Zeit.
Nach 15 Jahren fand man schließlich ein überaus würdiges Ende,
das sicher nicht zu früh kam, für eine Ära, die die Fernsehrwelt
verändert und ganz neue Maßstäbe gesetzt hatte.
Es wird wohl nie wieder eine Serie geben, die an „Emergency Room“
heranreicht, da diese in ihrer Vielschichtigkeit, Menschlichkeit und ihrem Realismus
einzigartig bleibt.
„Emergency Room“ bot uns 15 Jahre lang anspruchvolle Unterhaltung
und eroberte die Herzen von Millionen Fans, was letztendlich auch das Wichtigste
bleibt.
Zum Ende bleibt nur der letzte Satz aus dem Serienfinale zu zitieren: „Dr.
Greene… you coming?“
Sascha Koch & Thomas Ays
Moviesection.de