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Regie
Baltasar Kormákur
Drehbuch
Aaron Guzikowski
Produzenten
Tim Bevan, Eric Fellner, Baltasar Kormákur, Stephen Levinson, Mark Wahlberg
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 109 min Land USA, Großbritannien, Frankreich, 2012 Kinostart 15.03.2012 Verleih Universal Pictures Germany |
Chris Farraday hat sein Leben im Griff. Das war nicht immer so. Früher als Schmuggler unterwegs, erzählt man sich noch heute in den richtigen Kreisen, welch legendäre Aktionen der mittlerweile glücklich Verheiratete und Vater zweier Jungs durchgezogen hat. Doch damit ist Chris nun durch - endgültig. Dummerweise hat seine schöne Frau Kate einen richtig dummen Bruder, der gerade fast beim Schmuggeln von Koks erwischt worden wäre. Er hat es aber geschafft, die Drogen los zu werden und hat sie ins Meer geworfen. Dadurch sind die Drogenbosse dahinter natürlich nicht sonderlich erfreut und wollen von ihm die Kohle wieder. Chris nimmt sich der Sache an - vor allem um seine Familie zu schützen...
Mark Wahlberg, Kate Beckinsale, Ben Foster, Giovanni Ribisi, J.K. Simmons, Lukas Haas, Diego Luna, Caleb Landry Jones, Monica Acosta, Robert Wahlberg, Jaqueline Fleming, Michael Beasley, Emily D. Haley, Kirk Bovill, Deneen Tyler, Nedal Yousef, Jay Amor, Douglas M. Griffin, Jack Landry, J. Omar Castro
Die Story liest sich, als wären wir wieder in den guten alten 80er Jahren angekommen. Männer, die in diversen (kriminellen) Dingen richtig gut waren, werden durch widrige Umstände dazu gezwungen, sich erneut dem Verbrechen anzunehmen - natürlich nur um die eigene Familie zu schützen - wie edel! Auch in "Contraband", der auf dem isländischen Film "Reykjavík Rotterdam" basiert, ist das genau so. Und es ist sogar noch etwas schlimmer. Es ist sowohl dem Drehbuchautoren Aaron Guzikowski, der mit dieser Adaption sein Debüt gibt, als auch dem Regisseur Baltasar Kormákur vollkommen egal, wie sie ihren Film zu Ende bringen. Durch diesen inkonsequenten und vollkommen unrealistischen Schluss wird der ganze Film auf eine Wertung gedrückt, die er eigentlich nicht verdient hätte. Kormákur schafft es nämlich die gesamte Lauflänge über, richtig viel Spannung zu erzeugen und seinen Zuschauer zu packen und nicht wieder loszulassen. Atemlos geht es von Szene zu Szene, von abgefahrener Schmuggel-Idee hin zum nächsten Problem, das es zu lösen gilt. Diese Spannungsmomente sind unglaublich elektrisierend und einnehmend, dennoch kann man nicht von einem definitiv sehenswerten Endergebnis sprechen, was schade ist.
Die Schauspieler liefern jedoch überzeugende, wenn auch wenig herausragende Leistungen ab. Mark Wahlbergs Rolle des Chris passt zu ihm, Kate Beckinsale fügt sich authentisch in ihren Part hinein und auch Giovanni Ribisi und Ben Foster wissen in ihre Parts zu finden.
„Contraband“ bietet massenhaft Spannung und gut ausgewählte Schauspieler. Wer dazu fähig ist, über diverse logikschwache Entwicklungen, gerade am Ende, hinwegzusehen, der hat hier sicher einen kurzweiligen Abend zu erwarten. Wer das nicht kann, der dürfte enttäuscht werden.
Der Isländer Baltasar Kormákur gibt mit "Contraband" sein Hollywooddebüt als Regisseur und spielte im Original, "Reykjavík Rotterdam" nicht nur die Rolle, die Mark Wahlberg in diesem Film spielt, sondern produzierte den Thriller auch.
„Contraband“ wurde im englischen Original mit deutschen Untertiteln gesehen und bewertet.
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