Rain Fall

Filmplakat Rain Fall
Regie Max Mannix  Drehbuch Max Mannix  Produzenten Megumi Fukasawa, Satoru Iseki, Tsutomu Sakurai 
Genre Action  FSK 12  Filmlänge 106 min
Land Japan, 2009  DVD-Start 14.02.2012  Blu-ray-Start 14.02.2012  Verleih Ascot Elite

Story

Als in Tokio in der U-Bahn ein hoher Beamter des Bauministeriums an einem Herzanfall stirbt, scheint das ein zwar tragisches, aber sonst nicht weiter auffälliges Ereignis zu sein. Nur wenige, unter ihnen der CIA-Agent William Holtzer, erkennen die Handschrift des Berufskillers John Rain. Dessen Spezialität ist es seine Morde wie natürliche Tode aussehen zu lassen und wie es schient ist der Beamte bereits sein drittes Opfer in drei Monaten. Holtzer weiß genau um die Fähigkeiten des Ex-Navy-Seals Rain und ahnt auch, dass dieser nun den USB-Sick mit den brisanten Informationen hat, den der Beamte aus dem Ministerium schmuggelte. Bald ist nicht nur die CIA hinter John Rain her, sondern auch die Tokioter Polizei und die japanische Mafia, die Yakuza, die ein ganz eigennütziges Interesse an dem Stick zu haben scheint. Ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel beginnt und John Rains Zeit, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen, wird immer knapper…

Schauspieler

Rain Fall Kippei Shiina, Gary Oldman, Kyoko Hasegawa, Misa Shimizu, Dirk Hunter, Akira Emoto, Takumi Bando, Greg Ellis, Albert Gu, Michael Hudson

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 2 von 5 Ms Rain Fall Auf die Frage, warum er „Rain Fall“ gedreht habe sagt Gary Oldman: „Ich wollte einmal einen japanischen Film drehen“. Nun, das hat er hiermit getan. Die Verfilmung des Romans von Barry Eisler adelt das jedoch in keiner Weise. „Rain Fall“ ist, man möge das plumpe Wortspiel verzeihen, ein echter Reinfall geworden. Max Mannix, der hier seinen zweiten Film inszenierte hat es augenscheinlich nicht verstanden die literarische Vorlage stimmig für das Drehbuch zu adaptieren. „Rain Fall“ entwirft gleich zu Beginn ein wirres Szenario mit undurchsichtigen Figuren, die reihenweise unlogische Dinge tun und einem Muster folgen, das dem Zuschauer zunehmend unglaubwürdiger und unglaubwürdiger erscheint. Wieso kann die CIA in Japan agieren, als wäre sie der einheimische Geheimdienst und was hat die Mafiaorganisation der Yakuza damit zu tun und was, um Himmels willen, ist denn auf diesem ach so wichtigen USB-Stick, hinter dem alle her sind? Fragen über Fragen, auf die das Drehbuch keine stimmigen Antworten findet. Dafür tauchen immer neue Figuren auf, die irgendwie wichtig sind, aber doch nicht so wichtig, dass man ihre Funktion in dem Spiel irgendwie erläutern würde. Manche Szenen erscheinen schlicht überflüssig. Zunehmend drängt sich der Verdacht auf, dass Max Mannix seine Vorlage wohl schlicht nicht richtig verstanden hat oder zumindest bei der Gewichtung der Erzählstränge tüchtig danebenlag, wie die sich anbahnende, aber seltsam raumgreifend angelegte Lovestory zwischen Rain und der Tochter eines seiner Opfer zeigt, die immer wieder wie eine Vollbremsung Tempo aus der Story nimmt. Man versteht John Rain schlicht nicht. Während die Figur des CIA-Mannes William Holtzer noch einigermaßen plausibel wird, ist seine Zeichnung durchsetzt von Fragezeichen. Warum wird ein Berufskiller plötzlich zum Retter in Not geratener Frauen? Und warum trauen ihm diese scheinbar vom ersten Moment, da sie ihn sehen? Was ist seine Motivation bei diesem USB-Stick-Spiel? Hauptdarsteller Kippei Shiina kann die Schwächen seiner Figur nicht mit seinem Spiel auffangen. Er agiert jedoch solide, kommt in Punkto Präsenz jedoch nicht gegen Gary Oldman an, obwohl dieser weniger oft zu sehen ist. Zu guter Letzt müssen auch noch einige Worte zur Optik gesagt werden. Kameramann Jack Wareham hatte hier seinen ersten, eigenverantwortlichen Spielfilmeinsatz und versteigt sich zusammen mit Regisseur Max Mannix zu einer seltsamen Bildersprache. Viele Bilder sind schlicht zu dunkel und die Bildausschnitte sind oft merkwürdig gewählt. Auch die Spielerei mit einer Ausblendung der Bilder ins Unscharfe wird arg strapaziert. So setzt sich der unbefriedigende Storyeindruck auch in der Optik fort. „Rain Fall“ will viel, geht ambitioniert ans Werk und versagt doch bei der elementar wichtigen Handwerkskunst ein in sich stimmiges Gesamtwerkt zu werden.

Wissenswertes

Rain Fall Das Drehbuch basiert auf dem Buch "Tokio Killer: Der erste Auftrag" des Krimiautoren Barry Eisler. John Rain ist einer seiner Hauptprotagonisten. Eisler hat die Figur zum Zentrum einer Reihe gemacht.



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