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Regie
Larry Charles
Drehbuch
Sacha Baron Cohen, Alec Berg, David Mandel, Jeff Schaffer
Produzenten
Sacha Baron Cohen, Alec Berg, David Mandel, Scott Rudin, Jeff Schaffer
Genre Satire FSK 12 Filmlänge 83 min Land USA Kinostart 17.05.2012 Verleih Paramount Pictures |
Admiral General Aladeen ist einer der letzten echten Diktatoren dieser Welt. Er unterdrückt sein Volk wie es ihm gefällt und hält von freien Wahlen genauso wenig, wie von Bürgerrechten oder Gleichberechtigung. Sein neues Spielzeug: nukleare Waffen. Damit überspannt Aladeen den internationalen Bogen jedoch und der Diktator wird von der UN nach New York vorgeladen, wo er sein Waffenprogramm erklären soll. Doch bevor Aladeen seine 14stündige Rede vor den Vereinten Nationen halten kann, wird er entführt, seines Bartes beraubt und von einem Doppelgänger - einem ihm zum Verwechseln ähnlich sehenden Ziegenhirten - ersetzt, Ein absoluter Albtraum für Aladeen, der nun obdachlos in New York gestrandet ist und im Bio-Ökoladen Zoey das erste Mal in seinem Leben arbeiten muss…
Sacha Baron Cohen, Anna Faris, Ben Kingsley, Sayed Badreya, B.J. Novak, Kevin Corrigan, John C. Reilly, Bobby Lee, Kathryn Hahn
Wohl kaum ein anderer Komiker hat in den vergangenen Jahren mit seinen satirischen Filmen so polarisiert, wie der Brite Sacha Baron Cohen. Ohne Frage hat er den entlarvenden Humor mit seinen Satiren in neue Sphären getragen, aber dabei auch regelmäßig die Grenze des guten Geschmacks und der erträglichen Peinlichkeiten weit hinter sich gelassen. Nach „Ali G“, „Borat“ und „Brüno“ meldet sich der Schauspieler, der erneut auch das Drehbuch mitschrieb, nun mit „Der Diktator“ zurück auf unseren Leinwänden.
„Im stillen Gedenken an Kim Jong Il“- mit einer Gedenkminute für den verstorbenen nordkoreanischen Diktator geht es los. Doch wo „Borat“ und „Brüno“ mit ihrem ätzenden pseudo-dokumentarischen Erzählstil nervten und oft einen Aneinanderreihung von geschmacklosen Gangs weit unter der Gürtellinie waren, überrascht „Der Diktator“ mit dem Gewand einer herkömmlichen Komödie. Der Film entpuppt sich als Versuch weiterhin höchst politisch unkorrekt, den Finger in eine offene Wunde zu legen und dabei doch auch das durch den derben Anarcho-Humor verschreckte Mainstream-Kinopublikum abzuholen. Ein Unterfangen, was streckenweise wirklich glückt. Waren wir bisher „grenzwertig“, „genervt“ und „geschmacklos“ von Sacha Baron Cohen gewöhnt, erscheint „Der Diktator“ vergleichsweise nett und harmlos, dafür aber auch unterhaltsamer, kurzweiliger und amüsanter. Natürlich kann Cohen auf einige geschmacklose Gags dann doch nicht verzichten, seine fäkalen Entgleisungen halten sich jedoch in einem erstaunlich erträglichen Maß. Schauspielerisch muss man von Sacha Baron Cohen den Hut ziehen, schafft er doch den unglaublichen Spagat, dass uns der Despot Aladeen letztlich sympathisch erscheint. Unglaublich!
Massenkompatibler und verträglicher, aber auch, angesichts des Themas, mit letztlich zu wenig Biss und knallharter Kritik - Sacha Baron Cohen ist in seiner neuen Satire auf seine Art wieder politisch unkorrekt. Zwischen fäkaler Brechstange und Weichspülgang hat er aber auch diesmal noch nicht die gesunde Mischung gefunden.
Regisseur Larry Charles arbeitete mit Sacha Baron Cohen bereit für dessen Projekte "Borat" und "Brüno" zusammen.
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