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Regie
Carl Tibbetts
Drehbuch
Carl Tibbetts, Janice Hallett
Produzent
Gary Sinyor
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 86 min Land Großbritannien, 2011 DVD-Start 08.03.2012 Blu-ray-Start 08.03.2012 Verleih Sony Pictures |
Martin und Kate haben Probleme. Dies ist auch der Grund, warum sie eine Auszeit von ihrem stressigen Leben nehmen und gemeinsam eine einsam gelegene Insel vor Englands Küsten besuchen. Schon Jahre waren sie nicht mehr hier. Vielleicht lässt sich so die Vergangenheit aufarbeiten? Doch es kommt nicht soweit, dass die beiden ihre Probleme bewältigen könnten - im Gegenteil: Das Paar bekommt neue. Als eines Tages nämlich der verletzte Soldat Jack in ihr Leben platzt, ist wenig später nichts mehr, wie es war. Er wirkt panisch, als er aus seiner Ohnmacht endlich erwacht und erzählt den beiden, es wäre ein Virus ausgebrochen, der sich über die Luft übertragen würde. Niemand sei sicher. Alle würden sterben. Und schon beginnt Jack, das Haus hermetisch abzuriegeln. Sagt der Fremde die Wahrheit? Oder haben es Martin und Kate mit einem Psychopathen zu tun?
Cillian Murphy, Jamie Bell, Thandie Newton, Jimmy Yuill, Marilyn Mantle
Es ist das Regiedebüt von Carl Tibbetts, der gemeinsam mit Janice Hallett auch das erste Mal ein Drehbuch schrieb. Solche Projekte können funktionieren, oft und öfter eher nicht. Im Fall von "Retreat" ist dem Duo ein eindrucksvoller Film gelungen, der ganz auf seine drei Hauptfiguren und Hauptdarsteller setzt. Dabei sind die Schauspieler besser, als die Charaktere, die sie spielen, da oftmals die Logik des Films nicht ganz so rund läuft, wie das der Fall sein sollte. Den Schauspielern ist dabei aber kein Vorwurf zu machen. Thandie Newton weiß in ihrer Rolle als Kate authentisch zu wirken und ihrer nicht einfachen Figur ein glaubhaftes und nachvollziehbares Gesicht zu verleihen. Cillian Murphy, obwohl sicherlich gewohnt routiniert, ist das schwächste Glied in dieser Konstellation, was ganz klar an Jamie Bell liegt, der hier wie eine Naturgewalt durch den Film fegt und keinen (Schauspieler)Stein mehr auf dem anderen stehen lässt. Bell zeigt erneut außergewöhnliche Leistungen und beweist, dass er sich das Wort "Wandelbar" ohne Wenn und Aber auf seine Fahnen schreiben kann. Auf Murphys Part und seine Performance wurde hier am wenigsten Wert gelegt.
Die deutsche Synchronisation ist jedoch auch im Fall von "Retreat" eine echte Zumutung und nicht auszuhalten. Sobald man auf die englische Originalspur gestellt hat, gewinnt automatisch auch der ganze Film an Qualität. Warum an dieser Stelle immer wieder derart gepfuscht wird, ist auch in diesem Fall wieder sehr fraglich.
"Retreat" ist sehenswertes Thrillerkino, vor allem deshalb, weil der Film kurzweilig und sehr spannend inszeniert ist. Auch wenn die Logik nicht immer mitspielt, ist dieser Streifen vor allem darstellerisch zu empfehlen.
"Retreat" war ursprünglich mit anderer Besetzung geplant. Statt Cillian Murphy war Jason Isaacs gesetzt, statt Jamie Bell der Schauspieler David Tennant.
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