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Regie
Bryan Spicer, Steve Shill, David Barrett, Dean White, Jesse Warn, John Behring, Jeff Woolnough, Ralph Hemecker
Drehbuch
Scott Rosenbaum, Gregg Hurwitz, Gwendolyn M. Parker, Rockne S. O'Bannon, David Rambo, Cathryn Humphris, Cameron Litvack, Hans Tobeason
Produzent
Kathy Gilroy
Genre TV-Serie (Science-Fiction) FSK 16 Filmlänge 408 min Land USA, 2011 DVD-Start 10.02.2012 Blu-ray-Start 10.02.2012 Verleih Warner Home Video |
Anna hat mit dem so genannten roten Himmel die Weltbevölkerung in Schrecken und Furcht versetzt. Jeglicher Kontakt zu den riesigen Mutterschiffen ist abgebrochen und die Besucher üben sich in Stillschweigen. Keine Regierung auf der Welt findet eine Erklärung für das Verhalten der Besucher und für den Zweck des roten Himmels. Schließlich bricht Anna ihr Schweigen und verkündet, dass der rote Himmel zum Wohle der Menschheit diene. Er lässt alle Unweltschäden verschwinden. Doch Agent Erica Evans weiß, dass dies nur ein weiterer Schachzug von Anna ist, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen, um die Invasion klanglos weiter voranschreiten zu lassen. So kämpft Agent Evans weiterhin mit der so genannten fünften Kolonne gegen die Außerirdischen und muss dabei aufpassen, dass ihr Sohn nicht in Annas Fänge gerät…
Elizabeth Mitchell, Morena Baccarin, Joel Gretsch, Logan Huffman, Lourdes Benedicto, Laura Vandervoort, Scott Wolf, Christopher Shyer, Mark Hildreth, Rekha Sharma, Morris Chestnut, Roark Critchlow, Bret Harrison, Jane Badler, Oded Fehr, Scott Hylands, Nicholas Lea, Ona Grauer, Zak Santiago, Marc Singer, Jay Karnes
Die „Besucher“ versuchen auch in der zweiten Staffel unseren Planeten zu okkupieren, wozu der Sender ABC nur ganz knapp grünes Licht gab. Denn nach einem guten Start, fielen die Quoten schon in der ersten Staffel in rote Bereiche. Nun wurde „V“ in eine zehn Episoden umfassende zweite Staffel gehieft, was der Serie erwartungsgemäß auch nicht mehr geholfen hat. Ob nun nach dem Cliffhanger der ersten oder nach dem Cliffhanger der zweiten Staffel Schluss gewesen wäre, es hätte absolut keine Rolle gespielt. Fakt ist: Das Ende der Serie ist offen und unbefriedigend und genau dies war bei „V“ schon im Voraus abzusehen. Schade.
Dass sich die zweite Staffel aber quotentechnisch nicht steigern konnte, überrascht bei diesen zehn Episoden auch wenig. Wo die erste Staffel noch ordentliche Science-Fiction mit befriedigender Konzeption und einem mehr oder weniger spannendem Handlungsgerüst bot, versagt die zweite Staffel in fast allen Bereichen. Als erstes muss man den Charakteren einmal mehr Eindimensionalität vorwerfen. Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen nach einem anderen Beschäftigungsfeld umsehen, denn Kreativität sollte man in diesem Buisiness schon mitbringen. Angefangen beim pubertierenden Tyler, über die quietschige Lisa, bis hin zum rasenden Reporter Chad Dekker. Diese Figuren stehen sinnbildlich für ein Cast, das einfach nur flach ist. Schauspielerisches Können war bei den Vorsprechen für die Serie wohl kein Auswahlkriterium. Da kann auch Elizabeth Mitchell nicht mehr viel ausrichten, deren Hauptfigur sich ständig nur im Kreis steht. Dass die aus „Lost“ bekannte Mimin durchaus gut schauspielern kann, merkt man nur an wenigen Szenen. Darüber hinaus: Gähnende Leere. Vielleicht einziger Lichtblick ist Morena Baccarin, die die Alien-Anführerin Anna erneut handwerklich sehr gut spielt. Hier scheint ein Schauspieltalent hinter dieser drögen Figur zu stecken, was auch erklären würde, warum Baccarin jüngst eine Rolle in der Golden Globe prämierten Serie „Homeland“ erhielt.
Doch mit der Eindimensionalität der Charaktere geht leider auch die Eindimensionalität der Dialoge einher. Besonders viel Substanz besitzen diese nämlich nicht. Ständig das gleiche Hin und Her und eigentlich springt doch nichts dabei raus. Am überflüssigsten sind dann noch die ständigen Wiederholungen der Alien-Königen Anna, die mindestens ein Mal pro Episode nochmals in einem Nebendialog zusammenfasst, was nun der ach böse Plan ist, obwohl den der Zuschauer schon längst kapiert hat. So kompliziert sind die dank der „Kreativität“ hinter den Kulissen ja auch nicht. Hallo? Für wie blöd wird hier der Zuschauer eigentlich gehalten, dass man ihm immer wieder vorkauen muss, um was es jetzt eigentlich geht? Einfach unnötig und langweilig.
Die Storyline um die Alien-Invasion entwickelt sich kontinuierlich weiter, was die Staffel einigermaßen rettet. Offenkundig wurde die Serie für mehr als nur zwei Staffeln ausgelegt, was man dem roten Faden anmerkt. Spannung kommt aber dennoch nicht wirklich auf. Zu sehr wiederholt sich alles: Aliens haben bösen Plan, Widerstandsgruppe erfährt von bösem Plan, Widerstandsgruppe entwickelt auch einen Plan, Plan scheitert, Aliens baden sich in Selbstzufriedenheit, Widerstandsgruppe am Boden zerstört und traurig. Verständlich, wenn darauf manch ein Zuschauer irgendwann keine Lust mehr hat und abschaltet.
Technisch ist die Serie angemessen umgesetzt. Große visuelle oder actiontechnische Highlights bleiben im Gegensatz zur ersten Staffel jedoch aus.
Alles in allem ist die zweite Staffel von „V“ eher enttäuschend. Eindimensionalität wohin das Auge reicht. Das Ensemble ist mäßig, genau wie die Figuren. Darüber hinaus sind die Dialogen ein ums andere Mal zum Kopf schütteln. Theatralisch und melodramatisch versuchen die Macher hier eine Atmosphäre zu erzeugen, die weder Drehbücher noch Schauspieler hergibt. Ein kompletter Reinfall ist diese Staffel nicht, dennoch gibt es einfach zu viele Schwachstellen, um hier noch von einer guten Leistung zu sprechen. In Anbetracht dessen, dass die Serie viel versprechend gestartet war, wurde der Zuschauer nun recht bitter fallen gelassen: Mäßige zweite Staffel und offenes Serienfinale.
Nachdem die Verlängerung von „V“ für die zweite Staffel bereits sehr Knapp war, zog man bei ABC nach der zweiten Staffel und insgesamt 22 Episoden den Schlussstrich und stellte die Serie ohne Abschluss der Handlung ein. Die zweite Staffel erreichte auf ABC im Schnitt nur noch 5,49 Millionen Zuschauer. In Deutschland dagegen war „V“ für Pro7 ein großer Quotenerfolg.
In der Originalserie steht „V“ für „Victory“, also „Sieg“, während „V“ im Remake für „Vistitor“, also „Besucher“, steht.
Die Ausstrahlungsrechte an „V“ für das Fernsehen hält Warner Bros. Pictures, während alle Rechte für einen möglichen Kinofilm bei Kenneth Johnson liegen.
Episodenguide:
• Roter Regen
• Selbstmordkommandos
• Enthüllung
• Unheilige Allianz
• Concordia
• Belagerung
• Geburtstagswehen
• Offensive
• Teufel in Blau
• Muttertag
Diese Serie umfasst folgende Staffeln:
• V – Die Besucher (TV-Serie) - Staffel 1
• V – Die Besucher (TV-Serie) - Staffel 2
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