Die Zeit, die uns noch bleibt

And When Did You Last See Your Father?

Filmplakat Die Zeit, die uns noch bleibt
Regie Anand Tucker  Drehbuch David Nicholls  Produzenten Elizabeth Karlsen, Stephen Woolley 
Genre Drama  FSK 12  Filmlänge 90 min
Land Großbritannien, Irland, 2007  DVD-Start 03.02.2012  Blu-ray-Start 03.02.2012  Verleih Koch Media

Story

Blake hatte schon immer ein sehr angespanntes Verhältnis zu seinem Vater. Arthur ist auch nicht leicht zu lieben. Durch seine anstrengende und ausufernde Art brachte er seinen Sohn vor allem in Teenagertagen immer wieder mehr in Verlegenheit, als dazu, ihn zu lieben. Doch nun ist Arthur schwer erkrankt und die Ärzte geben ihm nicht mehr lange. Blake macht sich rar, besucht seinen Vater nur wenig. Als es jedoch immer klarer wird, dass das Ende naht, macht sich Blake auf zu seinem Elternhaus - und endlich stellt er sich auch seiner Vergangenheit...

Schauspieler

Die Zeit, die uns noch bleibt Jim Broadbent, Colin Firth, Juliet Stevenson, Alannah Barlow, Chris Middleton, Bradley Johnson, Gina McKee, Elliot Avery, Rhiannon Howden, Tom Butcher, Claire Skinner, Sarah Lancashire, Naomi Allisstone, Matthew Beard, Tara Berwin, Elaine Cassidy, Carey Mulligan, Justin McDonald

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 4 von 5 Ms Die Zeit, die uns noch bleibt Blake Morrison verarbeitete in "Die Zeit, die uns noch bleibt" eigene Erlebnisse und Erfahrungen mit seinem Vater und ermahnt uns auf unaufdringliche Art und Weise, uns auch mit unserer eigenen, ganz persönlichen Geschichte auseinanderzusetzen. Dies gelingt dem Drehbuch außerordentlich gut und diese besondere Vater-Sohn-Geschichte geht, vor allem am Schluss, zu Herzen.
Getragen wird "Die Zeit, die uns noch bleibt" aber nicht etwa durch die hochkarätigen Schauspieler, die in vorderster Front genannt werden, sondern von Matthew Beard, der den Teenager-Blake spielt. Durch ihn werden die Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, Wirklichkeit. Er schafft es, einen Bezug zu dieser Beziehung, die zwischen Vater und Sohn herrscht, herzustellen. In der Gegenwart ist es an Colin Firth zu glänzen. Er weiß wie es geht und dass er es kann, beweist er hier aufs Neue. Auch Jim Broadbent ist als Arthur eine Wucht. Der einzige Kritikpunkt ist, dass der Schauspieler in den Sequenzen der Vergangenheit nicht passen will. Er wirkt zu alt, um der Vater des jungen Blake zu sein. Immer wieder stört man sich an der Optik des Schauspielers - vielleicht wäre hier ein Schauspielerwechsel klüger gewesen.
Dennoch ist und bleibt "Die Zeit, die uns noch bleibt" ein besonderer und rührender Film über eine ganz eigene Familie, hinter der mehr steckt, als zunächst vermuten lässt.

Wissenswertes

Die Zeit, die uns noch bleibt Von den British Independent Film Awards gab es 2007 gleich sieben Nominierungen: Bester Film, beste Regie, bester Schauspieler (Jim Broadbent), bester Nebendarsteller (Colin Firth), bester Schnitt und bestes Drehbuch. Matthew Beard wurde zudem als bester Newcomer vorgeschlagen.



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