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Regie
Sean Durkin
Drehbuch
Sean Durkin
Produzenten
Antonio Campos, Patrick Cunningham, Chris Maybach, Josh Mond
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 101 min Land USA Kinostart 12.04.2012 Verleih 20th Century Fox Germany |
Über zwei Jahre war Martha verschwunden. Zurück hat sie eine sich sorgende Schwester gelassen, die nun überglücklich über die Rückkehr ihrer kleinen Schwester ist. Lucy nimmt Martha auch direkt bei sich und ihrem Ehemann Ted in dem gemeinsamen Ferienhaus in Connecticut auf. Das Verhältnis zwischen Martha und ihrer Schwester und Ted wird jedoch zunehmend komplizierter. Martha weigert sich zu erzählen, wo sie all die Zeit über gesteckt hat, und versucht die teils traumatischen Ereignisse selbst zu verarbeiten. In kleinen, aber heftigen Erinnerungsschüben bricht die Vergangenheit allmählich über sie ein. Verstörende Gedanken an eine Zeit in einer sektenähnlichen Gemeinschaft machen Martha ein normales Dasein schier unmöglich…
Elizabeth Olsen, Sarah Paulson, Christopher Abbott, John Hawkes, Hugh Dancy, Brady Corbet, Maria Dizzia, Julia Garner, Louisa Krause, Adam David Thompson, Allen McCullough, Lauren Molina, Louisa Braden Johnson, Tobias Segal, Gregg Burton
Mit “Martha Marcy May Marlene” liefert Regisseur und Drehbuchautor Sean Durkin sein Erstlingswerk ab und sorgt damit unter Independent-Fachpublikum und unter Fans des besonderen Films direkt für viel Aufmerksamkeit. Beim letztjährigen Sundance Filmfesival wurde er mit dem U.S. Directing Award ausgezeichnet und erntete in Übersee auch ansonsten fast nur positive Kritiken für sein Drama. Der rundum gute Zuspruch in Amerika überrascht auch nur wenig. Sean Durkin ist mit seinem Spielfilmdebüt ein fabelhaft konstruiertes Drama gelungen. Vor allem überzeugend ist das spannende Erzählkonstrukt. Scheinbar spielend einfach pendelt Durkin innerhalb seiner Erzählung immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Wo andere Filme schnell den roten Faden zu verlieren drohen oder verwirrend werden, bleibt “Martha Marcy May Marlene” immerzu interessant und fesselnd. Die Schauspielerriege passt sich der Handlung und ihrer Inszenierung in jeder Szene hervorragend an. Vor allem Titeldarstellerin Elizabeth Olsen hinterlässt großen Eindruck und könnte schon jetzt als Entdeckung des Jahres durchgehen. Ihr Schauspiel ist derart facettenreich und intensiv, dass das Drama trotz eher langsamem Erzählrhythmus zu keiner Zeit langweilt oder gar zäh wird.
Ein tolles Drehbuch, ein hervorragendes Inszenierungshändchen und eine überaus begabte Hauptdarstellerin machen aus “Martha Marcy May Marlene” eines der besten Dramen in diesem Jahr und lassen es direkt zu einer kleinen Filmperle im Indiefach avancieren. Daumen hoch!
"Martha Marcy May Marlene" ist das Regie- und Autorendebüt von Sean Durkin.
Der Film wurde im englischen Original gesehen und bewertet.
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