Offroad

Offroad

Filmplakat Offroad
Regie Elmar Fischer  Drehbuch Elmar Fischer, Susanne Hertel  Produzenten Jakob Claussen, Uli Putz 
Genre Komödie  FSK 12  Filmlänge 98 min
Land Deutschland  Kinostart 12.01.2012  DVD-Start 16.08.2012  Blu-ray-Start 16.08.2012  Verleih Paramount Pictures

Story

Meike Pelzer hat die Nase gestrichen voll von ihrem öden Leben auf dem Land: nicht nur, dass ihr die bevorstehende Übernahme des väterlichen Betriebs quasi aufgezwungen wurde, auch die Beziehung zu ihrem Verlobten Phillip scheint weitgehend eingeschlafen. Als sie ihren zukünftigen Ehemann in flagranti mit ihrer guten Freundin Denise erwischt, beschließt sie kurzer Hand ihr altes Leben hinter sich zu lassen, um endlich mehr Abenteuer in ihr Leben Einzug halten zu lassen. Dass ihr das Abenteuer ihres Lebens bevorsteht, ahnt Meike zu diesem Moment noch nicht. Doch so kommt es: noch bevor sie den Entschluss gefasst hat, mit ihrem bisherigen Leben endgültig zu brechen, hat sie sich einen Jeep zugelegt, in dessen Kofferraum Meike nun 50 Kilo Kokain findet. Schnell findet die pfiffige BWL-Studentin heraus, dass sie damit 2,5 Millionen Euro verdienen könnte. Die Idee, die sich Meike schon bald in ihrem Kopf zusammengesponnen hat, klingt zunächst jedoch viel einfacher, als sie letztlich ist. Schon bei ihrem ersten Versuch die Drogen an den Mann zu bringen, wird sie ausgeraubt und übel zugerichtet. Immerhin lernt sie schon bald Salim kennen, der ihr dabei helfen will, aus dem Schlamassel wieder herauszukommen. Denn zu allem Übel hat es Meike nicht nur mit einer Unmenge an Kokain zu tun, sondern auch mit drei Berliner Kleinganoven, die es auf die heiße Ware abgesehen haben…

Schauspieler

Offroad Nora Tschirner, Elyas M'Barek, Max von Pufendorf, Tonio Arango, Thomas Fränzel, Stefan Rudolf, Dominic Raacke, Leslie Malton, Wolfgang Stumph, Nora Binder, Axel Milberg

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 3 von 5 Ms Offroad Nora Tschirner ist die weibliche Geheimwaffe des deutschen Films und stets gut wirkender Publikumsmagnet. Die Rolle der Meike wurde ihr in dem von Elmar Fischer und Susanne Hertel verfassten Drehbuch für Fischers zweiten Kinofilm „Offroad“ offensichtlich auch auf den Leib geschneidert. Als sturköpfige Meike, die ihrem spießigen und langweiligen Leben neuen Schwung verleihen möchte, darf Tschirner nicht nur mal verärgert, mal verletzt, mal halb übergeschnappt und enorm abenteuerfreudig sein, sondern auch mit ihrem bekannt trockenen Humor punkten. Auch wenn wir die deutsche Schauspielerin sicherlich schon witziger auf unseren Leinwänden erleben durften, glänzt sie in „Offroad“ mit einer abwechslungsreichen Darstellung, die nicht nur überzeugend ist, sondern Protagonistin Meike zu der großen Sympathieträgerin des Filmes werden lässt. Jedenfalls fällt es schnell sehr leicht, sich mit Meike zu identifizieren und ihre reichlich verzwickte Situation mit all ihren Facetten nachzuempfinden. An ihre Seite gestellt sich mit Elyas M’Barek („Türkisch für Anfänger“) ein derzeit ebenfalls sehr gefragter Schauspieler, der in „Offroad“ erneut seine Paraderolle übernimmt. Leider ist M’Bareks Rolle des Salim in dem Drehbuch weitaus weniger abwechslungsreich angelegt, als die von Nora Tschirner - dafür jedoch umso klischeebelasteter und einfallsloser. Bis zum Schluss bleibt Salim eine recht oberflächlich gestaltet Figur, die der Komödie zwar durchaus den ein oder anderen guten Momente beisteuert, im Vergleich jedoch abfällt. Auch der Funke zwischen ihm und Nora Tschirner will nie so richtig überspringen. Zumindest funktionieren die beiden als Kumpelfiguren, die sich gemeinsam auf unbekanntes Drogenterrain begeben, weitaus authentischer wie als Liebespaar. Umso besser, dass es Elmar Fischer mit dem romantischen Teil seiner Komödie nie nicht so richtig ernstnimmt. Bis zum Schluss bleibt „Offroad“ viel eher eine rasante und übersteigerte, aber gut unterhaltende Geschichte über eine Frau Anfang 30, die sich auf der Suche nach sich selbst in das Abenteuer ihres Lebens stürzt.

Der ganz große Wurf ist Elmar Fischer zusammen mit seiner Drehbuchautorin Susanne Hertel mit „Offroad“ sicherlich nicht gelungen. Doch obwohl die Geschichte in vorhersehbaren Bahnen verläuft und vor allem Elyas M’Barek der unspannenden Figurenzeichnung wegen hinter den Erwartungen bleibt, schafft es „Offroad“ sich zu einer kurzweilig unterhaltenden Komödie zu mausern, der man gerne 98 Minuten seiner Zeit im Kinosessel schenkt.

Wissenswertes

Offroad Nach seinem gefeierten Kinodebüt "Fremder Freund" (2003), ist "Offroad" Elmar Fischers zweiter Kinospielfilm.



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