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Regie
Derek Cianfrance
Drehbuch
Derek Cianfrance, Joey Curtis, Cami Delavigne
Produzenten
Lynette Howell, Alex Orlovsky, Jamie Patricof
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 112 min Land USA, 2010 Kinostart 04.08.2011 DVD-Start 09.12.2011 Blu-ray-Start 09.12.2011 Verleih Senator Film |
Nach sechs gemeinsamen Jahren ist die Beziehung zwischen Dean und Cindy an ihrem Ende angekommen. Von der einstigen Romantik und innigen Leidenschaft ist nicht mehr viel übrig geblieben. Vor allem Cindy ist am Ende ihrer Kräfte: alles, was sie einst an Dean gemocht hat, verursacht bei ihr heute nur noch Abscheu. Sie kann seine Nähe und Berührungen nicht mehr ertragen, seine Liebe nicht erwidern. Obwohl Dean von Cindy schlecht behandelt wird, will er um die Liebe und die Beziehung kämpfen – zu schön sind die liebevollen und zärtlichen Erinnerungen an den Anfang ihrer Beziehung. Als letzten Rettungsversuch für eine Ehe, die schon lange keine mehr ist, verbringen die beiden eine Nacht in einem Hotel. Anstatt zueinanderzufinden, erwacht dort jedoch die schmerzliche Gewissheit, dass ihre Liebe der Vergangenheit gehört…
Ryan Gosling, Michelle Williams, Faith Wladyka, John Doman, Mike Vogel, Marshall Johnson, Jen Jones, Maryann Plunkett, James Benatti, Barbara Troy, Carey Westbrook, Ben Shenkman, Eileen Rosen
Derek Cianfrances Beziehungsdrama „Blue Valentine“ zog schon lange vor dem deutschen Kinostart die Aufmerksamkeit auf sich: Beim Sundance Filmfestival hochgelobt und mit einer OSCAR-Nominierung für Michelle Williams bedacht, versprach „Blue Valentine“ bereits zu Beginn des Jahres ein besonderes Filmerlebnis zu werden. Und tatsächlich ist Cianfrances „Blue Valentine“ einer der außergewöhnlichsten, ehrlichsten und nahegehendsten Filme des aktuellen Kinojahres.
Außergewöhnlich inszeniert, erzählt „Blue Valentine“ eine große Liebes- und eine qualvolle Trennungsgeschichte in einem. Entlang zwei parallel zueinander montierten Erzählsträngen, wird der Zuschauer hautnah Zeuge von dem Aufkeimen einer großen Liebe in der Vergangenheit und dem Zerfall eben dieser Liebe in der Gegenwart. In kaum einem anderen Film wurden Glück und Schmerz, Liebe und Hass so nah und so wirkungsvoll gegenüber und in Zusammenhang gestellt, wie in „Blue Valentine“. Die beiden Erzählstränge wechseln sich sachte ab und erreichen den Zuschauer durch die kontraststarke Gegenüberstellung zweier vollkommen unterschiedlicher Welten immer wieder genau an der Stelle, an der es besonders schmerzt und emotional nahegeht. Wunderschön und dann doch wieder furchtbar ernüchternd, pendelt der Zuschauer zusammen mit den beiden Protagonisten zwischen Hochgefühl und Niedergang.
Derek Cianfrances filmische Verschachtelung vom Anfang und Ende der Beziehung von Dean und Cindy ist jedoch nicht nur außergewöhnlich gut inszeniert, sondern mindestens ebenso außergewöhnlich auch gespielt. In zerbrechlichen Rollen war Michelle Williams schon immer besonders stark. Ohne große Gesten und ohne viele Worte, spricht die Verletzlichkeit, aber auch die Wut schon fast von ganz alleine aus ihren Augen. An der starken Seite von Ryan Gosling, der sich spätestens mit seiner Darbietung in „Lars und die Frauen“ für außergewöhnliche Filme und Rollen empfohlen hat, läuft Michelle Williams zu Hochform auf und liefert eine klischeefreie und unsentimentale, aber absolut durchdringende und ergreifende Darbietung ab.
„Blue Valentine“ ist eine intensive und perfekt gelungene Gratwanderung zwischen Leidenschaft und Verzweiflung, zwischen Anziehung und Abstoßung – ein direkter Blick hinter eine Beziehungskulisse, der mitfühlender kaum sein könnte.
Viele der Dialoge in "Blue Valentine" sind improvisiert.
Bester Schauspieler - Drama (Ryan Gosling), Beste Schauspielerin - Drama (Michelle Williams)
Beste Hauptdarstellerin (Michelle Williams)
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