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Regie
Josef Rusnak
Drehbuch
Roger Willemsen
Produzent
Hubertus Meyer-Burckhardt
Genre Love-Story FSK 12 Filmlänge 83 min Land Deutschland Kinostart 22.09.2011 DVD-Start 27.04.2012 Verleih Lighthouse Home Entertainment |
VValerie ist eine moderne Frau und pendelt permanent zwischen L.A. und Berlin. Der Grund für das Zurücklegen dieser langen Wege ist Valeries Geliebter, der in Berlin lebt und arbeitet. Als dieser ins Koma fällt, verbringt Valerie die größte Zeit damit, am Krankenbett auf sein Erwachen zu warten. Schnell fasst die hübsche Valerie den Entschluss ihrem Leben in L.A. nun den Rücken zu kehren, um die Beziehung mit dem Mann ihres Lebens auf eine neue Ebene zu führen. Als sie zu Hause in Berlin ein letztes Mal ihre Koffer packt, um in L.A. alles zu einem Ende zu bringen, beginnt sie damit ein Video aufzunehmen, das während ihrer Abwesenheit im Krankenhauszimmer ihres Geliebten abgespielt werden soll. Beim Erzählen in die Kamera hinein lernt Valerie nicht nur die Beziehung zwischen ihr und ihrem Geliebten neu kennen, sondern auch sich selbst. Immer tiefer taucht Valerie in ihre Vergangenheit ein und berichtet von ihrem bisherigen Leben und ihren Liebschaften…
Franka Potente, Stephanie Stumph, Maria Hartmann
2002 begann Produzent Hubertus Meyer-Burckhardt mit der Umsetzung einer Kinotrilogie, die den Monolog als zentrales Element behandeln sollte. Nachdem Regisseur Oliver Hirschbiegel 2002 mit „Mein letzter Film“ und Hannelore Elsner die Trilogie eröffnete und sie 2005 mit dem überzeugenden „Ein ganz gewöhnlicher Jude“ weiterführt, liegt es nun an Josef Rusnak die Trilogie mit „Valerie“ zu beenden. War es 2005 noch Ben Becker, der in „Ein ganz gewöhnlicher Jude“ in der Rolle des Journalisten Emanuell Goldfarb eine einzigartige und durchweg überzeugende Ein-Mann-Show abliefern durfte, übernimmt 2011 nun Franka Potente diesen Part. Leider entpuppt sich Potente schon bald als einziger Stern am Himmel dieses aufgesetzt wirkenden Kunstkinos.
Auf dem ersten Roman „Kleine Lichter“ von Drehbuchautor Roger Willemsen basierend, versucht sich „Valerie“ der Liebe und deren verschiedenen Facetten zu nähern. Leider geschieht dies alles in einer derart geschwollenen Sprache, dass man wohl schon Poet oder zumindest poetisch veranlagt sein muss, um Gefallen an Erzählung und Stil von „Valerie“ zu finden. Ein Lob jedoch an Mimin Franka Potente, die die kompliziert arrangierten Satzgefüge von der ersten Szene an beherrscht als würde sie im Alltag kaum anders sprechen.
Die sehr kunstvolle Inszenierung, der alleinige Fokus auf einer Person, die Gewichtung auf der bedeutungsschweren Sprache und die Handkamera, die alles aufzeichnet, machen „Valerie“ zwar in seiner Inszenierung interessant und verhelfen dem Film letztlich auch zu dem Status eines mutigen Experimentalfilms, doch wirklich überzeugen kann dies den Zuschauer nicht. Steckte hinter „Ein ganz gewöhnlicher Jude“ noch viel Gehalt und sinnige Ansätze, bleibt der tiefere Sinn von „Valerie“ bis zum Schluss verborgen – und falls überhaupt vorhanden, dann inkonsequent verfolgt.
Die Monolog-Trilogie von Produzent Hubertus Meyer-Burckhardt wurde 2002 mit „Mein letzter Film“ eröffnet. In diesem Jahr übernahm Hannelore Elsner die zentrale Rolle. 2005 folgte "Ein ganz gewöhnlicher Jude" mit Ben Becker. Beide Filme wurden von Oliver Hirschbiegel inszeniert.
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