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Regie
Timothy Van Patten, Brian Kirk, Daniel Minahan, Alan Taylor
Drehbuch
David Benioff, D.B. Weiss, Bryan Cogman, Jane Espenson, George R.R. Martin
Produzenten
Jo Burn, Frank Doelger, Mark Huffam
Genre TV-Serie FSK 18 Filmlänge 550 min Land USA, 2011 DVD-Start 30.03.2012 Blu-ray-Start 30.03.2012 Verleih Warner Bros. Pictures |
König Robert Baratheon stattet Winterfell und damit seinem Freund Lord Ned Stark im kalten Norden der Sieben Königslande einen Besuch ab, um seinem alten Freund Stark mitzuteilen, dass er ihn zu seiner rechten Hand machen will. So kommt es, dass Lord Stark zusammen mit seinen beiden Töchtern mit dem König in den Süden in die Hauptstadt Königsmund reitet, um Robert Baratheon bei seinen Amtsgeschäften zu unterstützen. Doch die politische Lage ist schwierig. Die mächtige Familie der Lannisters ist auf den Thron aus und scheut dabei auch nicht vor blutigen Intrigen und offenen Angriffen zurück. Lord Stark sieht sich bald in einer Zwickmühle im Kampf um den Thron. Nachdem König Robert Baratheon auf der Jagd verletzt wird und stirbt, wird die Lage nur noch schlimmer und ein Bürgerkrieg scheint unausweichlich. Die Starks sind in Gefahr. Während die Sieben Königslande in sich zerstritten sind, droht von außen zusätzlich Gefahr. Aus dem Norden kommen die so genannten weißen Wanderer und hinter dem nächsten Ozean wartet die gewaltige Armee der Dothraki nur darauf, in die Sieben Königslande überzusetzen. Das Spiel um den Thron hat begonnen…
Sean Bean, Lena Headey, Peter Dinklage, Michelle Fairley, Kit Harington, Richard Madden, Jason Momoa, Emilia Clarke, Sophie Turner, Maisie Williams, Mark Addy, Jack Gleeson, Nikolaj Coster-Waldau, Iain Glen, Harry Lloyd, Isaac Hempstead Wright, Alfie Allen, Rory McCann, Donald Sumpter, Jamie Sives, Joseph Mawle, Ian McElhinney, Ron Donachie, Gethin Anthony, Peter Vaughan, Jerome Flynn, Owen Teale, Conleth Hill, Charles Dance, James Cosmo, John Bradley, Francis Magee, Esmé Bianco, Sibel Kekilli
HBO hat es einmal mehr geschafft! Mit „Game of Thrones“ gelang dem US-Bezahlsender mit der TV-Adaption der Romanvorlagen wieder ein großer Wurf. HBO scheute erwartungsgemäß keine Mühen und knauserte auch wie immer nicht mit dem Budget, um hier ein episches TV-Drama in Kinoqualität zu erschaffen. Die Mischung aus historischer Atmosphäre, Fantasy, Action, Drama und einem Quäntchen politischen Machtspiels schlug bei Kritikern und Publikum voll ein und macht „Game of Thrones“ wohl zu dem Serienhit des Jahres 2011.
„Game of Thrones“ beginnt mit seinen zehn Episoden relativ verhalten. Der Zuschauer wird eine oder zwei Episoden benötigen, um voll in die Materie der Serie und ihrer Atmosphäre zwischen „Rom“ und „Der Herr der Ringe“ einzutauchen. Auch um die Verzweigungen der verschiedenen Familien und die Machtverhältnisse in den sieben Königslanden zu begreifen, braucht es eine Weile. Doch schon bald eröffnet sich dem Zuschauer eine beispiellos gute Serie.
Die politischen Machtspielchen um den Thron, die oft an einer blutigen Klinge enden, sind sehr spannend und detailliert dargestellt. Die Komplexität und die Verzweigungen in „Game of Thrones“ sind brillant ausgearbeitet und sorgen stetig für genau die richtige Dosis Spannung. „Game of Thrones“ ist, wie der Titel schon sagt, ein Spiel um den Thron. Dabei bietet die Serie immer wieder unerwartete Momente und überrascht sogar mit einigen besonders spektakulären und überraschenden Storywendungen.
Die Serie ist von den Drehbüchern her also erstklassig entworfen und bietet keinen Raum für Kritik. Genauso verhält es sich natürlich auch mit der Umsetzung. Von HBO erwartet man nichts anderes, als absolute Perfektion das Produktionsniveau betreffend. Und so kommt es natürlich, dass „Game of Thrones“ visuell einiges hermacht. Angefangen mit tollen Kostümen, über faszinierende Ausstattung, bis hin zu großen Landschaftsaufnahmen und riesigen Kulissen in Kombination mit visuellen Effekten. „Game of Thrones“ erschafft sich, ähnlich wie „Der Herr der Ringe“, eine ganz eigene Welt. Die Sieben Königslande vom kalten Norden bis zum warmen Süden sind glaubhaft in Szene gesetzt. Großartig!
Aber erst richtig cool wird es in den Momenten, in denen die Schwerter gezogen werden. Denn die gewisse Portion Action darf auch hier nicht fehlen. Innerhalb der zehn Episoden gibt es einige tolle Schwertkämpfe zu sehen, die fast immer ein sehr blutiges Ende nehmen. Deswegen und wegen etwaiger weiterer Gewalt- und Sexdarstellungen ist „Game of Thrones“ nicht immer etwas für sanfte Gemüter. Aber auch hier bleibt die Serie auf dem Boden und übertreibt es nicht. Alles hält sich absolut in einem glaubhaften Rahmen.
Auch beim Ensemble hätte man kaum ein glücklicheres Händchen haben können. Sean Bean ist zu jeder Zeit absolut in der Lage, als Hauptdarsteller die Serie zu tragen. Seine Figur des Lord Stark wird mit viel Esprit und Sympathie dargestellt. Auch zu erwähnen sei Peter Dinklage, der Tyrion einwandfrei beherrscht und dafür auch den Emmy Award und Golden Globe gewinnen konnte. Von ganz jung bis ganz alt liefert aber auch die restliche Schauspielriege makellose Schauspielkunst und somit glaubhaft verkörperte Charaktere, die alle auf ihre eigene Art faszinierend sind.
Alles in allem ist „Game of Thrones“ die beste Serie des Jahres 2011. HBO entwickelte hier wieder einmal ein gewaltiges Bollwerk einer Serie. Wenn man solche Serien sieht und bemerkt, wie ihre Dichte immer größer wird, verwundert es dann bald nicht mehr, dass schon einige Experten den baldigen Untergang des Kinos von den Dächern pfeifen. Eine extrem unrealistische Prophezeiung, zugegeben, aber eine verständliche. Denn heutzutage muss man, um Kinoqualität zu erleben, eben nicht mehr ins Kino gehen. „Game of Thrones“ steht symbolisch für die enorme Qualitätsdichte im Seriensegment, die sich über das letzte Jahrzehnt entwickelt hat.
Die Serie ist intelligent, spannend und schonungslos umgesetzt. Action, Charaktere und Story werden hier auf die richtige Weise dosiert und generieren eine epische TV-Serie, die ihres gleichen sucht. „Game of Thrones“ lässt keine Wünsche offen und ist Unterhaltung in Perfektion.
Für die zweite Staffel wird es dunkel und kalt: „Der Winter naht!“
„Game of Thrones“ basiert auf den Romanen „Das Lied von Eis und Feuer“ von George R. R. Martin und startete am 17. April 2011 mit 2,22 Millionen Zuschauern auf HBO. Im Durchschnitt wurde die erste Staffel von ordentlichen 2,51 Millionen Amerikanern verfolgt. Rechnet man Wiederholungen, Digital Video Recorder und On-Demand mit ein, kommt man sogar auf durchschnittliche 8,30 Millionen Zuschauer.
Die Pilotepisode verschlang ein Budget zwischen 5 und 10 Millionen US-Dollar. Die Produktionskosten für die gesamte Staffel werden auf 50 bis 60 Millionen Dollar geschätzt.
Als Drehorte für die Serie dienten unter anderem Nordirland, Malta, Schottland und Marokko.
Episodenguide:
• Der Winter naht
• Der Königsweg
• Lord Schnee
• Krüppel, Bastarde und Zerbrochenes
• Der Wolf und der Löwe
• Eine goldene Krone
• Gewinn oder stirb
• Das spitze Ende
• Baelor
• Feuer und Blut
Emmy Nominierungen: | Besucherbewertung |
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