Crazy, Stupid, Love

Filmplakat Crazy, Stupid, Love
Regie Glenn Ficarra, John Requa  Drehbuch Dan Fogelman  Produzenten Steve Carell, Denise Di Novi 
Genre Komödie  FSK 12  Filmlänge 118 min
Land USA  Kinostart 18.08.2011  DVD-Start 10.02.2012  Blu-ray-Start 10.02.2012  Verleih Warner Bros. Pictures

Story

Cal Weaver fällt aus allen Wolken, als ihm seine Ehefrau beim Abendessen eröffnet, dass sie die Scheidung will. Cal und Emily haben sich ineinander verliebt als sie 15 Jahre alt waren und sind seit fast 25 Jahren ein im Grunde glückliches Ehepaar mit Haus, Hof und Nachwuchs. Während sich Emily vorerst mit ihrem Liebhaber, dem Buchhalter David Lindhagen, vergnügt, gerät Cal in eine tiefe Sinnkrise. Sein Versuch, seinem Leben mit allabendlichen Besuchen in einer Bar neuen Sinn zu verleihen, gehen ordentlich nach hinten los. In all den Jahren an der Seite von Emily hat er verlernt ein Mann zu sein. Seine Flirtversuche gehen allesamt jämmerlich nach hinten los. Erst als er dem Womanizer Jacob begegnet, geht es langsam aufwärts. Der überaus gut aussehende Jacob hat Mitleid mit Cal und nimmt ihn unter seine Fittiche. Und tatsächlich: Durch Jacobs Hilfe wandelt sich Cal zunehmend wieder zu einem Mann, dem die Frauen allmählich zu Füßen liegen. Doch ist das nun Glück oder wäre das alte Leben und Dasein nach wie vor die bessere Variante?

Schauspieler

Crazy, Stupid, Love Emma Stone, Steve Carell, Julianne Moore, Ryan Gosling, Kevin Bacon, Marisa Tomei, Joey King, Liza Lapira, Jenny Mollen, Reggie Lee, Micaela Johnson, Beth Littleford, Josh Groban, Katerina Mikailenko, Analeigh Tipton, Jonah Bobo, Dan Butler, Crystal Reed

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 5 von 5 Ms Crazy, Stupid, Love Mit „Crazy, Stupid, Love“ bringt uns das Regieduo Glenn Ficarra und John Requa ihren nun zweiten Spielfilm auf die Leinwand. Nachdem die beiden bereits 2009 mit „I Love You Phillip Morris“ frischen Wind ins Genre brachten, indem sie in einer konventionellen Romantikkomödie ganz selbstverständlich ein homosexuelles Pärchen in den Mittelpunkt der Erzählung stellten, gelingt es ihnen mit „Crazy, Stupid, Love“ erneut einem sehr eingefahrenen Genre neue Würze zu verleihen.

Zusammen mit Drehbuchautor Dan Fogelman stellen sie das allseits beliebte, aber immer wieder recht eintönige Romantikgenre ordentlich auf den Kopf. Dass die altbekannte Geschichte rund um die Liebe und ihre verschiedenen Facetten einmal gut geschüttelt und kräftig gerührt plötzlich nicht nur auf lustigem und romantischem Niveau unterhalten, sondern zudem auch für Überraschungen gut sein kann, verblüfft wahrlich. Denn: Die gängigen Genreregeln werden von Ficarra, Requa und Fogelman mit herrlich viel Ironie dekonstruiert, ohne dass dabei der Glaube an Romantik und die große Liebe verloren geht. Ein gelungen witziger Erzählton geht in „Crazy, Stupid, Love“ mit überraschend wenig nervendem Herzschmerz und tatsächlich berührender Romantik einher. Letztlich erschafft sich die Romantikkomödie dadurch sogar die vielleicht einzige Plattform, auf der ein Zitat an die reichlich verbrauchte „Dirty Dancing“ Tanz-Schwebe-Szene tatsächlich an der Schnittstelle zwischen Witz und Romantik funktioniert ohne dabei albern oder deplatziert zu wirken.

Die einfallsreiche Storyline, die nicht nur durch die selten so gelungene Mischung aus Witz und Romantik überrascht, sondern tatsächlich auch einige unvorhergesehene Wendungen im Plot bereithält, wird von einem hervorragenden Ensemble getragen. Die vielen toll gezeichneten Figuren werden durch namhafte Schauspieler wie Emma Stone, Steve Carell, Julianne Moore und Ryan Gosling auf der Leinwand zum Leben erweckt. Jeder einzelnen Figur räumen die Macher genügend Platz ein, so dass sich einzelne Erzählstränge glaubhaft und stets wunderbar unterhaltend entfalten können. Selbst wenn „Crazy, Stupid, Love“ dadurch mit fast zwei Stunden Spielzeit beinahe etwas zu lange geraten ist, lohnt sich der Blick auf einzelne (Liebes-)Schicksale am Schluss doch allemal.

Die Trefferquote an gelungenen Gags ist in „Crazy, Stupid, Love“ unterm Strich mindestens genauso hoch wie der rührende Romantikfaktor. Verblüffend, wie gut das mit dem richtigen Feingefühl und den passenden Zutaten funktionieren kann. Bei „Crazy, Stupid, Love“ dürften sich überraschend viele Zuschauer überraschend gut in ihrem Kinosessel unterhalten fühlen. Viel Spaß!

Wissenswertes

Crazy, Stupid, Love "Crazy, Stupid, Love" ist nach "I Love You Phillip Morris" der zweite Film, den die Regisseure Glenn Ficarra und John Requa zusammen verwirklichen.

Auszeichnungen

Crazy, Stupid, Love
Golden Globe-Nominierungen

Bester Schauspieler - Musical / Comedy (Ryan Gosling)



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