Underworld: Awakening

Filmplakat Underworld: Awakening
Regie Måns Mårlind, Björn Stein  Drehbuch J. Michael Straczynski, John Hlavin, Allison Burnett, Len Wiseman  Produzenten Gary Lucchesi, Len Wiseman, Richard S. Wright, Tom Rosenberg 
Genre Horror  FSK 16  Filmlänge 89 min
Land USA, 2012  Kinostart 02.02.2012  Verleih Sony Pictures

Story

Zwölf Jahre ist es her, seit die Vampirin Selene und ihr geliebter Lykaner Michael den Krieg gegen die Ältesten überlebten, doch Zeit, sich in Sicherheit zu bringen, hatten sie nicht. Sie wurden entdeckt und unter Beschuss genommen – seit dem befindet sich Selene im Tiefschlaf. Nun jedoch ist sie wieder wach und findet sich in einer Welt wieder, in der die Menschen von Vampiren und Werwölfen wissen und sie erbarmungslos töten. Es herrscht eine neue Situation, ein neuer Krieg - und Selene muss sich in diesem Chaos erst einmal wieder zurechtfinden...

Schauspieler

Underworld: Awakening Kate Beckinsale, Stephen Rea, Michael Ealy, Theo James, India Eisley, Sandrine Holt, Charles Dance, Kris Holden-Ried, Jacob Blair, Catlin Adams

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 4 von 5 Ms Underworld: Awakening 2006 war Beckinsale das letzte Mal als Vampirin Selene auf der großen Leinwand zu sehen. "Underworld: Evolution" setzte den Kult um "Underworld" (2004) gekonnt fort und ließ es unter Regisseur Len Wiseman mächtig krachen. 2009 erzählte man mit "Underworld: Aufstand der Lykaner" die Vorgeschichte - ohne Selene/Beckinsale. Nun, 2012, kehrt die sexy Amazone endlich wieder zurück und beweist, dass sie nichts von dem verlernt hat, was sie einst schon eindrucksvoll vollführte. Kate Beckinsale is back - erneut in Lack und Leder gekleidet, verdrischt die wunderschöne Britin noch immer höchst eindrucksvoll so manchen Typen, der ihr im Weg steht.
Auch für „Underworld: Awakening“ lieferte Filmemacher Len Wiseman das Drehbuch und schrieb mit seinen drei Co-Autoren die dritte Geschichte um Selene. Auf den Regiestuhl kehrte er jedoch nicht zurück, sondern überließ das Feld den beiden Schweden Måns Mårlind und Björn Stein. Keine durchweg gute Entscheidung, denn obwohl Wiseman noch immer das Skript lieferte und auf dem Produzentenposten für die Einhaltung aller Regeln sorgte, ist aus dem vierten Teil dieser Reihe ein anderer „Underworld“-Teil geworden. Digitaler wurde es und auch ein Stück weit einfacher. Mit 89 Minuten Laufzeit ist diese Fortsetzung die deutlich kürzeste, was zu einer Geschichte führt, die nicht viel zu erzählen hat. Verwunderlich ist es dann schon, dass, trotz wenig Handlung, gerade die erste halbe Stunde nicht gut gefüllt scheint.
Die Action ist jedoch auch in „Awakening“ erste Sahne. Beckinsale und Konsorten fliegen durch die Luft, hauen drauf, ballern und säbeln was das Zeug hält und lassen so gerade die letzten zwei Drittel des Films wie im Flug vergehen. Der Showdown ist dann erwartungsgemäß cool in Szene gesetzt und auch die Masken und visuellen Effekte sind durchweg überzeugend. Es ist und bleibt ein Film, der voll und ganz auf Kate Beckinsale zugeschnitten ist. Sie ist der Star des Films, der Mittelpunkt und fleischgewordene, feuchte Traum einiger harter Kerle im Zuschauerraum. Nur allzu verständlich war Seth Rogens Kommentar zu Kate Beckinsale auf der Bühne der Golden Globes 2012, als er ins Mikrofon sagte, er habe gerade mit einer heftigen Erektion zu kämpfen, woraufhin Beckinsale an seiner Seite mit verlegenen Lachsalven zu kämpfen hatte. Genauso sympathisch wie dort, so ist sie im Film eiskalt, cool und extrem hart. Es ist DIE Rolle der Schauspielerin – noch immer! An ihrer Seite fehlt jedoch Scott Speedman als Lykaner-Hybrid Michael. Aus der Geschichte geschrieben wurde seine Figur jedoch nicht, was auf einen fünften Teil der Reihe hoffen lässt – dann auch gerne wieder mit längerer Laufzeit!

„Underworld: Awakening“ ist noch immer absolut cooles Vampir-Werwolf-Horror-Kino geworden, das zwar handlungstechnisch hinter seinen Vorgängern zurückbleibt, aber dennoch richtig krachendes Blockbusterkino mit einer noch immer faszinierenden Hauptdarstellerin bietet.



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