Wie Ausgewechselt

The Change-Up

Filmplakat Wie Ausgewechselt
Regie David Dobkin  Drehbuch Jon Lucas, Scott Moore  Produzenten David Dobkin, Neal H. Moritz 
Genre Komödie  FSK 16  Filmlänge 114 min
Land USA  Kinostart 13.10.2011  DVD-Start 16.02.2012  Blu-ray-Start 16.02.2012  Verleih Universal Pictures

Story

In ihrer Jugend waren Dave und Mitch die besten Kumpels, doch mittlerweile haben sie sich meilenweit auseinandergelebt. Während Dave ein überaus erfolgreicher Anwalt und liebevoller Familienvater ist, lebt Mitch als sorgloser Single und erfolgloser Schauspieler in den Tag hinein. Beide sind sie jedoch unglücklich mit ihrem Leben und wünschen sich, so zu sein wie der andere. Man sollte jedoch genau aufpassen, was man sich wünscht, denn nach einer heiteren Partynacht geschieht das Unfassbare: Mitch und Dave tauschen die Körper. Nachdem der erste Schock überwunden ist, bleibt den beiden unterschiedlichen Freunden nichts anderes übrig, als sich ihrem Schicksal hinzugeben. Schnell merken dabei beide, dass das scheinbar tolle Leben des anderen durchaus auch seine Schattenseiten hat. Während Mitch als Familienvater und Anwalt heillos überfordert ist, kann sich Dave nur allmählich an die neugewonnen Freiheiten seines mehr oder minder sinnlosen Lebens gewöhnen. Während Mitch und Dave versuchen, in ihre eigenen Körper zurückzukehren, müssen sie sich also ziemlich anstrengen, um das Leben des jeweilig anderen nicht komplett zu ruinieren. Dabei lernen beide wertvolle Lektionen für ihr eigenes Leben dazu…

Schauspieler

Wie Ausgewechselt Ryan Reynolds, Jason Bateman, Olivia Wilde, Leslie Mann, Mircea Monroe, Alan Arkin, Dax Griffin, Anna Colwell, Ed Ackerman, Jeanine Jackson, Andrea Moore, Sydney Rouviere, Michael Beasley, TJ Hassan, Lo Ming, Joshua Tanksley, Shannon Guess, Ned Schmidtke, Clay Chamberlin, Cooper Gore

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 3 von 5 Ms Wie Ausgewechselt Body-Switch-Komödien finden schon seit geraumer Zeit regelmäßig den Weg auf unsere Leinwände. Vielversprechend klang „Wie ausgewechselt“, der neue Film aus diesem Fach, im Vorfeld vor allem, weil das „Hangover“-Autorenduo das Skript zu David Dobkins Komödie schrieb. Erwiesen sich Jon Lucas und Scott Moore bei „Hangover“ noch als geradezu begnadet lustige Drehbuchschreiberlinge, die mit neuartigen Gags und witzigen Storyideen aufwarteten, knüpfen sie mit „Wie ausgewechselt“ leider nicht an die Klasse der Vorgängerkomödie an. Während die Geschichte keinerlei Überraschungen bereithält, man nach unvorhergesehenen Wendungen im Plot lange suchen kann, greifen die beiden Autoren auch in Sachen Witz etwas zu häufig in die unterste Gagschublade. Gerade zu Beginn findet man es auch nur wenig komisch, wenn Musterpapa Dave (Jason Bateman) beim nächtlichen Wickeln der Zwillinge plötzlich mit ordentlich Babykot im Gesicht bekleckert wird. Obwohl „Wie ausgewechselt“ diesem Niveau fast bis zum Schluss treu bleibt, und noch einige weitere solche Szenen für den Zuschauer bereithält, fällt es aber dennoch zunehmend leichter, über die eine oder andere Geschmacklosigkeit hinwegzublicken. Immer wieder überrascht David Dobkins „Wie ausgewechselt“ nämlich auch mit gelungenen Gags, die unbeschwert durch eine leichte Komödie führen.

Dass „Wie ausgewechselt“ streckenweise gut funktioniert, hat die Komödie zumeist seinen Hauptdarstellern zu verdanken. Jason Bateman und Ryan Reynolds erweisen sich als sehr unterschiedliches Duo, das vor der Kamera jedoch ziemlich gut funktioniert. Vor allem Jason Bateman schließt man zunehmend mehr ins Herz. Seine Rolle ist von Anfang an als die Spannendere der beiden angelegt, weshalb Ryan Reynolds in seinem Machopart gegenüber ihm auch hinten anstehen muss. Bateman beansprucht nicht nur die witzigeren Momente des Filmes für sich, sondern ist durchweg auch Sympathieträger.

Wer an „Wie ausgewechselt“ große Erwartungen stellt, wird bitter enttäuscht sein. Eine einfallslose Geschichte, mit zuteil unterirdischem Niveau machen aus der Body-Switch-Komödie nicht gerade den Überraschungshit des Jahres. Wer nach schwereloser Kinounterhaltung sucht und angesichts einigen Ausrutschern im Witzesektor ein Auge zudrücken kann, wird sich von „Wie ausgwechselt“ jedoch gut und leicht unterhalten fühlen.

Wissenswertes

Wie Ausgewechselt Jon Lucas und Scott Moore schrieben auch das Drehbuch zu den Überraschungserfolg "Hangover".



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