|
Regie
Martin Scorsese
Drehbuch
John Logan
Produzenten
Johnny Depp, Tim Headington, Graham King, Martin Scorsese
Genre Fantasy FSK 6 Filmlänge 126 min Land USA, 2011 Kinostart 09.02.2012 Verleih Paramount Pictures |
Hugo Cabret ist ein zwölfjähriger Junge, der seinen Vater, einen Uhrenmacher, bei einem schrecklichen Feuer verlor. Nun lebt Hugo bei seinem Onkel im Bahnhof. Schule fällt für ihn flach, da er jeden Tag die gesamten Uhren im Bahnhof kontrollieren, neu stellen und reparieren muss. Als Hugos Onkel, der ein großes Alkoholproblem hat, eines Abends einfach nicht nach Hause kommen will, und als auch Tage später jede Spur seines Onkels fehlt, atmet Hugo auf. Endlich kann er fliehen. Doch dann kommt alles ganz anders und ehe es sich Hugo versieht, befindet er sich schon mittendrin in seinem ganz persönlichen Abenteuer...
Ben Kingsley, Sacha Baron Cohen, Asa Butterfield, Chloë Grace Moretz, Ray Winstone, Emily Mortimer, Christopher Lee, Helen McCrory, Michael Stuhlbarg, Frances de la Tour, Richard Griffiths, Jude Law, Kevin Eldon, Gulliver McGrath, Shaun Aylward, Emil Lager, Angus Barnett, Edmund Kingsley, Max Wrottesley, Marco Aponte, Ben Addis, Robert Gill, Ed Sanders
2007 erschien "Die Entdeckung des Hugo Cabret" von Brian Selznick bei cbj als gebundenes Buch, das in sich Schrift und Bild kombiniert. Hierbei waren es vor allem die grafischen Umsetzungen, die ins Auge stachen und begeistern konnten. Die Geschichte hingegen konnte nicht überzeugen. Da scheint es Schicksal zu sein, dass der viel gelobte Regisseur und OSCAR-Preisträger Martin Scorsese in die gleiche Falle tappt und visuell wirklich viel, viel bietet und einen effektreichen und in 3D sehr ansprechenden Film erschuf, der aber geschichtlich nicht zu überzeugen weiß. Scorsese verliert sich in seinen Bildern, will magisch werden und eine emotionale Liebeserklärung an das Kino schaffen. Dies wird erst in den letzten zehn Minuten spürbar. Davor hat "Hugo Cabret" sehr viele Längen, die den Zuschauer manchmal tatsächlich langweilen.
Gesetzt hat Scorsese auf den jungen Asa Butterfield, der uns schon in "Der Junge mit dem gestreiften Pyjama" überzeugen konnte. Zwar schafft es der junge Schauspieler auch hier, gerade in den stillen Momenten, seiner Figur Ausdruck zu verleihen, gänzlich tragen kann er die Geschichte aber nicht. Dazu reicht seine Ausstrahlung nicht. Schauspieler, wie Ben Kingsley und Jude Law sind nur Nebenfiguren und Nebendarsteller und sind nicht so oft zu sehen, als dass sie Butterfield viel abnehmen könnten. Toll ist jedoch Sacha Baron Cohen als Bahnhofsvorsteher. Er darf nicht nur richtig lustig, sondern auch emotional werden. In diesen wenigen Momenten ist der Zuschauer ehrlich ergriffen.
"Hugo Cabret" ist visuell eine Wucht, inhaltlich aber langatmig und gerade in den ersten zwei Dritteln zäh und wenig mitreißend. Wir alle lieben das Kino und die Magie, die noch immer die Leinwand ausstrahlt und auf uns ausübt. Das zu würdigen ist wichtig, wie überfällig. "Hugo Cabret" gelingt dieses Kunststück an ganz wenigen Stellen und wurde bereits im Vorfeld international bei Weitem zu hoch gelobt.
- "Hugo Cabret" ist der erste Film in 12 Jahren von Martin Scorsese, in dem nicht Leonardo DiCaprio die Hauptrolle spielt.
- Dieser Film ist der erste von OSCAR-Preisträger Martin Scorsese, der in 3D entstanden ist.

Bester Film - Drama, Beste Musik
Beste Regie
Bester Film, Beste Regie, Beste Ausstattung, Beste Kamera, Beste Kostüme, Bester Schnitt, Beste Musik, Bester Ton-Mix, Bester Ton-Schnitt, Beste visuelle Effekte, Bestes Drehbuch (Adaption)
| Besucherbewertung |
|---|