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Regie
Heitor Dhalia
Drehbuch
Allison Burnett
Produzenten
Dan Abrams, Sidney Kimmel, Gary Lucchesi, Tom Rosenberg, Chris Salvaterra
Genre Psycho-Thriller Filmlänge 94 min Land USA Kinostart 22.03.2012 Verleih 20th Century Fox Germany |
Jill wurde von einem Jahr entführt und ist ihrem brutalen Killer nur knapp entkommen. Das Problem jedoch ist, dass ihr keiner Glauben schenken mag. Weder die Polizei, noch ihre Psychologin glauben, dass Jill ein Entführungsopfer wurde, weshalb der Killer noch immer auf freiem Fuß ist. Jill, die mittlerweile starke Medikamente gegen ihre Wahnvorstellungen und Angstattacken nehmen muss, glaubt jedoch an das, was sie erlebt hat und lebt seither in Angst und Bange. Als eines Tages ihre Schwester Molly nicht zu Hause ist, obwohl sie zu Hause sein sollte, ahnt Jill gleich Schreckliches. Da ihr bei der Polizei nach wie vor niemand glaubt, macht sie sich auf eigene Faust auf die Suche nach ihrer Schwester – und nach ihrem Entführer…
Amanda Seyfried, Jennifer Carpenter, Daniel Sunjata, Wes Bentley, Sebastian Stan, Joel David Moore, Michael Paré, Katherine Moennig, Jordan Fry, Emily Wickersham, Nick Searcy, Socratis Otto, Joel David Moore, Sam Upton, Ted Rooney
Amanda Seyfried scheint in letzter Zeit stark an ihrem Image zu feilen. Galt sie nach Filmen wie „Mamma Mia“, „Briefe an Julia“ oder „Das Leuchten der Stille“ schon beinahe nur noch als süßes Mädchen mit großen Augen und niedlichem Lächeln, ließ sie dieses Image bereits Ende 2011 weit hinter sich, als sie mit kurz geschnittenem Braunhaar-Bob und Knarre in der Hand an der Seite von Justin Timberlake in „In Time“ über unsere Leinwände fegte. Mit ihrer Darstellung in Heitor Dhalias Psycho-Thriller „Gone“ kombiniert Seyfried nun geschickt beide ihrer Seiten: als Jill darf sie nicht nur süß sein und mit ihrem niedlichen Blick betören, sondern auch vor der Polizei flüchten und gleichzeitig mit Pistole bewaffnet einen Mörder jagen. Kein schlechter Weg, den Amanda Seyfried geht, schade nur, dass dies beinahe der einzige Lichtblick dieses Filmes ist. Obwohl Regisseur Heitor Dhalia die Zügel bei der Inszenierung seines Psycho-Thrillers fest in beiden Händen hält und schnell eine ebenso dichte, wie dem Genre angemessene düstere Atmosphäre entstehen lässt, wird „Gone“ dennoch zu einer kleinen Geduldsprobe.
Während man weder Amanda Seyfried schlechte Schauspielerei vorwerfen kann, noch Heitor Dhalia als untalentierten Regisseur bezeichnen will, bleibt die Schuld bei Drehbuchautorin Allison Burnett zu suchen. Tatsächlich mag man schon nach der ersten Hälfte des Filmes kaum mehr ein gutes Haar an dem Skript von „Gone“ lassen. Allison Burnetts Geschichte rund um die verängstigte Jill, der keiner Glauben schenken mag, und die deshalb alleine auf Mörderjagd geht, wirkt an allen Ecken derart konstruiert, dass man sich als Zuschauer zunehmend weniger ernstgenommen fühlt. Innerhalb der Geschichte fügt sich alles so zusammen, wie es zusammen gehört. Ein plus eins ergibt herrlich selbstverständlich eine zwei und schon ist Jill ihrem Rätsel wieder ein kleines Stück näher gekommen. Kaum eine Fährte führt sie in die Irre und kaum ein Stein wird ihr ernsthaft in den Weg gelegt. Wie geschmiert wird hier ein Psycho-Thriller erzählt, der durch seinen reibungslosen Ablauf weniger authentisch nur schwer sein könnte. Irgendwie spannend ist „Gone“ letztendlich nur, weil der Regisseur sein Handwerk versteht und trotz mauer Story eine grandiose Atmosphäre erzeugt. Schade, denn vor allem Amanda Seyfried hatte man mehr gewünscht – dass sie das Zeug dazu hat, stellt sie auch in „Gone“ erneut unter Beweis.
Allison Burnett verfasste in der Vergangenheit bereits Drehbücher zu Filmen wie "Untraceable", "Fame" oder "Underworld: Awakening".
"Gone" wurde im englischen Original gesehen und bewertet.
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