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Regie
Daniél Espinosa
Drehbuch
Maria Karlsson
Produzent
Fredrik Wikström
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 124 min Land Schweden, Dänemark, Deutschland, 2010 Kinostart 15.09.2011 DVD-Start 16.03.2012 Blu-ray-Start 16.03.2012 Verleih Senator Film |
„Schnelles Geld“ ist das, was Wirtschaftsstudent Johan braucht, als er sich in Sophie, die Tochter aus gutem Hause verliebt. Johan kommt aus einfachen Verhältnissen und finanziert sich sein Studium mit Taxifahrten. Er will Sophie beeindrucken, doch Stockholm ist teuer. Da passt es gut, als sein Chef ihm anbietet ins Drogengeschäft einzusteigen. Von nun an lebt Johan in zwei Welten. Er begegnet Jorge, der gerade mit einer halsbrecherischen Aktion aus dem Knast abgehauen ist und sich nun vor der Polizei verstecken muss. Eine große Ladung Koks, die er mittels seines Cousins von Deutschland nach Schweden schmuggeln will, soll sein Freibrief in die auslieferungssichere Freiheit sein. Doch da hat die Serbische Mafia auch noch ein Wörtchen mitzureden. Deren brutaler Geldeintreiber Mrado bekommt den Auftrag Jorge aufzutreiben und platt zu machen. Immer tiefer versticken sich die drei unterschiedlichen Männer in ein Geflecht aus Gier, Angst und Drogen…
Joel Kinnaman, Matias Padin Varela, Dragomir Mrsic, Lisa Henni, Mahmut Suvakci, Jones Danko, Lea Stojanov, Dejan Cukic, Miodrag Stojanovic, Joel Spira, Christian Hillborg, Fares Fares, Hamdisa Causevic
Mit „Easy Money“ inszenierte Regisseur Daniel Espinosa 2010 erst seinen dritten Spielfilm, doch dank eines starken Drehbuchs, Maria Karlsson adaptierte hier einen Thriller von Autor Jens Lapidus, und charismatischen Darstellern gelang ihm ein Genrevertreter, der sich international sehen lassen kann. In Schweden war der Streifen extrem erfolgreich, was einen nicht weiter verwundert, wenn man diesen aufwühlenden Trip erst mal hinter sich hat.
Zu Beginn noch etwas schleppend, entwickelt „Easy Money“ bald eine starke Sogwirkung, die einen immer tiefer in den Sumpf dieser Parallelgesellschaft aus Drogen und Gewalt zieht, in der die Polizei zur Randnotiz verkommt. Dabei verblüfft die Geschichte mit einer stimmigen Balance zwischen menschlicher Charakterstudie und realistischer Milieubetrachtung. Espinosa setzt die Brutalität dabei zielgerichtet ein und badet nicht in Gewaltorgien, was sehr zur Glaubwürdigkeit der Story beiträgt. Schnell ist man elektrisiert von der sich zuspitzenden dramatischen Verquickung der Schicksale der drei unterschiedlichen Hauptfiguren. Nur wenig stört es dabei, dass die Kamera gerne ausgiebig in Nahaufnahmen schwelgt. Auch wenn man ab und an einen Schritt zurück treten möchte, bewirkt dieses Stilmittel doch zusätzlich, dass man sich der Geschichte emotional immer weniger entziehen kann.
„Easy Money“ – Wer auf knallharte und kompromisslose Thriller steht, der wird hier nicht enttäuscht.
Das Drehbuch basiert auf dem Thriller „Spür die Angst“ von Autor Jens Lapidus.
Beim Schwedischen Filmpreis, dem Guldbagge Award, wurde „Easy Money“ für die beste Kamera und das beste Casting ausgezeichnet. Außerdem durfte sich Hauptdarsteller Joel Kinnaman über die Auszeichnung als bester Darsteller freuen.
Mit neuem Regisseur kommt 2012 in Schweden die Fortsetzung „Snabba Cash II“ in die Kinos.
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