Glück

Filmplakat Glück
Regie Doris Dörrie  Drehbuch Doris Dörrie  Produzent Oliver Berben 
Genre Drama  FSK 16  Filmlänge 112 min
Land Deutschland  Kinostart 23.02.2012  DVD-Start 01.09.2012  Verleih Constantin Film

Story

Dass sich Irina und Kalle in Berlin finden, ist wahres Glück: Irina ist als Kriegsflüchtling nach Berlin gekommen, arbeitet als Prostituierte und verbringt die Tage und Nächte einsam in ihrem Hotelzimmer. Kalle hat außer seinem Hund schon lange niemanden mehr, der ihm im Leben beiseite steht. Die Tage und Nächte verbringt er ziel- und irgendwie auch orientierungslos auf den Straßen Berlins. Erst als sich die beiden kennenlernen, bekommt das Leben langsam wieder einen Sinn. Die beiden verlieben sich ineinander, Irina richtet sogar eine gemeinsame Wohnung ein. Alles ist perfekt, selbst wenn sich ein paar leise Probleme in die Beziehung der beiden einschleichen. Erst an dem Tag, an dem einer von Inas Kunden an einem Herzinfarkt stirbt, gerät das Glück aus dem Gleichgewicht… oder vielleicht auch nicht?

Schauspieler

Glück Vinzenz Kiefer, Alba Rohrwacher, Paraschiva Dragus, Petra Kleinert, Matthias Brandt, Maren Kroymann, Margarita Broich, Hülya Duyar, Aykut Kayacik

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 5 von 5 Ms Glück Der neue Film „Glück“ von Deutschlands Erfolgsregisseurin Doris Dörrie basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Ferdinand von Schirach, die in dem Weltbestseller „Verbrechen“ veröffentlich wurde. Wer die Kurzgeschichte kennt, wird Staunen darüber was Doris Dörrie aus dem gerade einmal elf Seiten langen Stoff gemacht hat. Die Filmemacherin hält sich strikt an die Literaturvorlage, greift mit ihrem Drehbuch jedoch deutlich tiefer und erkundet die einzelnen Facetten der Geschichte gründlich. Fokussiert sich Ferdinand von Schirach innerhalb seiner Zeilen auf die wesentlichen Eckpunkte er Geschichte, spannt Doris Dörrie ihr Erzählkonstrukt weitaus detailreicher auf und berichtet von einer großen Liebe und der Frage, wie weit man bereit ist für diese Liebe zu gehen. Passiert die Liebe in Ferdinand von Schirachs Kurzgeschichte viel eher zwischen den Zeilen, spielt sie in Doris Dörries Verfilmung eine sehr zentrale Rolle. Alles was geschieht, geschieht aus Liebe. Die tragischen Seiten gehören da ebenso selbstverständlich dazu wie die glücklichen. Je weiter die Erzählung voranschreitet, desto offensichtlicher werden die einzelnen Aspekte des Glücks, die keinesfalls nur all das Positive meinen, das in der Welt geschieht. Letztlich wird „Glück“ damit zu einem leisen Drama und zu einem Liebesfilm in einem. Die Liebe überschattet letztlich aber alles, ist von Anfang an doch alles darauf ausgerichtet, dass diese Geschichte nur der Liebe wegen erzählt werden kann.

Mit Vinzenz Kiefer als obdachloser Punk Kalle und mit Alba Rohrwacher als Prostituierte Irina konnte Doris Dörrie zwei außergewöhnlich tolle Schauspieler für die Hauptrollen ergattern. Die beiden geben zusammen ein ungeheuer starkes Paar ab, das diesen Film von der ersten gemeinsamen Minute an trägt. Vinzenz Kiefer brilliert vor allem mit der schauspielerischen Darstellung der Wandlung seiner Figur. Ist Kalle zu Beginn eher jemand, den man auf den ersten Blick nicht all zu sehr mag, entwickelt er sich zunehmend zu dem großen Sympathieträger des Films. Sein Handeln, so krass es im wahrsten Sinne des Wortes auch sein mag, trifft zu jeder Sekunde auf großes Verständnis beim Zuschauer - bis dieser sich während des Abspanns tatsächlich fragt, ob er für die Liebe nicht genau das gleiche getan hätte wie Kalle. Eine fantastische Leistung, die beeindruckt. Ebenso intensiv spielt jedoch auch Alba Rohrwacher auf, die konstant das Gute im Menschen zu symbolisieren scheint und die man, ebenfalls, von der ersten Minute an verstehen, deren Schicksal man zu tiefst nachempfinden und für deren couragierten Lebensweg man große Hochachtung aufbringen kann.

Mit „Glück“ bringt Doris Dörrie erneut einen intensiven und nachhaltig beeindruckenden Film auf unsere Leinwände. Ein Film, der sich hinter den letzten Produktion von Doris Dörrie „Die Friseuse“ (2010) und „Kirschblüten – Hanami“ (2008) keinesfalls verstecken muss. Großes und gefühlvolles deutsches Kinos, wie man es von Dörrie gewohnt ist.

Wissenswertes

Glück "Glück" basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Ferdinand von Schirach, die in seinem Buch „Verbrechen“ veröffentlicht wurde.



Besucherbewertung
3.6 / 5  (5 votes)

Warning: require_once(/www/htdocs/w006b97b/movies/neu/app/webroot//app/webroot/img/recaptchalib.php) [function.require-once]: failed to open stream: No such file or directory in /www/htdocs/w006b97b/movies/neu/app/views/filme/usercomment.php on line 15

Fatal error: require_once() [function.require]: Failed opening required '/www/htdocs/w006b97b/movies/neu/app/webroot//app/webroot/img/recaptchalib.php' (include_path='/www/htdocs/w006b97b/movies/neu:/www/htdocs/w006b97b/movies/neu/app/:.:/usr/share/php:..') in /www/htdocs/w006b97b/movies/neu/app/views/filme/usercomment.php on line 15