Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht (1)

The Twilight Saga: Breaking Dawn

Filmplakat Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht (1)
Regie Bill Condon  Drehbuch Melissa Rosenberg  Produzenten Wyck Godfrey, Stephenie Meyer, Karen Rosenfelt 
Genre Mystery  FSK 12  Filmlänge 117 min
Land USA  Kinostart 24.11.2011  DVD-Start 29.03.2012  Blu-ray-Start 29.03.2012  Verleih Concorde Film

Story

Nachdem Bella und Edward sich feierlich das Ja-Wort gegeben haben, geht es für das frisch vermählte Paar ab in die Flitterwochen. Bella schwebt im siebten Himmel und verbringt mit Edward Nächte voller Liebe auf Esmes Insel, auch wenn die Trennung von Jacob nach wie vor schmerzlich ist. Doch die romantischen Tage finden ein jähes Ende, als Bella merkwürdige Veränderungen an ihrem Körper feststellt: Sie ist schwanger! Völlig geschockt schafft Edward sie umgehend zurück nach Forks und zu Carlisle. Bella will das Kind unter allen Umständen behalten, doch das neue Leben raubt ihr alle Kraft. Noch ist Bella kein Vampir und so gerät die Schwangerschaft zum Kampf auf Leben und Tod. In La Push rüsten die Wölfe derweilen zum Angriff auf die Cullens. Die merkwürdigen Nachrichten über Bellas Rückkehr und ihre seltsame, ansteckende Krankheit deuten sie als eindeutigen Verstoß gegen den Pakt.

Schauspieler

Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht (1) Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, Ashley Greene, Nikki Reed, Kellan Lutz, Jackson Rathbone, Peter Facinelli, Elizabeth Reaser, Billy Burke, Anna Kendrick, Sarah Clarke

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 4 von 5 Ms Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht (1) Ein tiefes Seufzen geht durch die „Twilight“-Fan-Gemeinde: Nach drei Filmen und jeder Menge schmachtender Blicke und keuscher Küsse dürfen sich Edward und Bella nun endlich auch auf der großen Leinwand durch die Laken wälzen. Mit „Breaking Dawn – Biss zum Ende der Nacht“ – Part eins geht die megaerfolgreiche Vampirgeschichte in die vorletzte Runde und endlich gibt es auch ein paar Bettszenen. „Twilight“-Neuling Bill Condon saß diesmal am Regierunder, während die Romanvorlage von Stephenie Meyer erneut von Melissa Rosenberg adaptiert wurde. Unter Condons Regie wird diese „Biss“-Verfilmung zu einer erstaunlich runden Sache. Dieser Wechsel war die richtige Entscheidung. Der Film überzeugt nicht nur mit Werktreue, sondern auch mit einer wohltuenden Prise Gelassenheit und Selbstironie. Der Witz ist gut platziert und nimmt der Story die allzu kitschigen Spitzen und rückt die ganzen doch fragwürdigen Ansichten von Stephenie Meyer zum Thema „Sex“ und „Frauenbild“ in ein zeitgemäßeres Licht. Auch bei der Optik und der Kameraarbeit wurde diesmal eine wesentlich bessere Balance gefunden als noch im dritten Teil der Reihe. Sei es Bellas exzellente Maske oder auch die Animation der Wölfe - hier gibt es nichts zu meckern. Bill Condon hatte den Biss sich von der allzu keimfreien Optik zu trennen, was dem „Twilight“-Universum guttut. Wie bei mehrteiligen Verfilmungen immer, ist es erneut ein Pluspunkt, dass sich die Besetzung nicht verändert hat. Es gibt für die Fans ihre liebgewonnen Schauspieler, die ihre Rollen gewohnt sicher verkörpern.
Man könnte also mit positiven Eindrücken das Kino verlassen, hätten die Macher nicht den „Harry-Potter“-Kniff angewendet und die Geschichte des vierten Bis(s)-Buches wie den siebten „Potter“-Band auch auf zwei Filme aufgeteilt. Zwar wurde für den Cut ein guter Zeitpunkt gewählt, doch gerade in der ersten Filmhälfte gib es so einige Längen, die sicherlich vermeidbar gewesen wären und nur dazu dienen, die vorhandene Zeit zu füllen.

„Breaking Dawn- Biss zum Ende der Nacht“ ist nach wie vor eine hemmungslos romantische Lovestory, die von der prickelnden Mischung aus düsterer Gefahr und großen Gefühlen lebt. Die Welt wird sich daher auch weiterhin spalten in jene, die das absolut schnulzig und unerträglich finden und die, die darin völlig aufgehen. Diesem Teil gelingt es aber zum ersten Mal die besondere Atmosphäre, die die Romanvorlage hat, auch tatsächlich auf die Leinwand zu transportieren. Eine Entwicklung, mit der so nicht mehr zu rechnen war und die positiv überrascht.



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