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Regie
David Fincher
Drehbuch
Steven Zaillian
Produzenten
Ceán Chaffin, Scott Rudin, Søren Stærmose, Ole Søndberg
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 158 min Land USA Kinostart 12.01.2012 DVD-Start 24.05.2012 Blu-ray-Start 24.05.2012 Verleih Sony Pictures |
Journalist Mikael Blomkvist ist den mehr als dubiosen Machenschaften des Großindustriellen Wennerström auf der Spur und fördert Beweise zutage, die absolut wasserdicht zu sein scheinen. Doch dann geht etwas schief, Wennerström kann sich aus der Affäre ziehen, Blomkvist kommt vor Gericht und wird wegen Verleumdung verurteilt. Mit dieser Geschichte hat er nicht nur sich selbst, sondern auch seine Zeitung "Millennium" in größten Verruf gebracht und zieht sich deshalb erst einmal aus der Öffentlichkeit zurück. Da kommt ihm das Angebot des einflussreichen Industriellen Henrik Vanger, für ihn die weit verzweigte Familienchronik zu schreiben, mehr als gelegen. Doch dieser Auftrag ist nur ein Vorwand für eine weitaus kompliziertere Geschichte. Seit 44 Jahren erhält der 82jährige Vanger jedes Jahr zu seinem Geburtstag eine gepresste Blume zugeschickt. Seine Nichte Harriet hatte ihm im Jahr 1958 zum ersten Mal ein solches Geschenk gemacht und verschwand dann spurlos. Henrik hat nicht die leiseste Ahnung, was seiner Lieblingsnichte zugestoßen sein könnte, der Leichnam wurde nie gefunden.
Mikael Blomkvist fällt nun die Rolle des verdeckten Ermittlers zu, der sich durch Berge von Schriftstücken und Fotos wühlen muss und so tatsächlich auf erste Spuren stößt. Bald schon wird ihm die Ermittlerin Lisbeth Salander zur Seite gestellt, eine geniale Hackerin, die auch vor unorthodoxen Methoden nicht zurückschreckt. Und diese sind denn auch bitter nötig, treffen die beiden Ermittler doch auf Mauern des Schweigens und der Ablehnung seitens des Vangerschen-Clans. Was sie dann aber schließlich zutage befördern, könnte grauenvoller und erschreckender kaum sein.
Daniel Craig, Robin Wright, Stellan Skarsgård, Rooney Mara, Embeth Davidtz, Christopher Plummer, Joely Richardson, Geraldine James, Julian Sands, Goran Visnjic, Steven Berkoff, Yorick van Wageningen, Donald Sumpter
Als bekannt wurde, dass ein Hollywood-Remake der schwedischen Adaption von Stieg Larssons „Verblendung“ geplant ist, erntete das vielerorts verständnisloses Kopfschütteln und skeptisches Stirnrunzeln. Warum soll es nötig sein, dass Hollywood diesen grandiosen schwedischen Thriller neu verfilmt – und dann auch noch nach so kurzer Zeit? Ging es der Traumfabrik darum, den Schweden mal zu zeigen, wo der Hammer hängt? Hier kann man beinahe nicht anders, als gnadenlose Arroganz und Selbstüberschätzung zu unterstellen, was natürlich dazu führt, dass man diesem Remake dann doch sehr skeptisch entgegensieht.
Eines gleich vorweg: All jene, die weder Leser der grandiosen „Millennium“-Trilogie von Stieg Larsson sind, noch das schwedische Original gesehen haben, werden von David Finchers „Verblendung“ restlos begeistert sein. Hier wurde ein packender, fesselnder und durch und durch spannender Thriller einfach nur großartig inszeniert. 158 Filmminuten vergehen wie im Flug und überzeugen mit originellen und charismatischen Figuren.
Doch für die Kenner der Adaption des Schweden Niels Arden Oplev dürfte der Kinobesuch nicht ganz so rund laufen. Was sofort ins Auge sticht, sind die beiden Hauptfiguren Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist, die von Rooney Mara und Daniel Craig zwar zweifellos hervorragend in Szene gesetzt sind, die aber einem Vergleich mit den schwedischen Darstellern Noomi Rapace und Michael Nyqvist trotzdem nicht standhalten können. Immer wieder fühlt man sich beim Anblick von Daniel Craig an James Bond erinnert, was so gar nicht zu seinem Charakter passt. Auch Rooney Mara hat nicht die Ausdruckskraft von Noomi Rapace, die Lisbeth Salander zu dieser einzigartigen Figur werden lässt. Ihr lässt aber auch das Drehbuch nicht den Raum, dieser Rolle wirklich die nötige Tiefe zu verleihen. Auch wenn die Geschichte an sich in dieser Neuverfilmung besser zu durchschauen ist, geht das zu Lasten der großartig gezeichneten Figuren aus der Romanvorlage, allen voran die Familie Vanger, die hier eindeutig zu kurz kommt. David Fincher hat diesen Thriller großartig inszeniert, doch teilweise ist alles so perfekt und steril, dass die Tiefe dieser Geschichte, die dunklen Geheimnisse und vor allem die Gänsehautstimmung zu kurz kommen. Auch die schwedischen Eigenheiten, der ganz besondere Flair der Landschaft und der Menschen, fehlen hier gänzlich.
David Finchers „Verblendung“ ist eine sehr werksgetreue Verfilmung geworden, die mit einer Brutalität und Offenheit aufwartet, die man so von einer amerikanischen Produktion nicht erwartet hätte. Dennoch bleibt der Film hinter dem schwedischen Original mit seinen herausragenden Darstellern ein ganzes Stück zurück.
Das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman von Stieg Larsson. "Verblendung" ist der erste Band der Millennium-Trilogie um das Ermittlerteam Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander, die mit "Verdammnis" und "Vergebung" fortgeführt wird.
2009 kam bereits die Verfilmung "Verblendung" unter der Regie von Niels Arden Oplev in die Kinos.
Moviesection.de bei der Deutschlandpremiere von "Verblendung" in Berlin.

Beste Schauspielerin - Drama (Rooney Mara), Beste Musik
Beste Hauptdarstellerin (Rooney Mara), Beste Kamera, Bester Ton-Mix, Bester Ton-Schnitt
Bester Schnitt
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