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Regie
Oliver Ziegenbalg
Drehbuch
Oliver Ziegenbalg
Produzenten
Arthur Cohn, Christoph Hahnheiser
Genre Komödie FSK 6 Filmlänge 100 min Land Deutschland Kinostart 29.03.2012 Verleih Paramount Pictures |
Erzählt wird die Geschichte von den drei russischen Freunden Wladimir, Mischa und Andrej, die sich Anfang der 1990er Jahre auf die Reise nach Berlin begeben, um sich dort niederzulassen. Mit nur ein paar wenigen Münzen in der Tasche, kommen sie in der Stadt an und versuchen sogleich ihr Glück zu machen. Wie das aussehen soll wissen vor allem Mischa und Andrej ziemlich genau. Während der eine höchst geschäftstüchtig ist und sogleich einen kleinen „Laden“ eröffnet, will sich der andere mit Musik seine Brötchen verdienen. Nur Wladimir weiß nicht so richtig etwas mit sich anzufangen, unterstützt seine Freunde jedoch mit vollem Elan und lernt dann schließlich die hübsche Tänzerin Olga kennen, die ihm ordentlich den Kopf verdreht…
Matthias Schweighöfer, Friedrich Mücke, Christian Friedel, Susanne Bormann, Pheline Roggan, Waldemar Kobus, Rainer Bock, Imogen Kogge, Jule Böwe, Tyron Ricketts, Kathrin Angerer, Christian Wewerka, Peri Baumeister, Felix Goeser, Yung Ngo
Bereits im Jahr 2000 veröffentlichte Wladimir Kaminer mit „Russendisko“ einen autobiografischen Kurzgeschichtenroman, der kurze Zeit später zum Bestseller avancierte. Die Idee, aus den vielen kurzweilig unterhaltenden Geschichten einen Film zu machen, war schnell geboren, doch wusste lange Zeit keiner so richtig, wie die einzelnen Teile von „Russendisko“ zu einem stimmigen Ganzen geformt werden sollten. Auch Kaminer selbst arbeitete an einer Drehbuchfassung seines Bestsellers, scheiterte jedoch an der Aufgabe seinen spannenden Literaturstoff zu einem filmtauglichen Werk umzugestalten. Abhilfe verschaffte erst rund zehn Jahre später Drehbuchautor Oliver Ziegenbalg, der den passenden Rahmen für die vielen kleinen Geschichten von Kaminer kreierte. Schnell traute man dem Mann, der erst 2010 mit der Komödie „Friendship!“ den erfolgreichsten deutschen Film des Kinojahres niederschrieb, die Verfilmung des Bestsellers auch zu und engagierte ihn zunächst als Drehbuchautor und schließlich auch als Regisseur.
Das größte Ass, das „Russendisko“ im Ärmel hat, ist zweifelsfrei auch das Schauspielerduo Matthias Schweighöfer und Friedrich Mücke, das Ziegenbalg von „Friendship!“ ohne große Umwege nach „Russendisko“ importiert. Obwohl das Drehbuch von „Russendisko“ nicht an die Klasse und den Witz von „Friendship!“ heranreicht, funktionieren Schweighöfer und Mücke dennoch gut miteinander und machen immer wieder offensichtlich, dass die Chemie zwischen ihnen stimmt. Auch Christian Fiedel fügt sich als dritter im Hauptdarstellerbund gut ein. Da spielt die Tatsache, dass keiner der drei russisch aussieht oder gar so spricht, schon bald kaum eine Rolle mehr. Die Harmonie unter den Schauspielern und die dadurch sehr authentisch wirkende Atmosphäre bedeutet für die neue Komödie aus deutschem Haus sehr schnell und sehr einfach schon die halbe Miete. Der Rest wird beinahe spielend einfach von einem kurzweiligen Drehbuch beglichen. Zwar läuft das Erzählrad nicht durchgehend rund und auch nicht jeder Witz sitzt an der richtigen Stelle, doch unter dem Strich ist „Russendisko“ eine schwerelos unterhaltende Komödie, die sich ab und an auch inszenatorisch ein wenig Experimentierfreude zutraut und der man gerne 100 Minuten Zeit vor der Leinwand schenkt.
"Russendisko" ist die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Wladimir Kaminer.
Ursprünglich saß Oliver Schmitz auf dem Regiestuhl. Wegen "kreativer Differenzen" brach er die Arbeit jedoch ab und überließ Oliver Ziegenbalg die inszenatorische Leitung.
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