Let me in

Filmplakat Let me in
Regie Matt Reeves  Drehbuch Matt Reeves  Produzenten Tobin Armbrust, Alex Brunner, Guy East, Donna Gigliotti, Carl Molinder, John Nordling, Simon Oakes 
Genre Horror  Filmlänge 116 min
Land Großbritannien, USA  Kinostart 15.12.2011  DVD-Start 19.04.2012  Blu-ray-Start 19.04.2012  Verleih Senator Film

Story

1983, eine kleine Stadt in New Mexico: Der zwölfjährige Owen wächst allein bei seiner Mutter auf. Mit seiner schmächtigen Statur und seinem zurückhaltenden Wesen zählt er in seiner Klasse zu den Außenseitern. Freunde hat er auch außerhalb der Schule nicht. Dann zieht jedoch das gleichaltrige und ebenso einsame Mädchen Abby in seine Nachbarschaft. Langsam freunden sich die beiden an und entwickeln eine tiefe Freundschaft zueinander. Doch Abby hat ein Geheimnis: als die kleine Gemeinde von einem Mord nach dem anderen erschüttert wird und zahlreiche blutleere Leiche gefunden werden, keimt ein schockierender Verdacht in Owen auf …

Schauspieler

Let me in Kodi Smit-McPhee, Chloë Grace Moretz, Richard Jenkins, Cara Buono, Elias Koteas, Sasha Barrese, Dylan Kenin, Chris Browning, Ritchie Coster, Dylan Minnette

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 5 von 5 Ms Let me in Es ist noch gar nicht allzu lange her, dass uns Regisseur Timas Alfredson mit „So finster die Nacht“ eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von John Ajvide Lindqvists in die Kinos brachte. Auf den Festivals feierte „So finster die Nacht“ große Erfolge und heimste sich rundum den Globus positive Kritiken ein. Nur drei Jahre später wagt sich „Cloverfield“-Regisseur Matt Reeves mit „Let me in“ an ein Remake. Was angesichts des großen Erfolgs der Erstverfilmung leicht hätte nach hinten los gehen können, entpuppt sich jedoch entgegen aller Erwartungen als erstklassiges Kino mit außergewöhnlichem Unterhaltungswert.
Während fast zur selben Zeit der Vampir-Boom im Kino mit der vierten „Twilight“-Verfilmung neue Sphären erreicht, sucht sich „Let me in“ eine eigene Nische im kursierenden Vampirfieber und eröffnet leise, still und heimlich neue Perspektiven auf die mystischen Wesen. Fernab von klischeehaften Vampirdarstellungen und romantischen Szenerien zwischen Mensch und Vampir, erzählt Regisseur und Drehbuchautor Reeves eine starke Geschichte über das Außenseiterdasein, über Coming-of-Age und nicht zuletzt über die Frage „Was ist gut und was ist böse?“. Immer wieder spielt er mit den beiden Kategorien und wirft die sonst üblichen Zuschreibungen währenddessen nahezu gänzlich über den Haufen. Faszinierend daran ist vor allem, dass „Let me in“ weniger auf Dialoge, als auf eine ausdrucksstarke Bildsprache setzt. Mit den außergewöhnlichen Kameraeinstellungen und den tollen Bildkompositionen verpasst Reeves seinem Vampir-Drama eine beeindruckende Optik, die viel zu dem Erzählfluss der Geschichte beiträgt. Zusammen mit der erstaunlich facettenreichen Darstellung der beiden Nachwuchsschauspieler Kodi Smit-McPhee und Chloe Moretz findet „Let me in“ letztlich zu einer Tiefe, die man dem Genre gar nicht mehr zugetraut hatte. Nicht nur für Fans des Genres ein Muss!

Wissenswertes

Let me in "Let me in" wurde im englischen Original gesehen und bewertet.



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