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Regie
John Singleton
Drehbuch
Shawn Christensen
Produzenten
Doug Davison, Ellen Goldsmith-Vein, Dan Lautner, Roy Lee, Lee Stollman
Genre Action-Thriller FSK 12 Filmlänge 106 min Land USA, 2011 Kinostart 13.10.2011 DVD-Start 22.03.2012 Blu-ray-Start 22.03.2012 Verleih STUDIOCANAL |
Als der Teenager Nathan Harper auf einer Website mit Fotos von vermissten Kindern ein Bild von sich selbst in jungen Jahren entdeckt, traut er seinen Augen kaum. Es besteht jedoch kein Zweifel daran, dass es sich bei dem Foto des kleinen Jungen tatsächlich um ihn handelt. Er stellt seine Mutter zur Rede, die ihm gesteht, dass sie nicht seine leibliche Mutter ist. Bevor Nathan Antworten auf all die Fragen bekommen kann, die sich ihm nun stellen, werden seine Adoptiveltern jedoch eiskalt ermordet. Nathan flüchtet – zusammen mit seiner Klassenkameradin Karen, die unfreiwillig Zeuge der Ermordung geworden ist. Gejagt werden die beiden Teenager gleich von mehreren Parteien. Doch wer ist der Gegner, was ist eigentlich los? Nathan weiß, dass der Schlüssel zur Wahrheit in der Vergangenheit liegt, und dass er selbst Antworten finden muss, wenn er das Geheimnis lüften will.
Taylor Lautner, Lily Collins, Alfred Molina, Jason Isaacs, Maria Bello, Michael Nyqvist, Sigourney Weaver, Antonique Smith, Denzel Whitaker, Nickola Shreli, Allen Williamson, William Peltz, Dermot Mulroney, Elisabeth Röhm, Roger Guenveur Smith, Jack Erdie, Bryan Friday
Taylor Lautner, seitdem er in regelmäßigen Zeitabständen in der Rolle des Jacob Black in den überaus erfolgreichen „Twilight“-Verfilmungen in den Kinos auftaucht, ist er unter Fans ein gefeierter Star. Jetzt jedoch, wo sich die Vampirgeschichte rund um Bella, Edward und Jacob auch auf der Leinwand langsam dem Ende nähert, ist es für die Megastars an der Zeit, sich auch anderweitig im Filmgeschäft umzuschauen und zu platzieren. Während sich Kristen Stewart Anfang des Jahres erfolgreich in dem Indie-Drama „Willkommen bei den Rileys“ behauptete und sich Robert Pattinson kurze Zeit später an die Seite von Reese Witherspoon in „Wasser für die Elefanten“ gesellte, kundschaftet nun auch Taylor Lautner im Herbst 2011 mit dem Actionthriller „Atemlos – Gefährliche Wahrheit“ neue Gefilde aus.
Mit seinem gestählten Oberkörper, seinen breiten Schultern und dem markanten Gesicht passt Taylor Lautner schon rein optisch wunderbar in ein actiongeladenes Setting. Und natürlich ist „Atemlos – Gefährliche Wahrheit“ von Anfang an auf den Teenagerschwarm ausgerichtet. Während die hochkarätig besetzen Nebenfiguren zunehmend austauschbarer erscheinen, ist es Taylor Lautner, den man zum Zentrum der Aufmerksamkeit erklärt. Tatsächlich reicht das im Groben auch aus, um aus „Atemlos – Gefährliche Wahrheit“ einen annehmbaren Actionfilm zu machen. Regisseur John Singleton hat sich nach seinem letzten Film „Vier Brüder“ für sechs Jahre aus dem Regiegeschäft zurückgezogen und setzt mit „Atemlos – Gefährliche Wahrheit“ nun auch auf die etwas ältere Schule. Dies jedoch keinesfalls zum Nachteil des Films: die von Taylor Lautner selbst in Szene gesetzten Actionsequenzen brauchen keine schnellen Schnitte und hektische Kameraführungen um authentisch zu wirken. Taylor Lautner hat kein Double nötig, sondern kann sich voll auf seinen fitten Körper verlassen – was für John Singleton schon die halbe Miete bedeutet.
„Atemlos – Gefährliche Wahrheit“ hat jedoch starke Probleme damit, auch die andere Hälfte der Miete zu begleichen: der wenig intelligente Agententhriller-Überzug mag dem Actionfilm genauso wenig stehen wie all das was fernab von Mann-gegen-Mann-Kämpfen und wilden Verfolgungsjagden getan und vor allem gesagt wird. Während man lieber nicht all zu lange über die Erklärung dafür nachdenkt, weshalb Hauptfigur Nathan plötzlich von allen Seiten gejagt wird, treibt Drehbuchschreiber Shawn Christensen den ohnehin schon fragwürdigen Handlungsbackground mit seinen schwachsinnigen Dialogen weiter auf die Spitze. Unfreiwillig viel Komik schlummert in dem gesprochenen (deutschen) Wort und in so mancher Szene. Schade auch, dass „Atemlos – Gefährliche Wahrheit“ seinen namhaften Nebendarstellern so wenig Aufmerksamkeit schenkt. Maria Bello, Michael Nyqvist, Sigourney Weaver – das sind Namen mit denen man arbeiten kann, was John Singleton jedoch völlig zu vergessen scheint.
Fans von Taylor Lautner dürfen sich auf „Atemlos – Gefährliche Wahrheit“ freuen. Der Nachwuchsdarsteller präsentiert sich rein optisch und vor allem in den Actionsequenzen als Volltreffer für den Film. Was die glaubhafte Vermittlung von Emotionen angeht, muss jedoch auch Lautner noch etwas üben. Schuld mag man Lautner daran jedoch keine in die Schuhe schieben. Diese ist beim Drehbuchschreiber wohl am besten aufgehoben.
Mit "Atemlos - Gefährliche Wahrheit" meldet sich Regisseur John Singleton nach sechs Jahren Pause wieder in den Kinos zurück.
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