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Regie
Olivier Nakache, Eric Toledano
Drehbuch
Olivier Nakache, Eric Toledano
Produzenten
Nicolas Duval-Adassovsky, Laurent Zeitoun, Yann Zenou
Genre Komödie FSK 6 Filmlänge 110 min Land Frankreich Kinostart 05.01.2012 Verleih Senator Film |
Philippe lebt auf der Sonnenseite des Lebens. Er hat ein dickes Bankkonto, ist gebildet und verkehrt in den vornehmen Kreisen von Paris. Eine ganze Schar von Hausangestellten kümmert sich um sein Wohl. Und das müssen sie auch, denn Philippe ist vom Hals abwärts gelähmt und sitzt im Rollstuhl. Für jeden Handgriff ist er auf Hilfe angewiesen. Ganz anders sieht es bei Driss aus. Nach sechs Monaten verbüßter Haftstrafe ist der junge Kerl wieder draußen und versucht bei seiner Mutter in der kleinen Wohnung in einem tristen Pariser Vorort unterzuschlüpfen. Driss ist das harte Leben gewöhnt, hat sich aber dennoch seinen Humor bewahrt. Das Schicksal will es, dass sich Driss bei der Jobsuche bei Philippe vorstellt, der eine Unterstützung sucht. Driss will eigentlich nur einen Stempel fürs Arbeitsamt, hat er doch gleich geschnallt, dass er – mit alter Jeans und Kapuzenpulli bekleidet - nichts für diesen feinen Haushalt ist. Mit seiner unverblümten Art weckt er Philippes Interesse und Neugierde. Endlich jemand, der kein Mitleid mit ihm hat! Er engagiert Driss vom Fleck weg und gibt ihm zwei Wochen, um sich zu bewähren. Der Beginn einer wunderbaren, verrückten Freundschaft irgendwo zwischen Vivaldi und Earth, Wind & Fire, zwischen Lyrik und flotten Sprüchen, zwischen noblem Zwirn und abgewetzten Turnschuhen...
François Cluzet, Omar Sy, Anne Le Ny, Audrey Fleurot, Clotilde Mollet, Alba Gaïa Kraghede Bellugi, Cyril Mendy, Christian Ameri, Grégoire Oestermann, Marie-Laure Descoureaux
„Ziemlich beste Freunde“ eroberte in Frankreich in kürzester Zeit die Herzen der Kinogänger und avancierte 2011 zur erfolgreichsten Komödie des Jahres. Wen wundert’s, ist dem Regie- und Drehbuchautorengespann Olivier Nakache und Eric Toledano doch eine unterhaltsame und bewegende Geschichte gelungen, die obendrein noch erstklassig besetzt ist. „Ziemlich beste Freunde“ erzählt die wahre Geschichte der ungewöhnlichen Freundschaft des querschnittgelähmten, reichen Philippe und des vorbestraften, arbeitslosen Driss. Hier treffen zwei Welten aufeinander. Nicht nur die Kluft zwischen Arm und Reich mit all ihren Facetten wird da zum Thema, sondern vor allem der Umgang mit behinderten Menschen. Olivier Nakache und Eric Toledano haben erkannt, dass man diesen problembeladen Stoff am besten mit Humor angeht, damit nicht alles in Rührseligkeit, Klischees und Pathos versinkt. Das Ergebnis ist durchweg originell und überzeugt mit stimmigem Erzähltempo. Von Anfang bis Ende trifft das Drehbuch die richtigen Töne und versucht nicht krampfhaft mehr zu sein als es ist: eine Freundschaftsgeschichte. Der Film verklärt nicht, setzt aber auch nicht auf billige Jokes. Im Gegenteil, man wird durchweg erstklassig unterhalten, ist dicht bei den Figuren und lacht viel und herzhaft. Und zwar mit den Figuren und nicht über sie. Olivier Nakache und Eric Toledano haben es verstanden der Komödie ganz viel Herzenswärme mitzugeben und die kommt direkt beim Zuschauer an. Dass dies so gut funktioniert liegt eindeutig an dem ungewöhnlichen Hauptdarstellergespann. Der noch relativ unbekannte Omar Sy ist als Driss eine echte Wucht und begeistert durch Natürlichkeit, viel Charme und eine große Selbstverständlichkeit. Die Leistung seines Gegenparts, dem César-Preisträger François Cluzet, ist noch höher einzuschätzen. Aller Möglichkeiten mit Gesten zu arbeiten beraubt, war Cluzet ganz darauf angewiesen alles mit seinem Gesicht auszudrücken. Ihm gelingt das in beeindruckender Art und Weise. Keine Minute zweifelt man daran, dass er Hals abwärts nichts mehr bewegen kann. Durch ihn begleiten wir den behinderten Philippe ganz intensiv durch seine Ängste und Freuden.
„Ziemlich beste Freunde“ – eine erstklassige Komödie mit Herz und Verstand, die es versteht das Gefühl der Lebensfreunde zu transportieren.
Grundlage für das Drehbuch war eine wahre Geschichte.
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