Zettl

Filmplakat Zettl
Regie Helmut Dietl  Drehbuch Helmut Dietl, Benjamin von Stuckrad-Barre  Produzenten Helmut Dietl, David Groenewold, Gerhard Hegele 
Genre Komödie  FSK Filmlänge 109 min
Land Deutschland  Kinostart 02.02.2012  Verleih Warner Bros. Pictures

Story

Max Zettl will nur eines: In Berlin Karriere als Chefredakteur einer neuen Online-Zeitung machen. Dieser Traum scheint auch tatsächlich Wirklichkeit zu werden, den neuen Investor der Zeitung hat er jedenfalls schon fast um den Finger gewickelt. Und da Zettl in der Hauptstadt sowieso jeden kennt, dürfte das mit der Karriere schneller gehen, als gedacht. Gut hin und wieder muss er schon nachhelfen müssen, um an seine Ziele zu kommen. Da seine große Liebe allerdings mit dem Bundeskanzler schläft, dürfte das mit den "Nachrichten machen" kein großes Problem sein. Die Bürgermeisterin von Berlin steckt Zettl auf ganz eigene Weise in die Tasche...

Schauspieler

Zettl Michael Herbig, Karoline Herfurth, Senta Berger, Dieter Hildebrandt, Götz George, Dagmar Manzel, Ulrich Tukur, Harald Schmidt, Gert Voss, Sunnyi Melles, Hanns Zischler, Christoph Süß, Katy Karrenbauer, Jens Eulenberger

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 2 von 5 Ms Zettl Fast sieben Jahre ist es her, seit uns Helmut Dietl ("Schtonk!", "Rossini") mit "Vom Suchen und Finden der Liebe" seinen letzten Film in die Kinos brachte. Nun ist er - erneut mit namhafter deutscher Schauspielriege - zurück. Von einer wunderschönen Senta Berger über einen tollen Dieter Hildebrandt, bis hin zu Götz George, Karoline Herfurth, Ulrich Tukur und (natürlich) Michael Herbig: Alle sind sie im "neuen Dietl" in mehr oder weniger tragenden Rollen zu sehen. Die Schauspieler sind im Grunde auch das einzig Sehenswerte an dieser Komödie - die Gags jedenfalls sind es nicht. Das Drehbuch, das Dielt gemeinsam mit Benjamin von Stuckrad-Barre schrieb, arbeitet nach dem Prinzip: Szene, Gag, Ende, Szene, Gag, Ende,... ! Auf die Dauer fragt man sich da schon, wann da die kreative Filmarbeit auf der Strecke geblieben ist. Würden alle Witze zünden, wäre das vermutlich gar kein großes Problem, das Skript will aber derart gewollt politisch unkorrekt und satirisch sein, dass die Leichtigkeit im Film nicht mehr zu spüren ist. Es ist nur Michael Herbig und einer ab und an sehr komischen Karoline Herfurth zu verdanken, dass man manchmal sehr laut lachen muss. Der Erzählstrang von Senta Berger ist sinn- und belanglos und der angedichtete Schweizer Dialekt von Ulrich Tukur überzeugt auch nur jene, die noch nie in der Schweiz waren. Und so häufen sich die Ungereimtheiten zu einem Ganzen, das am Ende zwar irgendwie stimmt, aber Kreativität und originellem Witz wenig gehört hat.
Handwerklich ist im Fall von "Zettl" nur die Kamera zu loben. Der Schnitt ist alles andere als gelungen und das Drehbuch eine offensichtliche satirische Darstellung unseres heutigen politischen und gesellschaftlichen Lebens. Und die Moral von der Geschicht’: Sei ein Schwein - und Du gewinnst. Na bravo!

Wissenswertes

Zettl "Zettl" ist der erste Film von Helmut Dietl seit "Vom Suchen und Finden der Liebe" aus dem Jahre 2005.



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