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Regie
Gonzalo López-Gallego
Drehbuch
Brian Miller
Produzenten
Timur Bekmambetov, Michele Wolkoff
Genre Science-Fiction FSK 16 Filmlänge 86 min Land USA, 2011 Kinostart 13.10.2011 DVD-Start 16.03.2012 Blu-ray-Start 16.03.2012 Verleih Senator Film |
Die letzte offizielle Mondmission der NASA fand mit Apollo 17 am 17. Dezember 1972 statt. Inoffiziell ging das Apollo-Programm jedoch weiter: ziemlich genau zwei Jahre später, im Dezember 1974, wurden im Rahmen der Mission Apollo 18 erneut zwei Astronauten auf eine geheime Expedition auf den Mond geschickt. Den wahren Grund für die Mission hat man den Astronauten jedoch verschwiegen und nicht einmal Familienmitglieder durften von der Mondmission erfahren. Rund drei Jahrzehnte später taucht im Internet jedoch geheimes Filmmaterial von der Apollo 18-Mission auf – und dieses erklärt, weshalb man es schon so lange nicht mehr gewagt hat, auf den Mond zurückzukehren…
Warren Christie, Lloyd Owen, Ryan Robbins, Ali Liebert, Andrew Airlie, Michael Kopsa, Kurt Max Runte
Am 17. Dezember 1972 wurde mit Apollo 17 die offiziell letzte bemannte Mondlandung auf den Weg gebracht. Alle weiteren, bereits geplanten Mondlandungen wurde im Anschluss abgesagt. Die NASA sprach von immensen Kosten und Finanzierungsproblemen des erfolgreichen Apollo-Programms. „Stimmt alles nicht!“, behauptet nun der spanische Regisseur Gonzalo López-Gallego und zeigt uns mit seinem US-Debüt Aufnahmen der Apollo 18-Mission zum Mond und den Grund, warum diese Mission bis heute geheim gehalten wurde. Sein Filmmaterial bezieht er aus dem Internet, wo rund 30 Jahre später plötzlich geheime Aufnahmen der Apollo 18-Mission aufgetaucht sind.
Natürlich ist das alles Unfug und „Apollo 18“ ein Found Footage-Film, der die nur scheinbar dokumentarischen Filmaufnahmen dazu nutzt, einen möglichst authentisch erscheinenden Horror-Thriller zu inszenieren. In die Fußstapfen von großen Vorbildern wie „Blair Witch Project“, „Rec“ oder zuletzt „Troll Hunter“ tretend, hatte Gonzalo López-Gallego eine der wohl spannendsten Filmideen des aktuellen Kinojahres. Immerhin scharen sich um die Mondlandung der Amerikaner und die Apollo-Missionen schon seit Anbeginn die wildesten Gerüchte, Spekulationen und Verschwörungstheorien. „Apollo 18“ und die Idee, den Zweifeln an der amerikanischen Mondlandung im Allgemeinen, mit einer ganz anderen Theorie entgegenzuwirken, hätte durchaus Potential zu einem großen Wurf gehabt. Stattdessen schleicht sich jedoch zunehmend das Gefühl ein, dass Regisseur López-Gallego den falschen Rahmen für seinen Weltraumthriller gewählt hat. Als Mockumentary funktioniert die Geschichte rundum die geheime Apollo 18-Mission jedenfalls nur bedingt.
Die rauschende und gestörte Kommunikation der Astronauten untereinander per Funk und die unkommentierte Verwendung zahlreicher fachspezifischer Abkürzungen machen es vor allem zu Beginn schwierig, der Geschichte überhaupt zu folgen. Dazu gesellen sich die üblichen unscharfen und wackligen Kameraaufnahmen, die häufig nur eine Vermutung von dem zulassen, was sich tatsächlich vor der Kamera zuträgt. „Apollo 18“ steht sich im Rahmen seines Genres und bei dem Versuch den Schein der Authentizität des Filmmaterials aufrechtzuhalten immer wieder selbst im Weg. Dennoch kann der Spannungsbogen zumindest solange aufrechtgehalten werden, wie im Verborgenen liegt, was die Astronauten auf dem Mond überhaupt erwartet. Ist die Katze erst einmal aus dem Sack, funktioniert die Dramaturgie des Filmes jedoch zunehmend weniger. Auch hier verhindern die Genreregeln, dass interessante Fragen beantwortet oder gewisse Vorgänge kommentiert werden, und dass der Zuschauer letztlich zufrieden den Kinosaal wieder verlässt.
Es ist schade, beinahe tragisch, dass der Mut zur Kreativität im Fall von „Apollo 18“ nicht mit positiven Worten belohnt werden kann. Als Fazit bleibt jedoch, dass die spannende und interessante Storyidee im üblichen Hollywood-Filmformat vermutlich besser aufgehoben gewesen wäre.
Überwiegend wurden im Film die ORIG-Begriffe, wie auch in der amerikanischen Raumfahrt genannt, übernommen. Auch in der deutschen Sprache werden diese Begriffe so verwendet.
Im Film verwendete Begriffe:
Westinghouse: Eine Kamera der Firma "Westinghouse Electric Corporation"
DOD: Department of Defense/ Verteidigungsministerium
PSD: Position Sensitive Detector/ Optischer Positionssensor
LM: Lunar-Exkursionsmodul/ Mondlandefähre
MET: Mission Elapsed Time/ Sozusagen der Zeitpunkt vom Start an, wird weiter nach oben gezählt und die MET-Uhr steht beim Start auf null und zählt dann normal weiter. Wird auch im Deutschen so bezeichnet.
RCA-Kamera: Radio Corporation of America/ Ist eine amerikanische Handelsmarke. Gehört heute zu "Sony BMG".
EVA: Extra Vehicular Activity/ Außenbordaktivität
ALSEP: Apollo Lunar Surface Experiments Package/ Gerätekomplex zur Durchführung von wissenschaftlichen Langzeitexperimenten auf der Mondoberfläche.
LK: Lunnyi Korabl/ Eine sowjetische Mondfähre und das Pendant zum amerikanischen Lunar-Modul LM.
LK-Protonen-Mondfähre: Ist der Name der russischen Mondfähre gewesen.
DAP: Digitaler Autopilot
OMNI: Eine Rundstrahlantenne
Rover: Ein motorisiertes Landfahrzeug feststehender Begriff
PSI: Point Per Square Inch/ Eine angloamerikanische, in den USA gebräuchliche Maßeinheit des Drucks. Wird im Deutschen auch so benutzt.
S-Band: Ist ein Band, was vom Wetterradar, Schiffsradar oder Kommunikationssatelliten, besonders von der NASA, benutzt wurde.
VHV: Im Deutschen UKW. Passt hier aber nicht.
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