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Regie
Ken Kwapis
Drehbuch
Jack Amiel, Michael Begler
Produzenten
Tim Bevan, Liza Chasin, Eric Fellner, Michael Sugar
Genre Drama FSK 0 Filmlänge 110 min Land USA Kinostart 16.02.2012 DVD-Start 21.06.2012 Blu-ray-Start 21.06.2012 Verleih Universal Pictures |
Nach einer wahren Begebenheit.
Alaska 1988: Schon vier Jahre sitzt der junge Reporter Adam Carlson in einem kleinen Nest im weißen Nichts am Ende der Welt fest und träumt davon ein großer Journalist zu sein. Als eine Familie von drei Grauwalen im Nordmeer vom frühen Winter überrascht werden, dort einzufrieren droht und nicht mehr ins offene Meer kann, wittert er seine Chance auf eine richtig große Story. Und tatsächlich schafft es sein Beitrag zu einer landesweiten Ausstrahlung. Diese tritt eine Rettungsmission von internationalem Ausmaß los. Im Nu ist das kleine Nest in Alaska im Mittelpunkt des Weltinteresses und auch Adams Ex-Freundin, die Greenpeace-Aktivistin Rachel Kramer bekommt Wind von der Sache. Plötzlich sind nicht mehr gierige Reporterkollegen, die Interessen eines Öl-Multis oder der Versuch der Reagan-Regierung aus der Sache Profit zu schlagen Adams Problem, sondern Rachels unbändigen Aktionismus zu bändigen...
John Krasinski, Drew Barrymore, Ahmaogak Sweeney, Kristen Bell, Dermot Mulroney, John Pingayak, Vinessa Shaw, Ted Danson, John Chase, Stephen Root
„Nach einer wahren Begebenheit“ – Nicht selten versucht Hollywood mit diesem Zusatz belanglose Storys zu adeln. Doch es gibt auch jene, die tatsächlich auf die große Leinwand gehören, weil sie für etwas stehen - zum Beispiel für eine wichtige Erkenntnis. Wie die Geschichte, die hinter „Der Ruf der Wale“ steckt. 1988, als zwischen den Weltmächten USA und UDSSR noch der Kalte Krieg herrschte, Wirtschaftswachstum weit vor Umweltschutz stand und Greenpeace in den USA nur für „vereinzelte grüne Spinner“ stand, schaffte die Rettungsmission für drei Grauwale, das scheinbar Unmögliche: Sie brachte Beteiligte mit den unterschiedlichsten Interessen an einen Tisch und dazu, ungeachtet ihrer Prioritäten Hand in Hand zusammenzuarbeiten. Mit positiven Ergebnis. Dabei umschifft „Der Ruf der Wale“ die großen Kitschklippen und verschweigt keineswegs, dass es gerade die Aussicht auf positive PR war, die gerade die Regierung unter Ronald Reagan und einen Ölmulti dazu brachte sich zu engagieren. Jack Amiel und Michael Begler haben bei ihrer Drehbuchadaption der Romanvorlage von Thomas Rose nicht den großen Weichspülgang eingelegt, auch wenn die Aufbereitung ganz Hollywood-like ist. Das ist natürlich das, was wir schon oft gesehen haben, aber auch immer wieder gerne sehen, weil es uns berührt. „Der Ruf der Wale“ hebt sich trotz konventioneller Machart von lieblos produzierter Massenwahre ab, weil man merkt, dass die Macher hier mit Herzblut bei der Sache waren. Und weil der Film uns daran erinnert was alles möglich ist, wenn wir es nur gemeinsam versuchen. Unter der Regie von Ken Kwapis wird dieser familientaugliche Streifen darüber hinaus zu einem sympathischen Retroausflug in die 1980er Jahre. Die verwendeten echten Doku-Aufnahmen der damaligen Berichterstattung sorgen zusätzlich für Atmosphäre und bei der dramatischen Rettungsmission der Walfamilie fiebern wir dank Ken Kwapis’ routinierter Inszenierung mit. Vor der Kamera gibt es bekannte Gesichter in Rollen, in denen wir sie immer wieder gerne sehen: Drew Barrymore gibt die engagierte Kämpferin, John Krasinski ist der nette Typ mit Herz und Kristen Bell die Karrierezicke, die auch einen gute Seite hat.
Ken Kwapis schafft es, mit seinem Team vor und hinter der Kamera, dass man nach „Der Ruf der Wale“ das Gefühl hat, Teil eines großartigen Moments geworden zu sein. Man wird daran erinnert, wie ansteckend das Engagement eines Einzelnen sein und was es bewegen kann. In Zeiten, in denen die Pole schmelzen und Umweltschutz immer noch nicht den Stellenwert hat, den erhaben sollte, eine Botschaft die es nicht oft genug zu wiederholen gilt. Da darf die Verpackung gerne auch einmal konventionelles Hollywoodkino sein.
Das Drehbuch basiert auf dem Roman "Freeing the Whales" von Thomas Rose.
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